Update am Morgen: Ach, könnte Nikolaus Gesundheit bringen

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    Update am Morgen:Ach, könnte der Nikolaus Gesundheit bringen

    von Nicole Diekmann
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    Nicole Diekmann
    Nicole Diekmann

    Guten Morgen,

    6. Dezember - Nikolaus! Wenn Sie kleine Kinder haben oder Enkel, ist das ein großer Tag und sicher war die Aufregung am Wochenende riesig, vielleicht aber mitunter auch ein bisschen sorgenvoll. Lautet doch die alles bestimmende Frage: "War ich lieb genug für Süßes im Stiefel?"
    Apropos Sorgen: Sollten Ihre Kinder oder Enkel fit genug sein, um sich über Nikolaus‘ Gaben freuen zu können, schätzen Sie sich glücklich. Acht Millionen Menschen leiden derzeit hierzulande unter einer akuten Atemwegserkrankung. Die Grippesaison hat früher eingesetzt, Coronaviren und das RS-Virus grassieren. Vor den Praxen von Kinderärzten stehen die Leute Schlange.
    Von "chaotischen Bedingungen in den Kliniken" spricht die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Freie Betten sind Mangelware, Familien mit kranken Kindern schlafen auf Pritschen in der Notaufnahme. Viele Kinder seien so krank, dass sie beatmet werden müssten.
    Für ein reiches Land wie Deutschland eine Katastrophe - und noch dazu eine mit Ansage. "Kinderkliniken und -stationen sind chronisch unterfinanziert", sagt meine Kollegin Britta Spiekermann. Sie leitet bei uns im Hauptstadtstudio das Gesundheitsressort. Jahrelang wurde massiv an der Versorgung der Kleinsten gespart. Der Grund dafür liest sich fürchterlich zynisch: Mit ihnen lässt sich am wenigsten Geld verdienen.
    Seit Jahrzehnten ist das Kliniksystem dem Diktat des Marktes unterworfen, steht Gewinnmaximierung im Fokus - statt des Patientenwohls.
    Da will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach nun ran. Vergangene Woche hat der Bundestag eine Krankenhausreform beschlossen. Dazu gehören je 300 Millionen Euro 2023 und 2024 für Kinderkliniken sowie die Abschaffung der Fallpauschalen - an deren Einführung 2003 Lauterbach ironischerweise beteiligt war. Heute will er weitere Ideen vorstellen.
    Akut betroffene Patienten haben davon nichts. Sollten Sie oder einer Ihrer Liebsten dazugehören, wünsche ich Ihnen viel Kraft und die Versorgung, die Sie brauchen. Allen anderen: Bleiben Sie gesund!
    Nicole Diekmann, ZDF-Hauptstadtkorrespondentin

    Was im Ukraine-Krieg passiert ist

    Ukraine: Russland hat rund 70 Marschflugkörper bei Großangriff auf Ukraine eingesetzt: Ein großer Teil sei von strategischen Bombern aus großer Entfernung, etwa über dem Kaspischen Meer, abgeschossen worden, hieß es in der auf Telegram verbreiteten Mitteilung der ukrainischen Luftabwehr.
    Gouverneur: Hälfte der Region Kiew tagelang ohne Strom: In der Region Kiew bleibt offiziellen Angaben zufolge rund die Hälfte der Einwohner nach den russischen Raketenangriffen weiterhin von der Stromversorgung abgeschnitten. "Etwa die Hälfte der Region wird in den kommenden Tagen ohne Strom sein", schrieb Gouverneur Olexij Kuleba auf Telegram.
    Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

    Was heute noch wichtig ist

    Karlsruhe urteilt über Corona-Aufbaufonds der EU: Das Paket soll den EU-Staaten helfen, nach der Pandemie wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Dafür werden gemeinsam Schulden aufgenommen. Die Kläger halten das für unzulässig und meinen, der Bundestag hätte nicht zustimmen dürfen.
    Energieagentur stellt Studie zu erneuerbaren Energien vor: Die Studie der Internationalen Energieagentur prognostiziert den Einsatz von Technologien für erneuerbare Energien in den Bereichen Strom, Verkehr und Wärme bis 2027 und untersucht gleichzeitig die wichtigsten Herausforderungen für die Branche sowie die Hindernisse für ein schnelleres Wachstum. 
    Aktuelle Corona-Zahlen und -Grafiken zur Situation in Ihrem Landkreis und zur allgemeinen Lage in Deutschland.

    Ausführlich informiert

    ZDFheute live: Unter Iranern wachsen die Zweifel, ob die Sittenpolizei wirklich abgeschafft wird. Sind entsprechende Ankündigungen Zugeständnis oder Ablenkungsmanöver? ZDFheute live hat mit den Iran-Expertinnen Düzen Tekkal und Gilda Sahebi über die Lage im Land gesprochen.

    Fußball-WM in Katar

    Was steht heute bei der WM an: Bei der Fußball-WM in Katar werden die zwei verbleibenden Tickets für das Viertelfinale vergeben. Zunächst trifft Spanien auf Marokko. Im Anschluss muss Portugal gegen die Schweiz ran.
    Ergebnisse, Spielplan und Hintergründe gibt es gebündelt auch auf unserer Themenseite zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022.

    Sport
    :FIFA Frauen WM 2023

    Die Fußball-WM 2023 in Autralien/Neuseeland live im ZDF. Exklusive Livestreams, Highlights, Liveticker, Infos rund um das DFB-Team und Hintergründe zur WM.
    sportstudio live: FIFA Frauen-WM 2023

    Zahl des Tages

    169 Millionen. So viele Schokoladen-Weihnachtsmänner wurden dieses Jahr in Deutschland produziert. Laut Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie hat die Branche dieses Jahr damit 5,6 Prozent mehr Schoko-Figuren fürs Weihnachtsgeschäft produziert als im letzten Jahr.

    Gesagt

    Die Welt darf nicht zulassen, das Putin seinen Willen durchsetzt. Wir müssen Russlands revanchistischem Imperialismus Einhalt gebieten.

    Olaf Scholz, Bundeskanzler

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will Deutschland mit einem neuen strategischen Konzept zu einem der Hauptgaranten europäischer Sicherheit machen. "Deutschlands neue Rolle erfordert eine neue strategische Kultur", schreibt Scholz in einem Beitrag für das US-Magazin "Foreign Affairs".

    Weitere Schlagzeilen

    Die Nachrichten im Video

    Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden20.02.2024 | 2:02 min
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    So wird das Wetter heute

    Am Dienstag scheint in den Alpen zeitweise die Sonne. Sonst ist es zunächst stark bewölkt, vor allem im Nordosten regnet oder schneit es leicht. Im Nordwesten tun sich bei Schauerwetter immer mehr Wolkenlücken auf. Die Höchsttemperatur liegt zwischen 2 Grad in den Mittelgebirgen und 7 Grad auf den Ostfriesischen Inseln.
    ZDFheuteWetter
    Am Dienstag scheint in den Alpen zeitweise die Sonne. Sonst ist es zunächst stark bewölkt, vor allem im Nordosten regnet oder schneit es leicht.
    Quelle: ZDF

    Zusammengestellt von Jan Schneider
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