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Update am Abend - Von Corona für die nächste Pandemie lernen

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ZDFheute Update

Guten Abend,

in Deutschland hat sich die Bekämpfung des Coronavirus auch zu einem Machtkampf zwischen Bund und Ländern entwickelt. Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags hat nun ergeben, dass der Bund sehr wohl berechtigt wäre, den Ländern über das Infektionsschutzrecht Vorschriften zur Bekämpfung der Pandemie zu machen, die diese dann genau umzusetzen hätten. Wer sich am Ende durchsetzt, ist weiter offen.

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Auf internationaler Ebene sind viele schon einige Schritte weiter: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und 23 Staaten - darunter auch Deutschland - machen sich für ein internationales Pandemie-Abkommen stark. Das soll dafür sorgen, dass die Welt besser auf künftige Pandemien und andere medizinische Krisen vorbereitet ist. Es sei "nur eine Frage der Zeit, wann es wieder so weit ist", heißt es in dem Aufruf der Staats- und Regierungschefs. Es soll also aus der Corona-Pandemie gelernt werden.

Lehren aus der Krise zieht auch der AOK-Krankenhausreport: Die Daten von rund 52.000 AOK-versicherten Covid-19-Patienten, die von Februar bis November 2020 in den deutschen Kliniken behandelt worden sind, geben einen guten Einblick, was an der Front der Pandemie-Bekämpfung gut und was schlecht gelaufen ist.

Verbesserungspotential gebe es vor allem bei der Ausstattung und der Erfahrung mit Beatmungsgeräten. Meine Kollegin Elisa Kart hat sich den Report genauer angesehen:

Nordrhein-Westfalen, Essen: Medizinisches Personal der Uniklinik Essen versorgt einen Covid-19 Patienten auf der Intensivstation.

AOK-Krankenhausreport - Drei Lehren für Kliniken in der Krise 

Ist der Kampf der Krankenhäuser in der Corona-Pandemie optimal organisiert? Eine Studie legt dazu neue Daten vor und zeigt: Es gibt noch Luft nach oben.

von Elisa Kart

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 2.794.982 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 16.670 dazu. Insgesamt sind 76.705 Menschen gestorben. (Quelle: Risklayer)

Bisher wurden in Deutschland 9.216.487 Menschen einfach gegen das Coronavirus geimpft, 3.961.165 Menschen erhielten die Zweitimpfung. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht. (Quelle: RKI)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Erneuter Impfstopp für Astrazeneca: Das Land Berlin setzt die Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca für Frauen und Männer unter 60 Jahren vorsorglich aus. In Nordrhein-Westfalen sprachen sich die Leiter von fünf Uni-Kliniken für einen vorläufigen Stopp von Impfungen jüngerer Frauen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca aus. Die Ständige Impfkommission überarbeitet bereits ihre Empfehlung für den Impfstoff.

[Mit dem erneuten Impfstopp für Astrazeneca wird sich am Abend auch ZDFheute live beschäftigen.]

Wahlrecht in Hongkong verschärft: Trotz massiver Kritik hat Chinas Führung eine radikale Wahlrechtsreform für Hongkong beschlossen. Die neuen Regeln nehmen der Opposition weiteren Einfluss auf politische Entscheidungen. "Ein schwarzer Tag für die Freiheit", meint unser Peking-Korrespondet Ulf Röller.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Weitere Schlagzeilen

Absolut kein Lichtblick

2015 floh Tareq Alaows aus Syrien. Im Herbst wollte er als erster Syrien-Flüchtling in den Bundestag einziehen. Dieses Vorhaben hat der 31-jährige Jurist nun gestoppt. Die "hohe Bedrohungslage für mich und vor allem für mir nahestehende Menschen" sei der wichtigste Grund für die Rücknahme seiner Kandidatur. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt nannte die Situation "hochgradig beschämend", dass Alaows nicht für den Bundestag kandidieren könne, ohne seine und die Sicherheit seiner Familie aufs Spiel zu setzen.

Zahl des Tages

350 Millionen Dollar. Auf so hohe Steuereinahmen hofft New York durch die legalisierung des Konsums von Marihuana, der heute beschlossen wurde. Außerdem solle dadurch auch der strukturelle Rassismus in der Gesellschaft bekämpft werden.

Ein Mann raucht einen Joint

Maßnahme gegen Rassismus - Warum New York das Kiffen erlauben will 

Joints oder Haschpfeife rauchen - in New York soll das bald legal sein. Das spült nicht nur Geld in die Kasse des Bundesstaats, sondern soll auch gegen Rassismus helfen.

Gesagt

Wir haben nichts dafür getan, dass die russisch-deutschen Beziehungen leiden.
Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums

Es ist äußerst selten, dass sich die Pressesprecherin des russischen Außenministers, Sergej Lawrow, auf ein Interview einlässt. Für die ZDFzeit-Doku "Der Fall Nawalny" konnte Autor Florian Huber jedoch mit ihr sprechen. Vereinbart waren 15 Minuten, am Ende dauerte das Gespräch zweieinhalb Stunden. Ein seltener doch klarer Einblick in die russische Haltung.

Streaming-Tipps für den Feierabend

Heute gibt es einige Hochkaräter in der ZDF mediathek: "Zum Glück bleibt es in der Familie" ist eine französische Komödie mit Starbesetzung: Kim (Muriel Robin) und Alex (Héléna Noguerra) leben zusammen in Paris und sind ein glückliches Paar. Während einer Geschäftsreise in Thailand schließen sie das Waisenmädchen Maily ins Herz und möchten es adoptieren. Doch dafür benötigen sie die Hilfe eines Mannes: Als Schein-Ehemann sorgt "Monsieur Claude"-Star Christian Clavier für Chaos. Dabei nimmt der Film so einige weit verbreitete Klischees auf die Schippe.

Auch die Free-TV-Premiere "Close - Dem Feind zu nah" ist sehenswert: Leibwächterin Sam bekommt den Auftrag, eine junge Millionenerbin zu schützen. Ein scheinbar leichter Job, doch dann wird deren Hochsicherheitsvilla gestürmt, und die beiden Frauen entkommen nur knapp. So beginnt eine wilde Flucht und damit ein spannender Thriller im Milieu der internationalen Bodyguards. 

Wenn Sie etwas weniger Spannung wollen, da kütt no was! Wolfgang Niedecken wird heute 70. Der Kopf und Sänger der Band BAP blickt auf ein bewegtes Leben zurück. In "Alles ist im Fluss" kehrt er zurück zu Plätzen seines Lebens. Und präsentiert auch eine echte Premiere: das erste Lied, das Niedecken auf Kölsch geschrieben, aber nie aufgenommen hat.

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44 min
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Genießen Sie Ihren Abend!

Jan Schneider und das gesamte ZDFheute-Team

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