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Obama, der Schriftsteller-Präsident

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Update am Morgen - Obama, der Schriftsteller-Präsident

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Andreas Wunn

Guten Morgen,

vor ein paar Tagen wollte ich im großen Buchladen der Berliner Friedrichstraße das neue Buch von Barack Obama vorbestellen. "Brauchen sie nicht", sagte die Verkäuferin und lächelte sanft, "wir werden eine ganze Palette davon direkt neben den Eingang stellen". Heute erscheint weltweit das lang erwartete Buch von Obama, "A Promised Land" ("Ein verheißenes Land"). Ich werde es mir gleich heute Morgen holen.

Es ist der erste Teil seiner Memoiren und hat über 1.000 Seiten. Es könnte das meistverkaufte Buch dieses Jahres werden. Ich bin wirklich gespannt. Obama hat es selbst geschrieben, ohne Ghostwriter. Es beginnt mit seinem Anfang in der Politik und endet im Mai 2011, nach dem Tod Osama bin Ladens.

Barack Obama, ehemaliger Präsident der USA. Archivbild
Quelle: Brynn Anderson/AP/dpa/Archivbild

In den Vorabdrucken im "Spiegel" und im "New Yorker" kann man lesen, wie eindringlich Obama formuliert. Schon seine Autobiographie über seine Herkunft war von literarischer Kraft. "Dreams from My Father" ("Ein amerikanischer Traum") erschien 1995, bevor er in die Politik ging. Auch seinem neuen Buch attestiert die New York Times "wunderschöne Prosa". Und: es sei ein "ehrlicher Bericht eines anständigen Mannes".

Aus so viel Jubel spricht eine große Sehnsucht der liberalen Hälfte Amerikas, die nach vier Jahren Trump wie ausgehungert scheint. Trumps erzkonservative Politik allein hätte dieses liberale Amerika vielleicht noch ertragen. Aber nicht seine rassistischen und anti-demokratischen Auswüchse im Weißen Haus.

Wird jetzt, da Obamas Vize, Joe Biden, Präsident wird, alles gut? Nein, denn die USA bleiben aufs Tiefste gespalten. Trump twittert Unsinn. Obama schreibt Literatur. Zwischen diesen Extremen bewegt sich die politische Kultur der Vereinigten Staaten von Amerika.

Einen schönen Tag und viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Ihnen

Andreas Wunn, Leiter und Moderator von ZDF-Morgenmagazin und ZDF-Mittagsmagazin

Was heute noch wichtig ist

Ergebnisse des Corona-Gipfels: Nachdrücklich formulierte Appelle statt handfester Beschlüsse - die Gespräche von Kanzlerin Angela Merkel mit den Länderregierungschefs sind eher ein Zwischenschritt geblieben. Erst in der kommenden Woche soll es ein Konzept geben, das auch für einen längeren Zeitraum gelten soll.

Virologe Martin Stürmer versteht die heutigen Beschlüsse als eine "gelbe Karte":

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6 min
Datum:

[Worauf sich Bund und Länder einigen konnten, können Sie hier nachlesen.]

Kritik am Infektionsschutzgesetz: Das neue Infektionsschutzgesetz mit dem "Ermächtigungsgesetz" von 1933 zu vergleichen, ‎ist infam. Dennoch ist die Neufassung sehr problematisch. Ein Kommentar von Hauptstadt-Korrespondent Florian Neuhann.

Schule in Corona-Zeiten: Ist die Pandemie eine Zäsur für das herkömmliche Schulsystem? Kritiker fordern radikale Reformen. Ziel: selbstbestimmt, selbstgesteuert lernen.

Hamburg, Deutschland, 19.10.2020
Quelle: dpa

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 817.526 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 17.190 dazu. Insgesamt sind 12.833 Menschen gestorben. (Stand: 17.11.2020 5:51 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Corona-Pandemie: Bund und Länder appellieren
Quelle: ZDFheute/iStock

Gesagt

Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut.
Kanzlerin Angela Merkel nach dem Corona-Gipfel

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Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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So wird das Wetter heute

Am Dienstag ist es im Norden meist stark bewölkt und es zieht leichter Regen durch. Sonst ist es teils freundlich, teils trübe. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 und 14 Grad.

ZDF-Wetter vom 17.11.2020
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Lukasz Galkowski

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