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Update am Morgen - Ein Jahr Pandemie

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Wulf Schmiese
Wulf Schmiese

Guten Morgen,

heute vor einem Jahr ist die Pandemie ausgerufen worden. Die UN-Gesundheitsorganisation WHO warnte damals dringend davor, jenes in Wuhan entdeckte Virus die Welt erobern zu lassen. Ob aber Masken oder Gummihandschuhe uns schützen, wusste niemand. Geschweige denn, wie dieser Angreifer überhaupt aussieht.

Das wissen wir erst seit wenigen Tagen in aller Exaktheit. Das Coronavirus "Sars-Cov-2" sieht aus, wie es ist: abscheulich. Unsere 3D-Grafik-Abteilung hat es basierend auf den allerneuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen dargestellt.

3D-Modell des Coronavirus
3D-Modell des Coronavirus
Quelle: ZDF-Animation

 

Das einzelne Virus ist so klein, dass alle Coronaviren der Welt zusammen in eine Cola-Dose passten. Leider kann sie niemand hineinstopfen und auf den Mond schießen. Doch andere Dosen können diese Brut stoppen: Impf-Dosen. Und es gab gerade noch einen Wendepunkt: Es sind inzwischen über 2,6 Millionen Menschen zweifach gegen Covid-19 geimpft in Deutschland, das sind mehr als es insgesamt im Pandemie-Jahr an Covid-Infektionen gab.

"Eine Seuche, die die ganze Welt plagt", begann ZDF-Chefredakteur Peter Frey vor einem Jahr bei uns im "heute journal" den allerersten Kommentar zu Corona. Er erinnerte an "Die Pest", den Roman von Albert Camus, und prophezeite: "Corona ändert alles."

Corona ist gottlob nicht die Pest, die so verheerend gewütet hat. Parallelen aber gibt es. Dieses Pandemie-Jahr 2020/21 teilt in ein Vorher und Nachher. Auch das große Pest-Jahr 1347/48 war eine Zeitenwende.

"Die Macht der Seuche. Wie die Große Pest die Welt veränderte" heißt das druckfrische Buch des Historikers Volker Reinhardt. Ein spannend geschriebenes Werk über die Pest, das frappierend zeigt: Unser Umgang mit Corona ist in vielen Punkten nur Wiederholung. Alles schon da gewesen: "Tödliche-Luft"-Theorie; Querdenker; Quarantäne (von italienisch quaranta, also vierzig Tage Isolation); brutaler Wirtschaftseinbruch, auf den allerdings die aufblühende Renaissance folgte.

Die Pest kam aber immer wieder, weil ihr Geheimnis, ein Bakterium, erst 1894 entdeckt worden ist - ein halbes Jahrtausend nach der Pandemie. Da sind wir nach unserem einen Jahr doch vergleichsweise fix und deshalb froh, Ihnen dieses Virus in all seiner ganzen Scheußlichkeit zeigen zu können.

Möge es so schnell wie möglich nur noch ein bloßes Erinnerungsbild werden, wünscht
Wulf Schmiese, Leiter heute journal

Was heute noch wichtig ist

Zehn Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima: Zehn Jahre nach dem Reaktorunglück setzt Japan weiter auf Atomenergie. Dabei kämpft das Land bis heute mit den Folgen. Der komplette Rückbau des havarierten AKW wird mindestens noch 30 bis 40 Jahre dauern.

Knapp 20.000 Menschen sind beim Tsunami und dem atomaren Super-Gau in Japan gestorben. Heute gedenkt das Land der Toten.

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Ausstieg aus der Atomkraft - so ist der Stand: Der GAU in Japan sorgte für eine Atom-Kehrtwende in Deutschland. In der Bundespressekonferenz geht es heute ab 9 Uhr darum, wie es hierzulande um den Atomausstieg bestellt ist. Mit dabei ist Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Zehn Jahre Bürgerkrieg in Syrien: Ein Jahr hält der Waffenstillstand in Syrien bereits, doch die sich weiter verschlechternde Versorgungslage könnte für das Assad-Regime gefährlicher werden als neue Kämpfe.

EMA entscheidet über Johnson&Johnson-Impfstoff: Die Europäische Arzneimittelbehörde will heute über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des US-Unternehmens entscheiden. Sollte die Behörde grünes Licht geben, wäre eine endgültige Zulassung durch die EU-Kommission erfahrungsgemäß reine Formsache. 

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 2.532.911 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 8.350 dazu. Insgesamt sind 73.282 Menschen gestorben. (Quelle: Risklayer). Hier erfahren Sie, wie die Corona-Impfungen in Deutschland vorankommen.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Ausführlich informiert

ZDFheute live: Was sind die zentralen Themen des Wahl-O-Mats zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz? Wir haben es getestet mit Model und Sängerin Julianna Townsend. ZDF-Reporter Bobby Cherian aus dem Landesstudio Rheinland-Pfalz blickt auf den bisherigen Wahlkampf zurück und ordnet ihn ein.

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Grafik des Tages

Hilfsorganisationen haben erneut vor Engpässen bei Corona-Impfungen in Ländern mit niedrigem Einkommen gewarnt. Bis Ende 2021 könnten demnach bestenfalls nur gut 20 Prozent der Bewohner in Ländern der Südhalbkugel auf eine Impfung gegen das Coronavirus hoffen, teilte Oxfam gemeinsam mit einer Allianz anderer Hilfsorganisationen mit.

Oxfam: Mehrheit der ärmsten Länder hat noch keine einzige Impfdosis verabreicht

Gesagt

O Bär, ist das Leben nicht unheimlich schön, sag!
Der kleine Tiger
Ja, ganz unheimlich und schön.
Der kleine Bär

Diese Worte aus der Feder von Horst Eckert alias Janosch wurden nicht in der Corona-Pandemie geschrieben, passen aber doch auf manche Situationen des letzten Jahres. Heute wird Janosch 90 Jahre alt. Er ist vor allem mit seinen illustrierten Kindergeschichten wie "Oh, wie schön ist Panama" und "Post für den Tiger" bekannt geworden. Das umfangreiche Werk des Künstlers und Schriftstellers ist seit heute in einer Jubiläumsausstellung in Tübingen zu bewundern. Herzlichen Glückwunsch!

Weitere Schlagzeilen

Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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So wird das Wetter heute

Am Donnerstag bleibt es nur südlich der Donau trocken. Sonst kommt zum teils kräftigen Regen noch ein starker Südwestwind dazu. Im Norden und Westen können auch schwere Sturmböen dabei sein. Die Temperatur steigt auf Werte von 8 bis 15 Grad.

Wettervorhersage für 11. März 2021
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Jan Schneider.

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