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Update am Abend : Der vergessene Streik der Pflegekräfte

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ZDFheute Update

Guten Abend,

wissen Sie, dass in Nordrhein-Westfalen seit mehr als acht Wochen die Mitarbeiter der sechs Unikliniken streiken? Wer nicht in Köln oder Münster wohnt und die Protestzüge gesehen hat oder die heute neu errichtete Zeltstadt, bekommt wenig mit vom Aufstand der Pflegenden.

Seite dem 4. Mai befinden sich etwa 2.000 Mitarbeiter*innen der Unikliniken Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf, Essen und Münster im Streik. Die Gründe dafür sind eigentlich lange bekannt und wurden gerade in der Corona-Pandemie deutlich: Die Krankenhäuser sind chronisch unterbesetzt, die Belastung ist hoch, das Privatleben und die Gesundheit leiden unter den Arbeitsbedingungen.

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Die Forderungen sind dagegen schon etwas komplizierter: Es geht nicht um einfach X Prozent mehr Geld auf dem Lohnzettel der Pflegekräfte. Die Beschäftigten wollen Entlastung, bessere Bedingungen bei der Ausbildung und bessere Arbeitsbedingungen in nicht-pflegerischen Berufen.

Es geht nicht nur um die Pflege am Bett, sondern auch um die Menschen, die Blut transportieren, Hebammen, Labormitarbeiter. Ohne sie könne ein Krankenhaus nicht funktionieren, sie gehören aber nicht zum sogenannte "refinanzierbaren Bereich", der über die Krankenkassen abgerechnet wird.

Wir haben den Streik als Gemeinschaft begonnen und wollen den Streik auch gemeinsam beenden.
Katharina Reichrath, Auszubildende zur Pflegefachkraft in Köln

Es ist schwer zu sagen, warum ein Bahn-Streik - wie aktuell in Großbritannien - schon Tage vor dem Start hohe Wellen schlägt, der Protest von Mitarbeitern in einem Bereich, der jedem von uns potenziell das Leben retten kann, aber auch nach acht Wochen noch mehr oder weniger unter dem Radar bleibt. Vielleicht liegt es daran, dass die Pfleger*innen sich trotz Streik weiter um Notfälle kümmern. Die Bahn fährt einfach nicht, wenn gestreikt wird. In der Notaufnahme werden Patienten aber auch bei einem Streik noch versorgt. Glück für die betroffenen Patienten, aber scheinbar schlecht für die Position im Arbeitskampf.

Was heute im Ukraine-Krieg passiert ist

Tschetschenen kämpfen auf beiden Seiten: Im Ukraine-Krieg kämpfen Tschetschenen sowohl für Kiew als auch für Moskau. Für manche Veteranen ist der russische Angriff die Fortsetzung dessen, was im Kaukasus begonnen hat.

Diese Waffen liefert Deutschland: Welche Waffen liefert Deutschland an die Ukraine - und in welchem Umfang? Diese Fragen sind Dauerthema. Jetzt hat die Bundesregierung erstmals eine Aufstellung veröffentlicht.

Deutsche Produkte für russische Waffen? Hat der russische Waffenkonzern Kalashnikov trotz Sanktionen Lieferungen aus Deutschland erhalten? Mein Kollege Nils Metzger aus dem ZDFheuteCheck hat zusammen mit frontal interne E-Mails aus Russlands Rüstungsindustrie ausgewertet.

Was darüber hinaus wichtig ist

Forscher warnen vor nuklearer Eskalation: Führende deutsche Friedens- und Konfliktforschungsinstitute kritisieren ein weltweites nukleares Aufrüsten. Von der Bundesregierung fordern sie mehr Einsatz für atomare Abrüstung.

Längere AKW-Laufzeiten laut Scholz nicht möglich: Olaf Scholz spricht sich dagegen aus, die Laufzeiten von Atomkraftwerken zu strecken. Der Vorschlag sei "nicht ganz richtig ausgedacht", sagt er Richtung FDP.

Regierung in Israel vor dem Ende: Die israelische Regierungskoalition hat nur rund ein Jahr lang gehalten. Das gespaltene Land steht vor der nächsten Zerreißprobe.

Antisemitische Installation wird abgebaut: Nach massiver Kritik wird eine Installation auf der documenta in Kassel abgebaut. Das soll laut Kassels OB noch am Dienstag geschehen.

Kommentar

documenta-Skandal - Von der Kunstfreiheit nicht gedeckt 

von Anne Reidt

Aktuelle Corona-Zahlen und -Grafiken zur Situation in Ihrem Landkreis, zum Stand der Impfungen und zur allgemeinen Lage in Deutschland und weltweit.

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Weitere Schlagzeilen

Ein Lichtblick

Fischern im Kambodscha ist ein Megafang gelungen: Ein Fischer hat im Mekong den größten jemals registrierten Süßwasserfisch der Welt gefangen. Bei dem Tier handele es sich um einen fast vier Meter langen und knapp 300 Kilogramm schweren Riesen-Süßwasserstechrochen. Anders als bisherige Rekord-Tiere wurde der riesige Rochen nicht getötet und verzehrt, sondern mit einem akustischen Peilsender ausgestattet wieder in die Freiheit entlassen.

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Zahlen des Tages

271 Millionen Euro. Die neue Bundesregierung von SPD, Grünen und FDP hat in ihrem ersten halben Jahr Verträge im Wert von mindestens 271 Millionen Euro für externe Beratung und Unterstützung abgeschlossen. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion des Bundestags hervor. Danach wurden vom Amtsantritt der Ampel-Regierung am 8. Dezember 2021 bis zum 31. Mai 305 Verträge abgeschlossen. Spitzenreiter mit 80 Verträge im Wert von 237,5 Millionen Euro ist das Innenministerium, das von der SPD-Politikerin Nancy Faeser geführt wird.

Gesagt

Wir werden dem Westen nie wieder vertrauen.
Kremlsprecher Dmitri Peskow

Vier Monate nach dem Überfall auf die Ukraine hat Russland die Beziehungen zum Westen als langfristig beschädigt bezeichnet. Russland erhebt seit Beginn seines Kriegs gegen die Ukraine immer wieder Vorwürfe gegen westliche Staaten - etwa wegen der militärischen Unterstützung für das angegriffene Land.

Streaming-Tipps für den Feierabend

2003, kurz vor Ausbruch des Irakkriegs, arbeitet Katharine Gun (Keira Knightley) als Übersetzerin beim britischen Geheimdienst. Eines Tages erhält sie ein geheimes Memo, in dem der US-Geheimdienst NSA die britischen Kollegen auffordert, einige Diplomaten des UN-Sicherheitsrats auszuspionieren. Der Grund: Sie sollen ihre Regierungen davon überzeugen, einer UN-Resolution für den Irakkrieg zuzustimmen. Zwei Wochen später taucht das Memo beim "Observer" auf und sofort beginnt die fieberhafte Jagd nach der undichten Stelle.

"Official Secrets" beruht auf dem Fall der britischen Whistleblowerin, die - obwohl unpolitisch und nicht sehr mutig - viel riskierte, um den Irakkrieg zu verhindern.

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Europas Wälder brennen, die Ernte verdorrt. Nach drei Jahren mit extremer Trockenheit und Hitzesommern ist der Boden in vielen Regionen Europas metertief ausgetrocknet. Selbst die Grundwasserspeicher leeren sich dramatisch. Das kannte man bisher nur aus Wüstengebieten. Diese Entwicklung hat drastische Folgen für die Landwirtschaft, die Wälder und unser Leben. Die ZDFinfo-Doku "Dürre in Europa - Die Katastrophe ist hausgemacht" fragt: Welche Schuld tragen wir daran?

Genießen Sie Ihren Abend!

Jan Schneider und das gesamte ZDFheute-Team

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