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Update am Morgen - Wo Journalismus lebensgefährlich ist

Datum:
Andreas Wunn

Guten Morgen,

heute zieht die Organisation "Reporter ohne Grenzen" eine traurige Bilanz. Mindestens 50 Journalistinnen und Journalisten weltweit wurden in diesem Jahr in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet. Die meisten wurden gezielt ermordet, etwa weil sie über Korruption, organisiertes Verbrechen oder Umweltzerstörung berichtet haben. Am gefährlichsten ist die Situation in Mexiko, Irak, Afghanistan, Indien und Pakistan.

Ich habe für das ZDF sechs Jahre lang aus Brasilien berichtet. Ich wurde oft gefragt, ob die Arbeit als Journalist dort gefährlich sei. Meine Antwort war immer dieselbe. Für mich als ausländischer Korrespondent eines großen Senders kaum. Gefährlich kann es für einheimische Journalistinnen und Journalisten werden. Die sich mit ihren Berichten - oft in kleineren Städten und für kleinere Blätter oder Sender - unbeliebt machen. Um dann von korrupten Politikern, mächtigen Kriminellen oder extremistischen Organisationen zum Abschuss freigegeben zu werden. Von den in diesem Jahr getöteten Journalistinnen und Journalisten starben alle außer einem in ihren Heimatländern, so "Reporter ohne Grenzen".

Wo Journalisten um ihr Leben fürchten müssen, herrscht keine Pressefreiheit. Wo keine Pressefreiheit herrscht, ist die Demokratie unter Beschuss. Nicht nur in Südamerika oder Asien - auch bei uns in Europa. Auch bei uns in Europa werden kritische Journalisten getötet, wie unlängst in Malta und der Slowakei. Auch bei uns in Europa greifen Regierungen die Freiheit der Presse an. Im ZDF-Morgenmagazin hatten wir dazu diesen Monat einen Schwerpunkt. Wir berichteten unter anderem aus Polen, Serbien, der Türkei und Russland. [Eine Zusammenfassung der Recherche zur Pressefreiheit finden Sie hier.]

Wir erklären uns solidarisch mit unseren journalistischen Kolleginnen und Kollegen, die wegen ihrer Arbeit um ihren Job oder gar um ihr Leben fürchten müssen. Wir werden ihnen in unserem Programm weiter eine Stimme geben. Das ist unser Versprechen für 2021.

Kommen Sie gut durch den Tag

Andreas Wunn, Leiter und Moderator von ZDF-Morgenmagazin und ZDF-Mittagsmagazin

Was heute noch wichtig ist

Soli fällt ab 2021 für die meisten Steuerpflichtigen weg: Die Bundesregierung feiert sich für "eine der größten Steuersenkungen unserer Geschichte", schreibt Kollege Jan-Ole Kraksdorf. Allerdings profitieren von der Entlastung nicht alle.

Was sich gesetzlich sonst noch alles 2021 ändert, hat Anna-Teresa Kiefer zusammengefasst.

Argentinischer Senat stimmt über Legalisierung von Abtreibungen ab: Der Kongress hat bereits dafür gestimmt, jetzt muss das auch der Senat tun, damit aus dem Vorstoß ein Gesetz werden kann. In Argentinien ist seit 1921 eine Abtreibung nur nach einer Vergewaltigung oder bei Lebensgefahr der Mutter legal. Das Thema wurde in den vergangenen Wochen heftig diskutiert.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 1.672.782 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 20.550 dazu. Insgesamt sind 31.334 Menschen gestorben. (Quelle: Risklayer)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Grafik des Tages

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat erste Daten über die bisherigen Corona-Impfungen veröffentlicht.

Hinweis: Die Zahlen des RKI fallen teilweise geringer aus als in anderen Quellen. So waren es in Nordrhein-Westfalen laut der beiden Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe rund 9.500. [Weitere Zahlen zu den Impfungen finden Sie hier.]

Infografik: Impfungen pro 100.000 Einwohner

Gesagt

Am 5. Januar wollen sich Bund und Länder erneut treffen, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie zu entscheiden. Da bis dahin noch nicht das derzeitige Infektionsgeschehen erkennbar sein würde, geht Braun davon aus, dass der momentan geltende Shutdown verlängert wird. Das sagte er gegenüber RTL.

Infografik: Zitat von Helge Braun

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So wird das Wetter heute

Am Dienstag ziehen bei wechselnder Bewölkung Regen- oder Schneeschauer durch, in den Bergen fällt Schnee. Im Südosten scheint oft die Sonne. Maximal 0 bis 6 Grad.

Vorhersage für Deutschland Dienstag, 29.12.2020
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Elisa Kart

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