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Update am Abend - Das Problem heißt Rassismus

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ZDFheute Update

Guten Abend,

am 19. November 1863 hielt US-Präsident Abraham Lincoln seine berühmte Rede auf dem Schlachtfeld von Gettysburg und definierte damit das demokratische Selbstverständnis der Vereinigten Staaten. Demnach seien alle Menschen der Nation "gleich geschaffen". Dass aber nicht alle Menschen gleich behandelt werden, zeigt erneut der Tod des Schwarzen George Floyd durch Polizeigewalt vergangene Woche.

Leider ist dieser Tod kein Einzelfall: Amerikaner mit schwarzer Hautfarbe sterben fast drei Mal häufiger bei Polizeieinsätzen als Weiße. Dazu kommt, dass es bei 99 Prozent der Tötungsdelikte durch Polizeikräfte nicht zu einer Anklage kommt. Meine Kolleginnen Johanna Sagmeister und Michaela Waldow haben sich auf die Suche nach den Hintergründen dieser Statistiken gemacht: Grund für diese Zahlen sind nicht nur rassistische Polizeibeamte, sondern ist ein strukturelles Problem in der US-Gesellschaft, die Minderheiten schlechter behandelt als Weiße. Ob Corona, Arbeitslosigkeit oder Polizeigewalt: Die, die jetzt auf den Straßen sind und protestieren, wissen, dass sie nicht als "gleich geschaffen" behandelt werden.

Das Lincoln-Memorial in Washington D.C. wird währenddessen von schwer bewaffneten Soldaten bewacht.

Was sonst noch wichtig ist

"Rassismus tief verankert in Gesellschaft": Auch der Amerika-Experte Simon Wendt meint, dass sich etwas "Grundsätzliches" ändern müsse in den USA. Polizeigewalt und Rassismus würden aktuell dem US-amerikanischen System innewohnen.

"Systematischer Rassismus" in den USA: US-Medienexperte Jeff Jarvis sieht auch die Medienlandschaft der USA als großes Problem und nennt den Trump-freundlichen Sender Fox News einen "Propagandakanal". Seine These für die Zukunft: Donald Trump wird der "letzte alte, wütende, faschistische, weiße Mann" in einer Machtposition sein.

Social Media habe "Menschen, die bis jetzt keine Rechte hatten" die Möglichkeit geboten, ihre Stimme zu erheben, so US-Medienexperte Jeff Jarvis über die Proteste in den USA.

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6 min
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Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 184.121 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 380 dazu. Insgesamt sind 8.587 Menschen gestorben. (Stand: 03.06.2020 16:30 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

Grafik des Tages

Deutschland als Fahrradland
Quelle: ZDF

Zahl des Tages

2,813 Millionen
Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Mai

Die Bundesagentur für Arbeit registrierte im Mai 2,813 Millionen Arbeitslose und damit 169.000 mehr als im Vormonat und 577.000 mehr als vor einem Jahr. Etwa jeder fünfte Arbeitslose sei auf die Corona-Pandemie zurückzuführen.

Weitere Schlagzeilen

  • Der Strandurlaub kann kommen: Die Bundesregierung hebt die Reisewarnung für die meisten europäischen Länder ab dem 15. Juni auf. Außenminister Maas mahnt jedoch zur Vorsicht.
  • Hunderte Menschen dicht gedrängt am und im Wasser: Die Schlauchboot-Party in Berlin sorgt für Empörung. SPD-Politiker Lauterbach nennt sie "makaber", Minister Spahn ist besorgt.
  • Nach einiger Kritik hat der Virologe Christian Drosten eine neue Fassung seiner Corona-Studie zur Ansteckungsgefahr von Kindern vorgelegt. An den grundlegenden Aussagen hält er fest.
  • Viele Google-Nutzer beschweren sich, dass der Internetgigant Privatsphäre-Einstellungen missachtet. Nun droht dem US-Konzern eine Sammelklage in Milliardenhöhe.
  • Fotos für einen Pass nehmen Behörden künftig nur noch in digitaler Form an. Die Bürger können jedoch wählen, wo sie sich ablichten lassen wollen.

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Tipps für den Feierabend

Satire ist immer auch eine gehörige Portion Kritik am Ist-Zustand der Welt. Doch wie kritisch sind die Kritiker gerade in der Corona-Krise? Max Uthoff und Claus von Wagner öffnen den Backstagebereich der Anstalt und hören sich an, was ein enttäuschter Ex-Zuschauer (gespielt von Max Uthoff) zu sagen hat.

Gemeinsam mit ihren Gästen Tahnee, Horst Evers und Martin Zingsheim wollen sie Stimme sein für "Ungehörtes und Unerhörtes".

Beitragslänge:
46 min
Datum:

Das Verbrechergenie "Dr. Mabuse" verbinden viele mit den Erinnerung an frühe Filmerfolge des Regisseurs Fritz Lang. Vier der Gangstergeschichten sind jetzt nochmal in der ZDF Mediathek zu sehen. Empfehlung für Einsteiger: Im Stahlnetz des Dr. Mabuse.

Genießen Sie Ihren Abend!

Jan Schneider und das gesamte ZDFheute-Team

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