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Update am Abend - Hobbyfilmer entdeckt Seilbahn-Manipulation

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ZDFheute Update

Guten Abend,

Unglücke wie der Absturz einer Seilbahngondel am Lago Maggiore an Pfingstsonntag sind immer schrecklich. 14 Menschen starben. Der einzige Überlebende - ein fünfjähriger Junge - verlor dabei seine Eltern, seinen Bruder und seine Urgroßeltern. Noch schlimmer werden solche Unglücke, wenn sie aufgrund von kriminellen Handlungen passieren.

Recht schnell nach dem Absturz bestand der Verdacht, dass die Notbremse mit einer als "forchetta" oder "Gabel" bekannten Vorrichtung außer Kraft gesetzt worden war, um Unregelmäßigkeiten im Fahrplan zu verhindern. Ein mögliches Motiv für die Manipulation war laut Medien, dass die Betreiber nach der langen Corona-Zwangspause die Seilbahn um jeden Preis am Laufen halten wollten.

Doch Recherchen des ZDF legen nahe, dass das Unglück auch vor der Corona-Pandemie hätte passieren können. Videoaufnahmen des Schweizer Hobbyfilmers Michael Meier zeigen, dass die "Gabel" bereits 2014 im Regelbetrieb der Seilbahn eingesetzt wurde:

Mir ist dann aufgefallen, dass auf diesen Fotos diese Forchettone, wie sie in den italienischen Medien breitgetreten werden, schon zu sehen sind. Also schon im Jahr 2014 wurden diese Forchettone mit Personen in der Kabine eingesetzt.
Michael Meier

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Jahrelang hat Meier in der Seilbahnbranche gearbeitet. Privat sind die Bahnen und ihre Technik auch jetzt noch seine Leidenschaft. Wo es geht, filmt er die Anlagen, hat ein riesiges Archiv.

Was ihn aber seit dem Unglück nicht loslässt: Hätte er den Einsatz der Gabeln früher bemerkt, hätte er es melden und so vielleicht die Tragödie verhindern können.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 3.690.535 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 4.290 dazu. Insgesamt sind 89.256 Menschen gestorben. (Quelle: Risklayer)

Bisher wurden in Deutschland 35.755.407 Menschen einfach gegen das Coronavirus geimpft, 14.615.052 Menschen erhielten die Zweitimpfung. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht. (Quelle: RKI)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Ungewöhnliches Wetter nicht ausgeschlossen: Wie das Wetter im Sommer wird, können Meteorologen zum Sommeranfang nicht beantworten. Doch trotz regnerischem Frühling ist klar: Die Klimakrise wird sich fortsetzen, schreibt unser Wetterexperte Özden Terli.

Verbraucherpreise steigen weiter: Die Preise steigen. Das spüren Verbraucher etwa beim Tanken oder wenn Sie sich einen Frisörtermin gönnen. In Deutschland lag die Inflation im Mai bei 2,5 Prozent. Das ist der stärkste Anstieg seit fast zehn Jahren und setzt damit auch die Zentralbank unter Druck.

"Abheben" könnte bald teurer werden: Extrem günstige Flüge könnten bald Geschichte sein. Bundesfinanzminister Scholz plädiert für einen Mindestpreis für Flugtickets. Die Lufthansa begrüßt den Vorstoß – aus gutem Grund, schreibt Sina Mainitz aus dem ZDF-Börsenstudio.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Grafik des Tages

Die Varianten des Corona-Virus bekommen neue Namen. Sie sollen künftig nach den Buchstaben des griechischen Alphabets benannt werden, um eine Stigmatisierung der Länder zu vermeiden, in denen sie erstmals aufgetaucht sind. 

WHO benennt Coronavarianten um

Story des Tages

Seit 60 Jahre gibt es die "Anti-Baby-Pille" in Deutschland: Mittlerweile ist sie das beliebteste Verhütungsmittel bei Erwachsenen. Weltweit sieht es anders aus - unsere Story beschreibt das Nutzverhalten und Nebenwirkungen der Pille: 

Zu sehen ist eine Antibaby-Pillen-Packung.

Nachrichten | Panorama - 60 Jahre Pille: Über Nutzen & Nebenwirkungen  

Hier klicken, um die Story zu starten.

Ein Lichtblick

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Gefahrenlage für Deutschland von "sehr hoch" auf "hoch" heruntergestuft. "Die Lage wird besser, sie wird deutlich besser, aber wir sind noch mitten in dieser Pandemie", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei der wöchentlichen Pressekonferenz zur Lage der Pandemie in Berlin. Für weitere Öffnungsschritte in Deutschland sind nach Einschätzung von RKI-Chef Lothar Wieler aber noch mehr Impfungen nötig.

Zahl des Tages

84.000. So viel weniger Menschen waren im Mai arbeitslos im Vergleich zum Vormonat April. Nach Angaben der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit waren im Mai 2,687 Millionen Menschen ohne Job. Das sind 126.000 weniger als im Mai 2020. Der Mai 2020 gilt als einer der am stärksten von der Corona-Problematik betroffenen Monate.

Logo der Bundesagentur für Arbeit. Archivbild

Arbeitsmarkt - Zahl der Arbeitslosen sinkt im Mai um 84.000 

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai unter die Marke von 2,7 Millionen gesunken. Die Folgen der Corona-Krise am Arbeitsmarkt werden "etwas kleiner", sagte BA-Chef Scheele.

Gesagt

Auch wenn Kinder und Jugendliche ein vermindertes Risiko an schweren Krankheitsverläufen bei Covid-19 haben, gibt es diese Gefahr. Darauf hat der Schulbetrieb Rücksicht zu nehmen, solange nicht alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit zur Impfung hatten.
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Lehrerverbandes

Millionen Schüler hätten inzwischen schon "sehr große Lücken, die sie in der Regel alleine nicht mehr aufholen können". Ob Schulen öffnen oder schließen, soll trotzdem weiterhin von den Corona-Ansteckungszahlen abhängig sein, fordert der Lehrerverband.

Weitere Schlagzeilen

Streaming-Tipps für den Feierabend

"Mobile Health" und Hightechdiagnostik versprechen uns für die Zukunft ein gesünderes und langes Leben. Weltweit wollen Forschende krankhafte Veränderungen früher als bisher und mit weniger Risiken entdecken. Aber wollen wir tatsächlich alles wissen? Harald Lesch zeigt in "Gesunde Kranke? Im Netz der Diagnostik", was Hightechdiagnostik heute bereits leisten kann und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt.

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Mehr als 30 Jahre regierte Muammar al-Gaddafi in Libyen als Diktator. Sein Vermögen wird auf 150 Milliarden Dollar geschätzt. Doch nach seinem Tod 2011 scheint das Geld verschwunden. Zwei Journalisten verfolgen in "Die Jagd nach Gaddafis Milliarden" die Spur eines mysteriösen Bargeldbetrags in Höhe von 12,5 Milliarden Dollar, den Flugzeuge nachts von Libyen nach Südafrika brachten - kurz vor Gaddafis Tod. Eine Information, die einen kontinentalen Goldrausch auslöst.

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Stärke, Selbstsicherheit, Dominanz: Seit fast einem Jahrhundert zeigt uns das Kino seine Interpretation von Maskulinität. Bond, Rocky und Rambo verkörpern Rollenbilder, die vom Zeitgeist beeinflusst wurden, den Zeitgeist umgekehrt aber auch mitbestimmten. Der Dokumentarfilm "Real Men" hinterfragt den Einfluss dieses Männlichkeitsbildes auf gesellschaftliche und politische Strukturen.

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Jan Schneider und das gesamte ZDFheute-Team.

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