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Update am Morgen - Privat vor Start - Zurück auf Staat

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Wulf Schmiese
Wulf Schmiese

Guten Morgen,

auf zu neuen Welten - das sollte das Motto der Nacht sein. Während Deutschland gestern zu Bett ging, wollten zwei Erdlinge ins All sausen und dort Anschluss suchen. Etwa 400 Kilometer über uns sollten sie dann heute Abend hinüberklettern in die Raumstation ISS, dem größten außerirdischen Bauwerk der Menschheit.

Über Florida jedoch hingen die Wolken zu dicht. Der Start wurde abgebrochen, als die beiden Amerikaner schon in ihrer Raumkapsel saßen. Nun soll am Samstag Geschichte geschrieben werden. Personalwechsel sind da oben zwar längst Routine; seit zwanzig Jahren ist die ISS dauerhaft von Menschen bewohnt.

Der Start der Falcon9-Rakete ist abgebrochen worden.

Historischer Flug zu ISS - Bemannter SpaceX-Flug kurz vor Start gestoppt 

Er war mit großer Spannung erwartet worden, doch in letzte Minute wurde der bemannte SpaceX-Flug abgesagt - wegen schlechten Wetters. Am Samstag könnte es einen neuen Anlauf geben.

Doch das erste Mal in der Geschichte werden Astronauten dorthin gebracht von einem Privatunternehmen: SpaceX, dem Raumfahrtkonzern von Tesla-Tüftler Elon Musk. Er, wie auch weitere Unternehmer, sehen das als Geschäftsidee, Satelliten im Orbit zu installieren, Material und Menschen Richtung Mars zu fliegen. Der staatlichen NASA war das nämlich zu teuer geworden, weshalb sie vor neun Jahren ihr "Space Shuttle"-Programm einmottete und heute heilfroh ist, nur noch den Weltraumbahnhof stellen zu müssen.

Verkehrte Welt im All. Privat vor Staat. Während es auf Erden derzeit genau andersherum läuft. Zurück auf Staat. Eine Dreiviertel Billionen will die EU-Kommission zur Rettung der Corona-geschwächten Mitgliedsländer aufnehmen. Überall müssen Regierungen Konzerne retten. Was gar nicht so einfach ist, wie wir bei der Lufthansa sehen. Die will nun doch erstmal verzichten auf neun Milliarden Staatshilfe, weil sie fürchtet, dann ein paar Start- und Landerechte abgeben zu müssen.

Ob ISS, EU oder LH, wir werden berichten.

Einen schönen Tag und viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Ihnen

Wulf Schmiese, Leiter "heute journal"

P.S.: "Reise ins Ungewisse" ist heute Abend das Thema bei Maybrit Illner: "Wie gefährlich wird der Urlaub?" Nicht unter den Gästen: Elon Musks Astronauten.

Was heute noch wichtig ist

  • Lockerungen - Merkel is watching you: Auf Abstandsregeln, Maskenpflicht und Notbremse konnten sich Bund und Länder noch einigen. Künftig wollen Sie sich in der Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht mehr ständig abstimmen. Kanzlerin Merkel werde sich "Leidenschaftlich" anschauen, ob das reicht.
  • Was Sie zum Urlaub trotz Corona wissen müssen: Soll ich im Sommer lieber eine Pauschal- oder Individualreise buchen? Kann ich stornieren, auch wenn die Reisewarnungen aufgehoben werden? Worauf sollte ich bei Reise-Angeboten achten? Reiserechtsexperte Kay Rodegra hat die Antworten.
  • Die Angst vor der Wut der Mitmenschen: Sie haben Corona überlebt und dennoch ist die Freude getrübt: Die Beschimpfungen auf offener Straße, Hassmails und Nachbarn, die auf Distanz gingen, sind nicht vergessen. Das Stigma Corona bleibt.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 181.524 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 490 dazu. Insgesamt sind 8.428 Menschen gestorben. (Stand: 28.05.2020 05:59 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

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Grafik des Tages

Deutschland und die Frauenquote in Unternehemen
Quelle: ZDF

Anderswo interessant

Über die Berichterstattung der "Bild" über eine Studio von Virologe Cristian Drosten hatten wir ja schon am Dienstag berichtet. Der Streit hat nun auch wirtschaftliche Konsequenzen für die Boulevardzeitung: Der AOK-Bundesverband schaltet keine Anzeigen mehr. Die Berichterstattung sei "eine Schande und hat mit Journalismus nichts zu tun", schreibt der Geschäftsführer. t-online hat die Details zusammengetragen.

Weitere Schlagzeilen

  • Trotz der Corona-Pandemie soll die Frankfurter Buchmesse noch in diesem Herbst stattfinden. Die Bücherschau soll vom 14. bis 18. Oktober auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden.
  • In den USA sind mittlerweile mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Kein Land der Erde ist von der Pandemie schwerer getroffen.

Die Nachrichten im Video

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So wird das Wetter heute

Am Donnerstag regnet es anfangs im Südosten. Sonst gibt es viel Sonne. Nachmittags bilden sich von der Neiße bis zu den Alpen Quellwolken und einzelne Schauer und Gewitter. Die Temperaturen steigen auf 15 bis 24 Grad.

Wettervorhersage für den 28. Mai 2020
Quelle: ZDF
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