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22:45 Uhr, letzte Runde

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Update am Abend - 22:45 Uhr, letzte Runde

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ZDFheute Update

Guten Abend,

Corona wird zur Zeitreise in die Vergangenheit: Ab heute gelten in Berlin und Frankfurt wieder Sperrstunden. In der Hauptstadt müssen Restaurants, Kneipen, Spätis und Co. um Mitternacht dicht machen, ab morgen um 23 Uhr. In Frankfurt ist schon heute ab 23 Uhr Schluss. Beim Nachbar Offenbach gilt die gleiche Sperrzeit. Weitere Städte könnten folgen: Kanzlerin Merkel kündigte nach einer Video-Konferenz mit den Oberbürgermeistern der elf größten Städte eine Reihe möglicher Maßnahmen für Corona-Hotspots an - Maskenpflicht im Freien, Beschränkungen für private Feiern und eben die Sperrstunde.

Dabei sind die Deutschen seit mindestens zehn Jahren gewohnt, die Nächte durchfeiern zu können. Viele Länder reduzierten die Sperrstunde 2010 auf eine Putzstunde. In West-Berlin gibt es schon seit 1949 keine Polizeistunde mehr - "Kreuzberger Nächte sind lang" wurde zur inoffiziellen Hymne der Stadt.

Eine Tafel mit der Aufschrift "2020 - Das Jahr, in dem meine Hände mehr Alkohol abbekommen als meine Leber".
Galgenhumor eines Gastronomen angesichts der neuen Sperrstunde.
Quelle: dpa

Doch jetzt steigen die Corona-Zahlen vor allem in den Großstädten stark (sehen Sie hier, welche besonders betroffen sind und wie die Städte darauf reagieren). Das liege vor allem an Feiern, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. Er appellierte an die 20- bis 40-Jährigen, sich an die Regeln zu halten. "Wir müssen vermeiden, dass Berlin zum neuen Ischgl wird", betonte auch Gerd Landsberg, Chef des Städte- und Gemeindebunds im ZDF-Morgenmagazin.

Daher also: Letzte Runde gegen 22:45 Uhr. Das mag sich anfühlen wie vor Jahrzehnten, ist aber erst ein paar Monate her. Im Frühsommer galten auch noch Sperrstunden. Nur fiel das nicht so auf, weil die Kneipen vorher wochenlang ganz zu hatten.

Gesagt

Zitat Angela Merkel: "Alles wird zurückkommen: feiern, ausgehen, Spaß ohne Corona-Regeln. Jetzt aber zählt etwas Anderes: Achtsamkeit und Zusammenhalt."
Quelle: ZDF

Ausführlich informiert

Was nutzen Sperrstunde und Co.? Darum geht es ab 20:30 Uhr in einem ZDFheute live. Dort kommen der Neuköllner Bürgermeister Martin Hikel und junge Menschen in Frankfurt zu Wort.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 317.926 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 2.910 dazu. Insgesamt sind 9.595 Menschen gestorben. (Stand: 9.10.2020 15:23 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Friedensnobelpreis für Welternährungsprogramm: Die UN-Organisation werde unter anderem für ihre Bemühungen im Kampf gegen den Hunger sowie ihren Beitrag zur Verbesserung der Friedensbedingungen in Konfliktgebieten ausgezeichnet, teilte das norwegische Nobelkomitee mit. Als größte humanitäre Organisation weltweit versorgte das Welternährungsprogramm 2019 fast 100 Millionen Menschen in 88 Ländern mit Lebensmitteln.

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Hohe Zustimmung zu Corona-Maßnahmen: 64 Prozent der Deutschen finden die aktuell geltenden staatlichen Schutzmaßnahmen gerade richtig, 12 Prozent halten sie für übertrieben, 23 sind für noch weitreichendere Regeln. Das zeigt das ZDF-Politbarometer. Und mehr als drei Viertel erwarten, dass es bei stark steigenden Infektionszahlen im Herbst und Winter auch wieder zu deutlich stärkeren Einschränkungen kommen wird.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Weitere Schlagzeilen

Anderswo interessant

Vor Corona war Mai Thi Nguyen-Kim der festen Überzeugung: "Wir brauchen mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Medien - für mehr wissenschaftliche Aufklärung!" Doch jetzt findet die Wissenschaftsjournalistin, die für funk den Youtube-Kanal maiLab betreibt, dass mehr Wissenschaftler nur für mehr Verwirrung sorgen. "Was wir zuerst brauchen, ist eine Qualitätskontrolle der Wissenschaftskommunikation", erklärt sie in ihrem aktuellen Video.

Streaming-Tipps für den Feierabend

Dorftyrann Mike verbreitet in einer kleinen Gemeinde Angst und Schrecken. Keiner ist vor ihm sicher, bis eine Gruppe Dorfbewohner sich entschließt, das Problem selbst in die Hand zu nehmen. Die dänisch-deutsche Krimiserie "Killing Mike" ist "dunkel und düster", die Schauspieler "ausnahmslos erstklassig", urteilt der "Tagesspiegel". "'Killing Mike' dürfte mithin zum Feinsten zählen, was in jüngster Zeit den Serien-Bildschirm erblickt hat." (Acht Folgen von je knapp 60 Minuten, nach Altersprüfung jederzeit in der Mediathek und heute ab 22:40 Uhr auf ZDFneo.)

Sehen sie hier die erste Folge von "Killing Mike".

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Triathletin Anne Haug wollte morgen ihren Weltmeistertitel von 2019 verteidigen, aber der Ironman auf Hawaii wurde ins kommende Jahr verschoben. Über ihr ungewöhnliches Schwimmtraining, ihre Entlastungstage, die bei anderen Leistungssport wären, und ihr Getriebensein, das sie selbst manchmal stört, berichtet Anne Haug im Sportstudio-Podcast.

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