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Update am Morgen - Die Angst vor dem Blackout

Datum:
Ilka Brecht

Guten Morgen,

in Katastrophenfilmen kommt das Szenario immer wieder vor: Ein großflächiger Stromausfall legt das öffentliche Leben lahm, nichts geht mehr - kein Licht, keine Heizung, kein Telefon, die Menschen geraten in Panik. In der Realität ist so etwas hierzulande kaum zu fürchten, denn bei der Sicherheit des Stromnetzes belegt Deutschland weltweit einen Spitzenplatz. Aber das Münsterland ist eine Mahnung. Zur Erinnerung: Fast auf den Tag genau vor 15 Jahren, am 25. November 2005, sorgten dort tonnenschwere Schneemassen und Sturmböen dafür, dass Leitungen vereisten und Strommasten umknickten wie Streichhölzer. Rund 250.000 Menschen lebten tagelang im Dunkeln und saßen in der Kälte.

Wenn noch größere Regionen noch länger betroffen wären, könnte noch viel mehr passieren. "Ein Kollaps der gesamten Gesellschaft wäre kaum zu verhindern“, heißt es in einem Bericht des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2011. Der Bericht hält auch fest, wie der Katastrophenschutz verbessert werden könnte - oder vielmehr: müsste! Aber auch 15 Jahre nach dem Münsterländer Stromausfall - übrigens dem größten in der Geschichte der Bundesrepublik - und neun Jahre nach dem Bericht des Bundestages sehen Energieexperten Deutschland noch immer unzureichend auf einen großflächigen Blackout vorbereitet. Frontal21 berichtet heute Abend, um 21 Uhr, über den Katastrophenschutz in der Theorie - und die Mängel in der Praxis.

Archiv: Vereiste und umgeknickte Stromleitungen in Folge eines Schneesturms  im Münsterland, 2005

Katastrophenszenario -
Sind wir auf bundesweiten Blackout vorbereitet?
 

Was passiert, wenn der Strom stundenlang ausfällt? Deutschland ist auf so ein Szenario kaum vorbereitet. Ein Bericht zeigt: Ein landesweiter Blackout hätte verheerende Folgen.

von Jörg Göbel und Felix Klauser

Offenkundig krankt die Vorsorge an einem grundsätzlichen Problem. Die Politik müsste viel Geld ausgeben für einen Katastrophenfall, der höchstwahrscheinlich und hoffentlich nie eintritt - und setzt dann andere Prioritäten. Das gab es schonmal. Im Jahr 2005, also lange vor Corona, ließ das Bundesgesundheitsministerium untersuchen, was passieren würde, wenn ein neues Virus sich gefährlich schnell verbreitet. Die Pandemievorsorgepläne blieben Papier.

Einen schönen Tag und viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Ihnen
Ilka Brecht, Moderatorin und Leiterin des ZDF-Magazins Frontal 21

Was heute noch wichtig ist

Trump leitet Übergabeprozess an Biden ein
US-Präsident Trump ruft sein Team zur Kooperation mit Biden auf. Damit leitet der scheidende Präsident den Prozess zur Amtsübergabe an seinen Nachfolger ein.

Radikalisierung und Normalisierung - Pressekonferenz:
Wie die Gefahr durch Antisemitismus und die "Corona-Leugner-Szene" wächst. Mit dabei: Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, Anetta Kahane, die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung und SPD-Vize-Vorsitzender Kevin Kühnert.

Die Spielwarenbranche zieht "Corona-Bilanz":
Wie hat sich er Lockdown im Spielwarenhandel bemerkbar gemacht- wie geht es weiter und was liegt unterm Weichnachtsbaum?

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 946.822 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 18.490 dazu. Insgesamt sind 14.277 Menschen gestorben. (Stand: 24.11.2020 5:27 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

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Ausführlich informiert

Alternative Corona-Strategie? Wissenschaftler um den Medizinprofessor Schrappe fordern einen Kurswechsel in der Corona-Pandemie. Sie kritisieren die aktuelle Strategie und wollen mehr Schutz für Risikogruppen. Thema in unserem aktuellen ZDFheute live.

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Familien und Corona - Was brauchen Familien jetzt? Zur Corona-Zeit sicher im Bus unterwegs? - UV-Licht-Einsatz im ÖPNV. Zwei Themen in der aktuellen Ausgabe von WISO.

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Grafik des Tages

Grafische Übersicht, welcher Corona-Impfstoff sich in welchem Land in welcher "Zulassungsphase" befindet.

FAQ des Tages

Deutschland hat sich dem Bundesgesundheitsministerium zufolge rund 23 Millionen Schnelltests auf das Coronavirus gesichert. Die Verfügbarkeit dieser Tests steige aber schnell, sagt eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Schnelltests hätten den Vorteil, dass kein Labor dafür nötig sei. Allerdings brauche es trotzdem geschultes Personal. Was bringen Schnelltests im Corona-Winter? Schauen Sie rein bei ZDFheute auf Instagram.

Weihnachtlich geschmückte Wohnung. Zu lesen die Überschrift: "Was bringen Schnelltests im Corona-Winter?"

Weitere Schlagzeilen

  • "Querdenker": Söder will Vernetzung mit der AfD beleuchten: Aus Sicht von CSU-Chef Markus Söder sollten die Sicherheitsbehörden die Vernetzung zwischen AfD und der sogenannten Querdenker-Bewegung besser ausleuchten.
  • Prozess gegen Sarkozy unterbrochen: Ein Ex-Präsident vor Gericht - das ist in Frankreich eine Sensation. Gegen Nicolas Sarkozy werden Korruptionsvorwürfe erhoben. Droht wegen der Corona-Pandemie eine Verschiebung?
  • Thema "selbstbestimmtes Sterben": Der Landesbischof von Hannover Meister fordert eine offene Diskussion über Sterbehilfe innerhalb der Kirche. Es solle befreit von "alten, zwingenden Ordnungen" debattiert werden.
  • Karl Dall ist tot: Der Komiker starb im Alter von 79 Jahren. Dall hat sich nach Angaben seiner Familie von einem Schlaganfall, den er vor zwölf Tagen erlitten hatte, nicht mehr erholt.
Portrait von Karl Dall

Ein Lichtblick

Ein Schultümpel mit Molchen und Enten – aber auf dem Dach! Wie eine polnische Schule mit einem Sumpfdach das Klima schützen will.

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Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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So wird das Wetter heute

Am Dienstag ist es zum Teil den ganzen Tag neblig-trübe oder bedeckt. Vor allem im Bergland und an den Nordrändern der Mittelgebirge kann sich aber auch länger die Sonne zeigen. Die Höchsttemperaturen erreichen 2 bis 11 Grad.

Am Dienstag ist es zum Teil den ganzen Tag neblig-trübe oder bedeckt. Vor allem im Bergland und an den Nordrändern der Mittelgebirge kann sich aber auch länger die Sonne zeigen. Die Höchsttemperaturen erreichen 2 bis 11 Grad.

Zusammengestellt von Andreas Kronhart

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