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Update am Abend - Wenn Olympia-Athleten fliehen müssen

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ZDFheute Update

Guten Abend,

es ist der vermutlich größte Skandal der aktuellen Olympischen Spiele von Tokio: Die belarussische Olympia-Teilnehmerin Kristina Timanowskaja befürchtet nach Kritik an belarussischen Sportfunktionären Repressalien in ihrem Heimatland und startet einen Fluchtversuch. Aus Tokio landet sie am Nachmittag in Wien, ihr Flug wird international gebannt verfolgt. Ihr Fall ist nicht der einzige, auch andere belarussische Sportlerinnen und Sportler wollen nach ähnlichen Zwischenfällen nicht zurück nach Belarus. Timanowskajas Fall ist jedoch der prominenteste.

Was war eigentlich passiert? Timanowskaja hätte am Montag im Vorlauf über 200 Meter antreten sollen. Doch dann kommt alles anders: Laut "Bild" kritisiert die 24-Jährige im Vorfeld, "dass unsere Chef-Trainer über das Staffellauf-Team entschieden haben, ohne sich mit den Sportlern zu beraten".

Kristina Timanowskaja am 04.08.2021 in Wiene
Quelle: dpa

Kurz darauf vermeldet das Belarussische Olympische Komitee, dass die Athletin nicht mehr an den Spielen teilnehme. Angeblicher Grund: ihre "emotional-psychische Verfassung".

Für Timanowskaja eine "Lüge". Dem Radiosender Euroradio sagt sie: "Sie haben mir einfach gesagt, meine Sachen zu packen und nach Hause zu fliegen." Genau das tut Timanowskaja aber nicht. Stattdessen wendet sie sich an die japanischen Behörden am Flughafen, erhält ein humanitäres Visum von Polen.

Dorthin ist sie jetzt auch unterwegs. Timanowskaja werde am Flughafen in Wien vom österreichischen Außenministerium begleitet, für ihre Sicherheit sei gesorgt. Weiter soll es nach Warschau gehen, doch noch ist die 24-Jährige nicht am Ziel.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet heute 3.571 Neuinfektionen, die Inzidenz liegt bei 18,5. Unsere Karte zeigt, wie es in Ihrem Landkreis aussieht.

In Deutschland sind bisher 62 Prozent mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. 53 Prozent sind vollständig geimpft. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Deutschland und Frankreich sagen Libanon Hilfe zu: Ein Jahr nach der Explosionskatastrophe in Beirut hat Deutschland bei einer neuen Geberkonferenz 40 Millionen Euro Unterstützung versprochen, die Regierung in Paris steuert 100 Millionen Euro bei.

"Das hat mit Infektionsschutz nichts zu tun": Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki kritisiert ein mögliches Ende der kostenlosen Corona-Tests in Deutschland. Die Pläne des Gesundheitsministeriums dienen seiner Ansicht nach lediglich "der Erziehung der Bevölkerung".

Insolvenzantragspflicht für Unternehmen wird ausgesetzt: Firmen, die wegen der Flut in Schieflage geraten sind, sollen bis Ende Oktober keinen Insolvenzantrag stellen müssen. Das hat das Bundeskabinett beschlossen. Der Bundestag muss die Änderungen aber noch beschließen.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Alles zu den Olympischen Spielen

Die Höhepunkte des 12. Wettkampftages haben wir hier im Video zusammengefasst:

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7 min
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Zahl des Tages

22,6 Millionen - so viele Menschen haben in Deutschland 2020 auf ihrem Smartphone gespielt und dafür oft zusätzliches Geld ausgegeben, teilt der Game-Verband mit. Damit baut das Smartphone seinen Vorsprung als beliebteste Spieleplattform aus.

Streaming-Tipps für den Feierabend

Musik-Streaming ist aus unserem Alltag eigentlich kaum mehr wegzudenken. Aber wussten Sie, dass Musikerinnen und Musiker durch das System kaum profitieren? Auch unter Stars wie Peter Maffey regt sich Widerstand: "Also in technischer Hinsicht ist das, was da etabliert wurde, ein Meisterwerk. Es ist nur geradezu geschaffen, Künstler auszubeuten." "ZDFzoom" zeigt heute in der Doku "Kampf um Klicks - Wer kassiert beim Musik-Streaming?" um 23 Uhr im ZDF, wie viel Geld die Plattformen und Labels kassieren. Der Film ist bereits vorab in der Mediathek abrufbar.

Peter Maffey hat zum Thema auch einen Gastkommentar für ZDFheute geschrieben. Hier können Sie ihn lesen: "Desaster für viele Künstler-Wohin fließt das Geld aus dem Musikstreaming?"

Musikstreaming boomt. Doch die meisten Musiker*innen haben fast nichts davon. Nur wer Millionen von Klicks bekommt, verdient gut. Das führt zu einem Klick-Kampf – auch mit unfairen Mitteln.

Beitragslänge:
29 min
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Für die 32-jährige Petrunya läuft es beruflich gar nicht gut. In der Jobsuche kommt sie nicht voran, ist frustriert. Dann trifft sie auf eine orthodoxe Prozession am Dreikönigstag, an dem junge Männer nach einem gesegneten Kreuz in einem Fluss tauchen. Wer es findet, dem sind Glück, Freude und Wohlstand sicher. Kurzer Hand springt Petrunya hinterher - und fischt das Kreuz vom Flussbett. Doch dann bricht buchstäblich die Hölle los, ihre Heldentat gilt als waschechter Skandal. Den Spielfilm "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" hier ansehen: (94 Minuten)

Genießen Sie Ihren Abend!

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