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Update am Morgen - Amokfahrt in Trier: Wenn es die Heimat trifft

Datum:
Andreas Wunn

Guten Morgen,

Jeden Tag bekomme ich Eilmeldungen auf mein Handy geschickt. Aber die gestern sind anders. Um 14:47 Uhr meldet die ZDFheute: "Trier: Auto fährt in Fußgängerzone mehrere Menschen an - Mindestens zwei Tote."

Schnell eine WhatsApp an meine Mutter. Es geht ihr gut. Aber sie war drei Stunden vorher noch in der Fußgängerzone, genau dort, wo es passiert ist. Schnell bei einem Freund nachgefragt. Alles in Ordnung. Aber seine Nachbarin konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite vor dem Amokfahrer retten.

Nachrichten - auch schlimme - sind unser tägliches Geschäft. Doch gestern sitze ich in der Moma-Redaktion in Berlin und bin angefasst. Ich bin in Trier aufgewachsen. Auf den Handyvideos, die schnell kursieren, erkenne ich viele Ecken. Ich kenne die Straßennamen. Der Moselakzent der schockierten Augenzeugen ist mir vertraut. Es hat meine Heimat getroffen.

Als ich noch in Trier wohnte, wollte ich immer nur weg. Raus in die Welt. Bin ich auch, direkt nach dem Abitur. Irgendwann habe ich festgestellt, dass mir das Wort Heimat doch etwas bedeutet. Je weiter und länger ich weg war, desto wichtiger wurde dieses Wort für mich.

Dass wir im ZDF-Morgenmagazin aus Trier berichten, kommt nicht oft vor. Heute früh müssen wir. Fünf Tote nach der Amokfahrt, mehr als ein Dutzend Verletzte und Schwerverletzte. Der mutmaßliche Täter ist gefasst. Er ist ein 51-Jähriger aus der Gegend, es werden psychische Probleme vermutet. Für seine Tat brauchte er nur vier Minuten. Von der Basilika fuhr er Richtung Kornmarkt, dann rechts in die Fußgängerzone, über den Hauptmarkt bis zur Porta Nigra. Er fuhr zickzack und schnell. 

Irgendwie fühlt es sich anders an, wenn es die Heimat trifft.

Kommen Sie gut durch den Tag

Andreas Wunn, Leiter und Moderator von ZDF-Morgenmagazin und ZDF-Mittagsmagazin

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Was heute noch wichtig ist

Urteile gegen Hongkonger Demokratie-Aktivist*innen erwartet: Joshua Wong, Ivan Lam und Agnes Chow droht eine mehrjährige Haftstrafe. Sie sind wegen einer unerlaubten Protestkundgebung vor der Hongkonger Polizeizentrale im Juni 2019 angeklagt. In der vergangenen Woche hatten sie sich bereits schuldig bekannt. Das Urteil soll gegen 7.30 Uhr deutscher Zeit fallen - wir werden berichten.

Imfpstoff-Erfolg ist "Weg raus aus der Pandemie": Das bekräftigt Bundesgesundheitsminister Spahn im Interview mit dem ZDF heute journal. Er appellierte noch einmal an die Impfbereitschaft der Bevölkerung. Impfen sei eine der größten Errungenschaften der Menschheit, so Spahn. Das ganze Interview im Video:

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Bundesweite Sudie zum Thema Cybermobbing: Das Bündnis gegen Cybermobbing und die Techniker Krankenkasse haben zwischen März und Oktober diesen Jahres mehr als 6.000 Lehrkräfte, Schüler*innen und Eltern befragen lassen. Die Studie "Cyberlife III - Spannungsfeld zwischen Faszination und Gefahr" soll aufzeigen, wie sich das Thema Cybermobbing in den vergangenen Jahren entwickelt hat - und wie sich die Corona-Krise und Homeschooling auf Cybermobbing in der Schule auswirken. Am späten Vormittag wird die Studie vorgestellt.

Kekulé dementiert Interpretation von China: Aussagen des Virologen wurden von China dahingehend ausgelegt, dass das Coronavirus sich gar nicht aus Wuhan ausgebreitet habe. Kekulé widerspricht nun vehement.

Ehemaliger AfD-Landeschef packt aus: Marcus Pretzell war Chef der AfD in NRW, bevor er die Partei im Streit verließ. Gegenüber Frontal 21 spricht er nun erstmals über seine Kontakte zur Schweizer Werbeagentur Goal AG. Die Firma spielte eine Schlüsselrolle bei den illegalen Parteispenden, für die die AfD bisher 900.000 Euro an Bußgeldern zahlen musste.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 1.085.732 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 17.590 dazu. Insgesamt sind 17.177 Menschen gestorben. (Quellen: Risklayer, Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Story des Tages

Vor 25 Jahren sorgte die Rechtschreibreform für viel Unmut. Heute bräuchte es so eine Reform nicht mehr, sagt der Rat für deutsche Rechtschreibung. Die Sprache verändert sich trotzdem - und zwar noch schneller als früher, wie unsere Tap-Story (hätten Sie vor zehn Jahren gedacht, dieses Wort mal zu lesen?) zeigt:

Ein Mann spricht. Es ensteht ein Buchstabensalat. Visualisierung Buchstaben in der Luft.

Nachrichten | Panorama - Warum sich unsere Sprache schneller verändert 

Hier klicken, um die interaktive Story zu starten.

Zahlen des Tages

Heute ist der Internationale Tag zur Abschaffung zur Sklaverei. Warum der immer noch wichtig ist, zeigen diese Zahlen:

  • Im Jahr 2016 waren schätzungsweise 40,3 Millionen Menschen moderne Sklav*innen, 24,9 Millionen davon in Zwangsarbeit, 15,4 Millionen in Zwangsheirat.
  • Auf 1.000 Menschen weltweit kommen 5,4 moderne Sklav*innen.
  • Jedes vierte Opfer der modernen Sklaverei ist ein Kind.
  • Frauen und Mädchen sind überproportional betroffen. Sie machen 99 Prozent der Betroffenen in der kommerziellen Sexindustrie aus und 58 Prozent in den anderen Bereichen.

Nach Serbien und Polen blickt das ZDF-Morgenmagazin heute in einem Schwerpunkt zum Thema Pressefreiheit auf die Lage in der Türkei. Das Land liegt in der Rangliste der Pressefreiheit aktuell auf Platz 154 - von 180 Staaten. Dutzende Journalist*innen sitzen derzeit in der Türkei teilweise ohne rechtsstaatliches Verfahren in Haft, so die Organisation "Reporter ohne Grenzen".

Die Türkei liegt in der Rangliste der Pressefreiheit aktuell auf Platz 154 – von 180 Staaten. Dutzende Journalist*innen sitzen derzeit in der Türkei in Haft.

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Ein Lichtblick

Ein Foto geht um die Welt:

USA, Huston: Ein Arzt umarmt und hält einen Covid-19 Patienten.
Quelle: getty images

Es zeigt den Chefarzt Joseph Varon, der einen älteren Corona-Patienten tröstend im Arm hält. Varon arbeitet im United Memorial Medical Center in Houston, Texas.

Dem Fernsehsender "CNN" sagte er über das Bild, er habe am US-Feiertag Thanksgiving gesehen, wie der Mann versucht habe, aus seinem Bett zu kommen. "Ich will bei meiner Frau sein", sagte der ältere Mann weinend, erinnerte sich Varon. Das habe ihm sehr leid getan: "Ich habe mich sehr traurig gefühlt, so wie er."

Der Patient habe sich in Varons Armen schließlich besser gefühlt und aufgehört zu weinen. Vielen Patient*innen drücke die Isolation auf den Corona-Intensivstationen aufs Gemüt, sagte der Chefarzt weiter. Einige versuchten sogar zu fliehen.

Für Varon selbst war Thanksgiving der 252. Arbeitstag in Folge. Die Corona-Situation in den USA ist nach wie vor extrem. Im Sieben-Tage-Schnitt infizieren sich derzeit jeden Tag 160.000 US-Amerikaner*innen neu mit Corona.

Weitere Schlagzeilen

  • Ehemaliger AfD-Landeschef packt zu Parteispenden aus: Marcus Pretzell spricht er erstmals über seine Kontakte, die er zur Schweizer PR-Agentur Goal AG pflegte.
  • Chinesische Sonde auf dem Mond gelandet: Die unbemannte Sonde "Chang'e 5" soll erstmals seit Jahrzehnten Mond-Gestein zur Erde bringen.
  • Ministerpräsidenten-Konferenz mit Kanzlerin Merkel: Die Länderchefs kommen heute zu einer Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel zusammen. Dabei wird es um die Corona-Pandemie gehen, aber auch die Energiewende, Digitalisierung, Bürokratieabbau und der geplante Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder sind Thema.
  • Müll-Mission im All geplant: Weil der Weltraumschrott immer gefährlicher wird, soll erstmals welcher zurückgebracht werden.

Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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So wird das Wetter heute

Am Mittwoch scheint im Osten und Südosten oft die Sonne. Sonst bleibt es meist trübe. Die Temperatur steigt auf Werte von minus 3 bis plus 6 Grad.

Vorhersage für Deutschland Mittwoch, 02.12.2020
Vorhersage für Deutschland Mittwoch, 02.12.2020
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Kevin Schubert und Tim-Julian Schneider.

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