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Update am Abend : Die prominenten Verhandler im Ukraine-Krieg

Datum:
ZDFheute Update

Guten Abend,

der Bruder von Kiews Bürgermeister kommt nach Berlin - diese Nachricht hätte wohl kaum für Schlagzeilen gesorgt. Wenn der Bruder nicht Wladimir Klitschko hieße. Der frühere Box-Weltmeister hat sich heute mit Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) getroffen. Über die Inhalte ist wenig bekannt - nur, dass es um Unterstützung für die Ukraine gehen sollte.

Robert Habeck und Wladimir Klitschko am 31.03.2022 in Berlin
Wladimir Klitschko (rechts) war heute bei Vizekanzler Habeck.
Quelle: Reuters

Es ist nicht das erste Mal, dass im Ukraine-Krieg ein prominentes Gesicht auftritt. Da ist Präsident Wolodymyr Selenskyj, der erst in der TV-Serie "Diener des Volkes" den ukrainischen Präsidenten spielte, bevor er wirklich in das Amt gewählt wurde. Da ist Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko, für den wie für seinen Bruder Wladimir Deutschland während der Box-Karriere zur zweiten Heimat wurde. Und da ist - auf russischer Seite - Roman Abramowitsch.

Der Kreml-nahe Oligarch und bisherige Eigentümer des Londoner Fußballclubs Chelsea war diese Woche bei Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in Istanbul dabei, nicht als offizielles Mitglied der Delegation, aber offenbar als Kontaktmann zwischen Moskau und Kiew. Bei den Gesprächen sah es zunächst nach einer Annäherung aus, doch entgegen Moskaus Ankündigung sieht die Nato keinen Truppenrückzug bei Kiew. Bisher ist es keinem der prominenten Verhandler gelungen, die Ukraine aus ihrer Notlage herauszuboxen.

Was heute im Ukraine-Krieg noch passiert ist

Gas-Zahlungen nur noch über russische Konten: Ab morgen müssen westliche Staaten das Geld für ihre Lieferungen über Konten bei der Gazprombank bezahlen. Das soll aber weiter in Euro oder Dollar möglich sein - die Gazprombank konvertiert den Betrag dann in Rubel und überweist ihn an Gazprom weiter.

Ukraine vor neuem Waffenkauf in Deutschland: Panzerfäuste, Aufklärungsdrohnen, Mörser - die Ukraine will weitere Waffen in Deutschland kaufen. Die Liste umfasst rund 200 Rüstungsgüter im Wert von 300 Millionen Euro. Axel Zimmermann erklärt, um welche es sich genau handelt.

Wurde Putin falsch beraten? Nach Geheimdienstinformationen ist der russische Präsident von seinen Beratern nicht richtig über den Ukraine-Krieg informiert worden. Es herrsche Misstrauen zwischen Putin und seinem engsten Umfeld.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet heute 274.901 Neuinfektionen, die Inzidenz liegt bei 1.625,1. Unsere Karte zeigt, wie es in Ihrem Landkreis aussieht.

In Deutschland sind bisher 76,6 Prozent mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. 76 Prozent sind zweimal, 58,7 Prozent dreimal geimpft. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was heute noch wichtig ist

Anklage gegen Gil Ofarim erhoben: Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat den Musiker und Schauspieler wegen des Vorwurfs der falschen Verdächtigung und Verleumdung angeklagt. Das Verfahren gegen einen Leipziger Hotelmitarbeiter, dem Ofarim Antisemitismus vorgeworfen hatte, wurde hingegen eingestellt.

Die omnipräsente Giffey: Franziska Giffey ist seit 100 Tagen die Regierende Bürgermeisterin in Berlin. Was hat sie bisher erreicht? Womit floppte die SPD-Frau? Stephan Merseburger, Leiter des ZDF-Landesstudios Berlin, zieht Bilanz.

Viertimpfung, ja oder nein? Bundesgesundheitsminister Lauterbach plädiert für eine vierte Corona-Impfung für alle ab 60 Jahren. Die Stiko und Forschende reagieren zurückhaltend. Fragen und Antworten zum zweiten Booster.

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Grafik des Tages

Der Anteil der Männer, die Elterngeld beziehen, ist im vergangenen Jahr etwas gestiegen. Aber: Die Mütter bleiben immer noch deutlich länger daheim als die Väter.

Infografik: Elterngeld

Weitere Schlagzeilen

Zahlen des Tages

2,362 Millionen Menschen sind im März arbeitslos gewesen - 66.000 weniger als im Februar und 465.000 weniger als im März 2021. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,1 Prozent. Noch macht sich der Ukraine-Krieg auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht bemerkbar - doch das könnte sich ändern. Zwar erwartet die Bundesagentur für Arbeit keine große Zahl an Entlassungen oder Insolvenzen, wohl aber Probleme durch unterbrochene Lieferketten und hohe Energiekosten. Das dürfte die Kurzarbeit in die Höhe treiben.

Bild des Tages

Infografik: Schnee in Hamburg

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von der "Rache des Winters": Nach den zuletzt sonnigen Frühlingstagen strömt jetzt arktische Kaltluft zu uns. Die Folge: Bis zu sechs Zentimeter Neuschnee in Norddeutschland - das ist laut DWD teils mehr "als im gesamten Winter".

Streaming-Tipps für den Feierabend

Ein Raum, zwei Personen: Schlichter als bei "In Therapie" kann ein Seriensetting kaum sein. Und doch gehört die französische Erfolgsproduktion zu meinen Lieblingsserien der vergangenen Jahre. In der ersten Staffel sprach Psychotherapeut Philippe Dayan nach den Terroranschlägen aufs Bataclan mit Patientinnen und Patienten. Mein persönliches Prädikat: wahnsinnig gut. Nun ist die zweite Staffel da. Darin behandelt Dayan vier Menschen kurz nach Ende des ersten Corona-Lockdowns. (35 Folgen von je gut 20 Minuten, seit heute in der Arte-Mediathek, ab nächsten Donnerstag, 7. April, 22:30 Uhr, im TV.)

Wenn Ihnen mehr nach Krimi ist, empfehle ich Ihnen "Arne Dahl" in der ZDF-Mediathek. Die Sonderermittlungseinheit A-Gruppe ermittelt in Verbrechen mit internationaler Tragweite - nach den Romanen des schwedischen Bestseller-Autors. (Fünf Folgen von je ca. 110 Minuten, von 22 bis 6 Uhr oder nach Altersfreigabe jederzeit in der Mediathek.)

Sehen Sie hier die erste Folge der "Arne Dahl"-Reihe.

Beitragslänge:
110 min
Datum:

Genießen Sie Ihren Abend!

Kathrin Wolff und das gesamte ZDFheute-Team

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