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Die USA ringen mit ihrer Vergangenheit

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Update am Abend - Die USA ringen mit ihrer Vergangenheit

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Guten Abend,

knapp drei Wochen sind vergangen seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt in Minneapolis. Sein Schicksal war kein Einzelfall, doch er hat die USA stärker aufgerüttelt als die vielen anderen tragischen Fälle vor ihm. Menschen aller Hautfarben gehen auf die Straßen und protestieren gegen den strukturellen Rassismus im Land und die Ungleichbehandlung von Minderheiten durch Polizei, Staat und Gesellschaft.

Und mittlerweile steht auch die Geschichte der Vereinigten Staaten auf dem Prüfstand: Die Statuen der Südstaaten-Generäle sollen weg, weil sie im amerikanischen Bürgerkrieg für die Beibehaltung der Sklaverei gekämpft haben. Eine Statue des Präsidenten der Konföderierten Staaten, Jefferson Davis, wurde von Demonstranten in Virginia bereits eigenhändig umgeworfen. Und selbst Christopher Columbus wurde in Boston der Kopf abgeschlagen, da er mit seiner Entdeckung mitverantwortlich sei für die Unterwerfung der Ureinwohner Amerikas.

In den USA ist eine Debatte über die Erinnerungskultur entbrannt. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses Pelosi will einige Statuen, die "dem Hass huldigen", entfernen lassen.

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Präsident Trump will die Vergangenheit bewahren: Der Idee, nach Südstaaten-Generälen benannte Militärstützpunkte umzubenennen, erteilte er eine klare Absage. Die Stützpunkte seien Teil des "großartigen amerikanischen Erbes", schrieb er bei Twitter. Seine Regierung werde eine Umbenennung "nicht einmal in Erwägung ziehen". Der Tod von George Floyd hat in den USA schon vieles verändert - auch den Blick auf die Vergangenheit.

Was sonst noch wichtig ist

Lambrecht schwenkt um: Die SPD-Justizministerin spricht sich jetzt doch für härtere Strafen bei Kindesmissbrauch und Kinderpornografie aus.

Die Türkei hofft auf deutsche Urlauber: Nach Mallorca dürfen deutsche Touristen schon vor allen anderen unbekümmert reisen. Für die Türkei gilt weiterhin eine Reisewarnung. Das sorgt für Unmut. Die Hoffnung auf die Deutschen ist groß.

Kirche: Mehr Flüchtlingskinder aus Griechenland aufnehmen: 247 Kinder will die Bundesregierung aus den griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland holen. Das sei gut, sagt der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Martin Dutzmann. Aber es reiche nicht.

Die überfüllten Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln müssen evakuiert werden. Das fordert Martin Dutzmann, Bevollmächtigter der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 186.555 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 340 dazu. Insgesamt sind 8.770 Menschen gestorben. (Stand: 11.6.2020 17:30 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

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Rekordeinbruch in der Tourismusbanche

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Gesagt

Man hat den Eindruck, dass die Ärmsten vergessen wurden.
Armutsforscher Christoph Butterwegge über das Konjunkturprogramm der Bundesregierung

Im ZDFheute-Interview vergangene Woche befürwortete Armutsforscher Butterwegge gezieltere Corona-Staatshilfen. Er fordert einen "Corona-Solidaritätszuschlag".

Streaming-Tipps für den Feierabend

"Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen - Rahn schießt - Tooooor! Tooooor! Tooooor!" Diese Worte sind fest eingebrannt ins Jubelgedächtnis der Fußballnation Deutschland. Unsere Sportredaktion hat eine weitere Archivperle ausgegraben und abgestaubt: Die Weltmeisterschaft 1954, besser bekannt als "Das Wunder von Bern".

Das Fußball-WM-Turnier von 1954.

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Einigkeit ist in der Nato ein seltener Arbeitsmodus. Aktuell strapaziert der angekündigte Truppenabzug von US-Soldaten aus Deutschland das transatlantische Verteidigungsbündnis. Die dreiteilige Doku-Reihe "Inside Nato" lüftet einige Geheimnisse um das Militärbündnis.

Genießen Sie Ihren Abend!

Jan Schneider und das gesamte ZDFheute-Team

Jan Schneider ist Redakteur im ZDFheuteCheck-Team. Auf Twitter: @janatorium

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