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Update am Abend - Wenn die Warn-App nicht warnt

Datum:
ZDFheute Update

Guten Abend,

es war eine Geschichte, die sich langsam entwickelte. Mein Kollege Oliver Klein aus dem ZDFheuteCheck-Team wollte nachvollziehen, wie gut oder schlecht die Warn-Apps während der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen funktioniert haben.

Die Daten der Katwarn-App hat er auch schnell bekommen. Das Fazit: es wurde gewarnt. Nicht immer ideal, aber im stark betroffenen Kreis Ahrweiler bekamen zum Beispiel 22.000 Menschen eine konkrete Hochwasserwarnung.

Und wie sah es aus bei der NINA-App des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe? Dort hieß es noch am Dienstag, die Daten seien geheim. Am Mittwoch kam dann die Info bei uns in der Redaktion an: Die App hat in entscheidenden Gebieten überhaupt nicht gewarnt. Dabei ist die App nicht Schuld, die Betreiber haben schlicht keine Infos von vor Ort bekommen und konnten so auch nichts weiterleiten. Doch es ist auch nicht das erste Mal, dass die App, die immerhin neun Millionen Nutzer hat, Probleme macht, wie meine Check-Kolleg*innen recherchiert haben:

Unwetter- und Katastrophen-Warnapps (NINA, KATWARN, WarnWetter) auf einem Smartphone.
Exklusiv

Landkreis Ahrweiler - Keine NINA-App-Warnung in Katastrophengebiet 

NINA-App blieb stumm: Nach ZDFheute-Informationen gab sie ausgerechnet im besonders betroffenen Landkreis Ahrweiler keine einzige Warnung aus.

von Oliver Klein, Julia Klaus, Nils Metzger

Und was nun? In den Niederlanden wurden die Menschen während des Hochwassers per SMS gewarnt. Cell-Broadcast nennt sich das und kann tatsächlich Leben retten. Diese Technik will nun - nach der Katastrophe - auch Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) einführen. Bisher sei es immer am Datenschutz gescheitert. Eine Aussage, der ein Sprecher des Bundesdatenschutzbeauftragten klar widerspricht.

Laut einer EU-Richtlinie von 2018 ist Deutschland ohnehin verpflichtet, bis zum 21. Juni 2022 sicherzustellen, dass Mobilfunknetzbetreiber ihren Nutzern öffentliche Warnungen zu "drohenden oder sich ausbreitenden größeren Notfällen und Katastrophen" schicken können.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 3.756.336 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 1.480 dazu. Insgesamt sind 91.971 Menschen gestorben. (Quelle: Risklayer)

Bisher wurden in Deutschland 50.262.310 Menschen einfach gegen das Coronavirus geimpft, 39.896.523 Menschen sind vollständig geimpft. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht. (Quelle: RKI)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Merkels letzte Bundespressekonferenz: In ihrer wohl letzten Fragerunde mit der Hauptstadt-Presse äußerte sich die Kanzlerin zunächst zu den Überschwemmungen. Doch es ging auch um Corona, Klimaschutz, Flüchtlinge und die Frauenquote. Die ganze BPK können Sie auf unserem Youtube-Kanal in voller Länge nachschauen.

Diskussionen um Fortschritt der Impfkampagne: Kassenärzte fordern Universitäten und größere Betriebe zur Mithilfe bei der Corona-Impfkampagne auf. Auf diesem Weg könne es gelingen, die wachsende Impfmüdigkeit zu bekämpfen. Schnelltests sollen kostenpflichtig werden. Die Länder setzen derweil auf mobile Impfteams.

Diese Probleme hat Nord Stream 2 noch: Die USA haben ihren Widerstand gegen die Ostseepipeline Nord Stream 2 zwar aufgegeben - doch die Probleme sind nicht ausgeräumt. So ist etwa die rote Linie für Russland nicht genau definiert.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Grafik des Tages

Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland

Weitere Schlagzeilen

Ein Lichtblick

Stille, Kontrolle, klinische Ruhe. Schaut man ins Regelbuch zum olympischen Dorf, verheißt das eher sterile Tristesse als ausgelassene Partylaune. Doch: Das olympische Dorf lebt doch, berichtet unser Reporter in Tokyo, Tobias Landwehr.

Olympisches Dorf in Tokio

Olympia 2020 - Tokio - Das olympische Dorf lebt doch 

Stille, Kontrolle, klinische Ruhe. Schaut man ins Regelbuch zum olympischen Dorf, verheißt das eher sterile Tristesse als ausgelassene Partylaune. Ganz so schlimm ist es nicht.

von Tobias Landwehr, Tokio

Zahl des Tages

200 Millionen Euro. In Nordrhein-Westfalen hat das Landeskabinett 200 Millionen Euro Soforthilfe für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe beschlossen. Anträge könnten sofort gestellt werden. Bedürftigkeits-, Vermögens- und Detailprüfungen werde es nicht geben.

Gesagt

Wir haben keine Zeit mehr, auf Parteien zu warten, die sich seit 30 Jahren angesichts der Klimakrise noch immer nicht entscheiden können, ob man in der Klimakatstrophe richtig loslegen möchte oder nicht.
Luisa Neubauer

Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer und die Gründerin der Klima-Union, Wiebke Winter, haben sich bei Markus Lanz einen heftigen Schlagabtausch zur deutschen Klimapolitik geliefert.

Streaming-Tipps für den Feierabend

Es war heute der wahrscheinlich letzte Auftritt von Kanzlerin Angela Merkel in der Bundespressekonferenz. Zeit zurückzublicken auf die Ära Merkel. Die Doku "Grokos, Krisen, Kompromisse" zeichnet nach, wie sehr ihre Art zu regieren Deutschland geprägt hat - politisch und gesellschaftlich. Auch wenn oft nur der kleinste gemeinsame Nenner beschlossen wurde.

Beitragslänge:
28 min
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Genug von großer Politik? Unsere Mediathek bietet auch einfachere Unterhaltung: "Mutter kündigt" zum Beispiel. Mutter Carla hat genug vom Mama-Sein. Sie zitiert ihre drei Kinder nach Potsdam, um ihnen ihr Erbe auszuzahlen und die Beziehung zu beenden. Doch Enkelin Joe vereitelt diesen Plan - und das Chaos nimmt seinen Lauf. (88 Min., verfügbar bis 14.07.2022)

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88 min
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Mehr Spannung gibt es bei den "Mallorca Files". Engländerin Miranda Blake und der Deutsche Max Winter arbeiten auch in der zweiten Staffel wieder als ungleiche Ermittler-Duo zusammen auf der Urlaubsinsel.

Beitragslänge:
44 min
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Genießen Sie Ihren Abend!

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