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Wie Sie hören, hören Sie nichts

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Update am Abend - Wie Sie hören, hören Sie nichts

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ZDFheute Update

Guten Abend,

was ist bei Ihnen heute um 11 Uhr passiert? Bei mir: nichts. Keine Sirene, kein Alarm auf dem Handy. Das ging vielen Menschen in ganz Deutschland so: Der erste bundesweite Warntag seit der Wiedervereinigung lief gründlich schief.

Woran lag's? Sirenen gibt es längst nicht mehr in allen Orten - Großstädte wie Berlin und München haben sie komplett abgebaut. Und manche Kommunen machten bei dem Warntag nicht mit, etwa, weil ihnen der Termin zu kurzfristig kam oder sie ausschließlich auf Apps setzen.

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Dass die sich nicht oder nur mit Verspätung meldeten, lag daran, dass zu viele Stellen gleichzeitig die Knöpfe drückten: "Grund dafür war eine nicht vorgesehene zeitgleiche Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen über MoWas (Modulares Warnsystem, Anm. der Red.)", schreibt das zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf Twitter. Und erntet auf demselben Kanal viel Spott: "Wann ist denn dieser Warntag?" twitterte der FDP-Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle um 12:07 Uhr. Andere fragten: Kommt die Warnung jetzt per Fax? Oder lästerten: Das Warnsystem funktioniere erst, wenn der BER fertig sei.

Das BBK kann dem Tag trotzdem etwas abgewinnen: "Dieses Phänomen liefert wichtige Erkenntnisse für den Ausbau von MoWas und die notwendige Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen." Anders ausgedrückt: Vieles hat nicht funktioniert. Insofern war der Warntag eine gute Warnung.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 257.512 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 1.290 dazu. Insgesamt sind 9.345 Menschen gestorben. (Stand: 10.9.2020 15:28 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Fast 20 Milliarden weniger Steuereinnahmen: Die Erholung nach der Corona-Krise kommt zögerlicher als gedacht. Bund, Länder und Kommunen müssen im kommenden Jahr laut Steuerschätzung mit 19,6 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen, als im Mai erwartet.

Was Sie zur Schweinepest wissen sollten: Alle Schutzmaßnahmen konnten es nicht verhindern: Es gibt den ersten Fall von Schweinepest in Deutschland. Für Menschen ist das Virus ungefährlich, für Schweine oft tödlich. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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Viele Infektionen, wenig Tote: Die Corona-Fallzahlen steigen wieder in Europa, die Sorge vor der zweiten Welle auch. Doch die Todesfälle bleiben unverändert auf niedrigem Niveau. Woran das liegt, hat ZDFheuteCheck-Redakteur Jan Schneider recherchiert.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Gesagt

Die Flüchtlingspolitik ist wirklich die europäische Schande.

Katarina Barley (SPD), Vizepräsidentin des Europaparlaments, kritisiert nach dem Brand im griechischen Flüchtlingslager Moria das Verhalten vieler europäischer Länder. Im ZDF-Morgenmagazin dringt sie darauf, hilfsbereite deutsche Städte Flüchtlinge aufnehmen zu lassen. Allein könne Deutschland das Problem aber nicht stemmen.

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Weitere Schlagzeilen

Zahl des Tages

68 Prozent: Um mehr als zwei Drittel ist die weltweite Tierpopulation seit 1970 zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt der Living Planet Index der Tierschutzorganisation WWF.

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Streaming-Tipps für den Feierabend

Heike Makatsch erinnert sich an ihre "Girlie"-Zeit und Sibel Kekilli spricht über ihre Erfahrungen bei "Game of Thrones": ZDFkultur setzt die für den Grimme-Preis nominierte Webserie "Film.Frauen" mit zwei Interviews fort. Die beiden Schauspielerinnen geben Einblick in ihre Arbeit und ihr Leben - und halten sich auch mit Kritik an der Filmbranche nicht zurück.

Heike Makatsch im Interview

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Sibel Kekilli im Interview

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Ich schaue gerade "Darkness - Schatten der Vergangenheit". Ein knurriger Kommissar, der von seiner Frau verlassen wurde, und eine Psychologin, die eigentlich nicht mehr für die Polizei arbeiten will, sind die Hauptfiguren der dänischen Serie. Sie ermitteln in Fällen entführter, misshandelter und getöteter Frauen. Diese sind nicht nur anonyme Opfer, der Zuschauer kommt einigen von ihnen sehr nah. Eine spannende, psychologische Serie, für die man aber gute Thriller-Nerven braucht. (Acht Episoden von je circa 45 Minuten. Teil 1 heute um 21:45 Uhr auf Arte, alle Folgen bereits online und bis 9. Oktober in der Mediathek abrufbar.)

Genießen Sie Ihren Abend!

Kathrin Wolff und das gesamte ZDFheute-Team

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