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Auch unser Wohlstand ist zerbrechlich

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Update am Morgen - Auch unser Wohlstand ist zerbrechlich

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Susanne Biedenkopf

Guten Morgen,

"Nie waren wir so global", wie oft haben wir diesen Satz gehört, zu Beginn der Corona-Pandemie. Ausgelöst durch einen gemeinschaftlichen globalen Schock. Innerhalb von wenigen Wochen hatte das neue Sars-CoV-2-Virus weltweit einen historischen Stillstand erzwungen, den Lockdown.

Wenn sich Weltbank und internationaler Währungsfonds in dieser Woche in Washington zu ihrer Jahrestagung treffen, wird es um die Folgen dieses Lockdowns gehen und die Herausforderung, die wirtschaftlichen Folgen weltweit zu lindern. Die Folgen sind gewaltig und sie treffen gerade die ärmeren Länder besonders hart.

Vor einem drohenden "verlorenen Jahrzehnt" warnt Weltbankpräsident David Malpass. Die wirtschaftliche Erholung ist nicht stabil und sie ist punktuell. Die Pandemie hat viele Fortschritte in der Armutsbekämpfung zunichte gemacht. Bis zu 115 Millionen Menschen sind von extremer Armut bedroht, müssen mit weniger als 1,90 Dollar pro Tag überleben. Nach Jahren der Entwicklungsfortschritte steigen Hunger und Armut wieder, vor allem in Afrika und in Südasien.

Laut dem Welthungerindex sind 8,9 Prozent der Weltbevölkerung von chronischem Hunger betroffen. Die Corona-Pandemie verschärft die Situation.

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Zwischen den Sorgen um die Auswirkungen der Pandemie in unserem Land, den Diskussionen um Begrenzungen und Beherbergungsverbote rücken diese Fakten in den Hintergrund. Das ist verständlich. Aber die Fakten bleiben. Denn nie waren wir so global. Alles hängt mit allem zusammen und deshalb ist auch unser Wohlstand zerbrechlich.

Bleiben Sie gesund!

Susanne Biedenkopf, Leiterin der ZDF-Redaktion für Wirtschaft, Recht, Service, Soziales und Umwelt

Was heute noch wichtig ist

Anhörung Barretts für US-Supreme-Court geht weiter: Die Kandidatin von Präsident Donald Trump für das Oberste Gericht der USA wird sich ab 15.00 Uhr den Fragen im Senat stellen. Die Demokraten warnen unterdessen, dass mit ihrer Wahl die Krankenversicherung von Millionen Bürgern in Gefahr sei.

Das Bundesverfassungsgericht befasst nochmal mit CETA: Anlass ist eine Klage der Linksfraktion wegen des umstrittenen europäisch-kanadischen Handelsabkommens. Nach Ansicht der Linken hat der Bundestag damit zu viele Befugnissen an die EU abgetreten.

Neue Studie zu Corona auf Oberflächen: Das Coronavirus hält sich bis zu 28 Tage lang auf Oberflächen, zeigt eine Studie. Doch die Schmierinfektionen spielen eine untergeordnete Rolle. Was Sie im Alltag beachten sollten, hat meine Kollegin Julia Klaus zusammengefasst.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 332.850 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 4.030 dazu. Insgesamt sind 9.640 Menschen gestorben. (Stand: 13.10.2020 7:24 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Ausführlich informiert

ZDFheute live: Die neuen Corona-Maßnahmen sind heftig umstritten. Doch wie sinnvoll sind sie wirklich? Ein Check mit dem Virologen Jonas Schmidt-Chanasit. (34 Minuten)

Grafik des Tages

Facebook verbietet Holocaust-Leugnung weltweit
Quelle: ZDF

Zahl des Tages

Rund 94,9 Millionen Menschen waren laut Daten des Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" weltweit von Naturkatastrophen und Extremwetter-Ereignissen betroffen. Mit dem Klimawandel werde diese Zahl noch deutlich steigen, warnte die Organisation. Besonders für die Bevölkerung in Risikogebieten sei Katastrophenvorsorge "eine lebensrettende Investition in die Zukunft, die viel Leid und Not verhindert". Der 13. Oktober wird seit 1990 als Internationaler Tag zur Verhinderung von Naturkatastrophen begangen.

Gesagt

Ich glaube nicht an ein föderales Europa und ich denke, es wäre lächerlich, es jemals mit den Vereinigten Staaten von Amerika zu vergleichen.
Margaret Thatcher im Juni 1983. Heute wäre die britische Politikerin 95 Jahre alt geworden.

Weitere Schlagzeilen

Die Nachrichten im Video

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So wird das Wetter heute

Am Dienstag bleibt es vielerorts lange neblig-trüb. Dann aber setzt sich eine Mischung aus Sonne und Wolken mit unterschiedlicher Gewichtung durch. Am späten Nachmittag beginnt es im äußersten Südosten zu regnen. Gleichzeitig verstärkt sich der Nordostwind an der Ostsee. Die Höchsttemperatur liegt je nach Sonne und Nebel zwischen 6 und 14 Grad.

Wettervorhersage für den 13. Oktober 2020
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Jan Schneider.

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