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Deutlich weniger Corona-Tote - Großbritannien: Impfen zeigt offenbar Wirkung

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21 Millionen Menschen in Großbritannien sind mindestens einmal geimpft, die Zahl der Corona-Toten sinkt stark. Für Gesundheitsminister Hancock ist klar: Der Plan geht auf.

Großbritannien, London: EIn Mann steigt aus dem Auto am Impfzentrum Wembley. Archivbild
Bis zum 21. Februar hatten in Großbritannien bereits 96 Prozent der Über-70-Jährigen mindestens eine Impfdosis erhalten.
Quelle: epa

Lange Zeit galt der britische Gesundheitsminister Matt Hancock bei vielen im Lande - ganz ähnlich wie Premierminister Boris Johnson - als Daueroptimist und Schönredner. Dann folgte eine lange Phase, in der Hancock vor allem durch seinen zerknirschten Gesichtsausdruck auffiel. Die horrenden Todeszahlen durch Coronavirus-Infektionen im Vereinigten Königreich ließen sich irgendwann einfach nicht mehr wegdiskutieren.

In der traurigen Statistik der Todesfälle pro 100.000 Einwohner nimmt Großbritannien weiterhin weltweit einen der Spitzenplätze ein. Zuletzt aber hat der Gesundheitsminister immer mehr sein Strahlen wiedergefunden. Das britische Impfprogramm läuft wie am Schnürchen. Über 21 Millionen Menschen haben inzwischen mindestens eine erste Impfdosis verabreicht bekommen.

Corona-Sterbefälle sinken in Großbritannien stark

Als Hancock an diesem Freitag in seinem inzwischen schon zum Markenzeichen gewordenen blauen Anzug mit rosa Krawatte und einem Anstecker des Nationalen Gesundheitsdienst NHS am Revers vor die Presse trat, hatte er folgende frohe Botschaft zu verkünden:

Die Zahl der Todesfälle ist zuletzt um rund ein Drittel zurückgegangen. In der zurückliegenden Woche gar um 41 Prozent.

Die Impfstoffe schützen den NHS und retten Leben und überall im Land geht der Plan dieses Landes auf.
Gesundheitsminister Matt Hancock
Großbritannien, London: Gesundheitsminister Matt Hancock spricht in der Downing Street während eines Medienbriefings zur Corona-Lage.
Gesundheitsminister Matt Hancock kann wieder bessere Botschaften verkünden.
Quelle: dpa

Nun könnte man einwenden, dass die erfreulichen Daten vor allem auch auf die Tatsache zurückzuführen sind, dass sich Großbritannien seit Anfang Januar in einem sehr strengen Shutdown befindet.

Zahlen deuten auf Impfeffekt hin

Die Angaben des Nationalen Statistikamts ONS deuten aber sehr stark auf einen zunehmenden Effekt der Impfungen hin. In der Woche zum 19. Februar sah der Rückgang der Todesfälle nach Altersgruppen folgendermaßen aus:

  • Älter als 80 Jahre: 69 Prozent
  • 70 bis 79 Jahre: 65 Prozent
  • Jünger als 69 Jahre: 55 Prozent.

Die Abnahme der Todesfälle bei den Geimpften verläuft also rascher als bei denen, die noch keine Impfung erhalten haben. Laut NHS hatten bis zum 21. Februar 96 Prozent der Über-70-Jährigen mindestens eine erste Dosis erhalten.

Shutdown und Massenimpfung – eine Mischung, die funktioniert und die hier auf der Insel nicht nur Matt Hancock ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

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