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Bundestagswahl auf Social Media - Corona spielt im Wahlkampf kaum eine Rolle

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Im Bundestagswahlkampf spielt Corona fast keine Rolle. Das zeigt eine Studie der LMU München. Ein möglicher Grund: Corona ist ein politisches Minenfeld.

Eine Frau schaut sich am 13.09.2013 in Wiesbaden (Hessen) Logos von verschiedenen deutschen Parteien und Social Media-Unternehmen auf ihrem Tablet-Computer an.
Wie läuft der Wahlkampf bislang auf Social Media? Das untersucht ein Team der Münchner LMU.
Quelle: dpa

Die Corona-Zahlen steigen, doch auf Social Media sparen Parteien und Spitzenkandidaten vor der Bundestagswahl Corona-Themen weitgehend aus. Das zeigt eine Studie von Forschenden der Ludwig-Maximilians Universität München. Sie haben die Auftritte der sieben großen im Bundestag vertretenen Parteien und ihrer Kandidaten auf Facebook und Instagram in der ersten "heißen Wahlkampf-Phase" analysiert.

Die Parteien setzen stattdessen eher auf die Themen, bei denen ihnen Kernkompetenz zugetraut wird: Die Grünen auf Umweltpolitik, die SPD und die Linken auf Sozialpolitik, die CDU auf Innenpolitik. Einzig die CSU behandelte bei 13 Prozent ihrer Posts die Gesundheits- und Corona-Politik.

Woran das liegen könnte? Der Forschungsleiter des Projekts, Jörg Haßler, sagt gegenüber ZDFheute: "Die Parteien nehmen Corona als eine Art Minenfeld wahr. Für Kandidaten ist es schwer, hier die Mehrheitsmeinung zu treffen. Diese Gefahr nehmen die Parteien nicht gern in Kauf."

Mit dem Thema hat man im Wahlkampf wenig zu gewinnen, aber viel zu verlieren.
Jörg Haßler, Leiter LMU-Wahlforschungsteam

Dass die CSU vergleichsweise viele Posts zu Corona abgesetzt hat, liege an der aktuellen Corona-Verordnung in Bayern, die im untersuchten Zeitraum im bayerischen Landtag thematisiert wurde, sagt Haßler. Sein Team hat zwischen dem 30.8. und dem 3.9. insgesamt 382 Facebook- und Instagram-Posts analysiert.

Die Nervosität bei den Behörden wächst. Es drohe die Gefahr, dass die kommende Bundestagswahl aus dem In- oder Ausland beeinflusst werden könnte, warnte der Bundesinnenminister kürzlich.

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AfD liegt bei Facebook vorn, Grüne auf Instagram

Die Parteien und Kandidaten starten mit teils sehr unterschiedlichen Ausgangsbedingungen in den sozialen Netzwerken. So hat die Facebook-Seite der AfD mit Abstand die meisten Facebook-Likes. Auf Platz zwei folgt die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel. Zudem legen Studien nahe, dass AfD-Anhänger besonders aktiv sind, was das Verbreiten ihrer Inhalte in den sozialen Netzwerken angeht.

Bei Instagram dagegen haben die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner die meisten Follower. Das LMU-Team analysiert: "Die Grünen versuchen hier also gezielt ein junges Publikum anzusprechen und auch die FDP kann die Vorzüge der Plattform, die eine professionell inszenierte visuelle Darstellung belohnt, für sich nutzen."

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Parteien setzen auf Facebook, Kandidaten auf Instagram

In dem untersuchten Zeitraum veröffentlichte die Union die meisten Posts, vor allem rund um die Vorstellung von Armin Laschets Zukunftsteam vergangene Woche. Insgesamt haben alle Parteien verstärkt auf Facebook gesetzt, die Kandidaten dagegen vermehrt auf Instagram.

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von Robert Meyer
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