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Was Facebook und Co. gegen Fake News tun

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Corona-Pandemie - Was Facebook und Co. gegen Fake News tun

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Soziale Medien und Plattformen arbeiten in der Corona-Krise gegen Falschmeldungen an. Was sie bereits tun - und wo Fake News trotzdem grassieren.

Computertaste mit der Aufschrift Fake News
Zahlreiche Falschnachrichten zum Coronavirus kursieren im Internet. Was die Tech-Konzerne dagegen tun.
Quelle: picture alliance/Bildagentur-online

Das Corona-Virus legt zwar das öffentliche Leben lahm, doch im Internet kursieren Verschwörungstheorien, Gerüchte und Halbwahrheiten umso mehr. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht gar von einer "Infodemie" und versucht, mit einer Kampagne dagegen vorzugehen. Auch die EU listet Fakes und Lügen über das Virus auf, um darüber aufklären.

Auch die großen Tech-Konzerne steuern Falschmeldungen entgegen. Sie setzen vor allem auf zwei Strategien: Zum einen entfernen oder verbergen sie Falschmeldungen zu Covid-19. Zum anderen arbeiten sie mit amtlichen Quellen und Medien zusammen, um seriöse Informationen hoch zu ranken und ihnen Platz einzuräumen.

Im Internet kursieren immer mehr falsche und manchmal sogar tödliche Tipps zur Bekämpfung des Coronavirus. Kettenbriefe oder dubiose Anbieter in den Sozialen Medien oder auf Webseiten geben vor, Insider-Informationen zu besitzen.

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Facebook

Facebook sammelt auf einer Übersichtsseite verifizierte Informationen zum Coronavirus und entfernt laut dem Vorstandsvorsitzenden Mark Zuckerberg im gleichen Zug falsche Informationen. Auch werde Werbung geblockt, die die Krise aunutzen will, etwa, indem mit abstrusen Produkten Heilung vom Virus vorgegaukelt wird.

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Google und Bing

Wer mit den Suchmachinen Google oder Bing nach dem Coronavirus sucht, bekommt die Seiten des Bundesgesundheitsministeriums und der WHO als erste Ergebnisse angezeigt. Googles CEO Sundar Pichai schrieb in einem Blogeintrag: "Zusätzlich spenden wir Anzeigenplätze an Regierungen und nichtstaatliche Einrichtungen in den betroffenen Regionen, die sie für Aufklärung und Informationen bezüglich Corona nutzen können."

Auch gegen Werbung, die aus dem Coronavirus Kapital schlagen will, geht Google vor. Man habe bereits Zehntausende solcher Anzeigen blockiert, schreibt Pichai.

Microsoft bietet über eine Domain ihrer Suchmaschine Bing eine Karte mit Corona-Fällen an. Die Daten stammen aus diversen Quellen wie der WHO und dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten.

Seit Freitag veröffentlicht Google in so genannten Mobilitäts-Berichten Bewegungsdaten für 131 Länder und Regionen. Google nutzt dafür aggregierte, anonymisierte Daten von Nutzern, die ihre Standorte in ihren Google-Profilen aufzeichnen lassen und der Speicherung ihrer Aufenthaltsinformationen zugestimmt haben. So soll überprüft werden, ob und wo sich Menschen etwa an Ausgangsbeschränkungen halten.

Twitter

Der Kurznachrichtendienst Twitter sammelt in der Registerkarte "Entdecken" aktuelle Nachrichten zu Covid-19. "Unsere Suchabfrage zu Covid-19 ist in mehr als 50 Ländern live", sagt Del Harvey, Leiterin Vertrauen und Sicherheit bei Twitter. In Deutschland sind Tweets vom Bundesforschungsministerium oder von Medien wie dem ZDF heute journal gelistet. Twitter verifiziert dafür Accounts, schreibt das Unternehmen.

Instagram

Wer auf der Fotoplatform Instagram nach "Coronavirus" sucht, bekommt ebenfalls das Bundesgesundheitsministerium verlinkt und den Instagram-Account der WHO angezeigt. Instagram gehört, wie WhatsApp auch, zu Facebook.

YouTube

Die Video-Plattform, die zum Google-Konzern gehört, verweist bei ihren Corona-Sucherergebnissen auf die WHO und lokale Gesundheitsbehörden, priorisiert amtliche Informationen und entfernt falsche Inhalte, "einschließlich Videos, die Menschen davon abhalten, medizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen oder die behaupten, dass schädliche Substanzen eine gesundheitsfördernde Wirkung haben", schreibt Susan Wojcicki, Geschäftsführerin von YouTube.

Betrüger und Verschwörungstheoretiker versuchen die Pandemie auszunutzen. Der Faktenchecker Andre Wolf erklärt im ZDFheute-Livestream, wie Sie Corona-Falschinformationen erkennen.

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37 min
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Das Problem: Messenger und geschlossene Gruppen

All diese Maßnahmen zielen darauf ab, öffentliche Einträge mit falschen Informationen einzudämmen. Kettenbriefe in privaten Gruppen und Chats breiten sich jedoch weiterhin rasant aus - auch, weil die Plattformen etwa durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei WhatsApp, die Inhalte selbst gar nicht mitlesen können.

Die Messenger WhatsApp und Telegram versuchen auch hier, mit Angeboten entgegenzusteuern. Die WHO bietet einen WhatsApp-Newsletter an und Telegram betreibt seit Freitag die Verifikation von Nutzern.

Wichtig bleibt dabei: Wer nicht sicher ist, ob eine Information, etwa in einem Kettenbrief, stimmt, sollte sie nicht weiterleiten.

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