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Studie zu Cyber-Kriminalität : Hacker bieten Erpressungssoftware zum Mieten

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Immer wieder greifen Kriminelle Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen mit Ransomware an und fordern Lösegeld. Die Schadsoftware gibt es inzwischen im Netz zum Mieten.

IT Security Wissenschaftler trainieren, wie eingeschleuste Erpresser-Programme («Ransomware») unschädlich gemacht werden können, aufgenommen am 04.12.2019 in Darmstadt
Cyber-Attacken legen immer wieder Systeme lahm - Sicherheitsfirmen aus den USA berichten von Schadsoftware zum Mieten.
Quelle: dpa

Cyberkriminelle setzen bei ihren Erpressungsangriffen mit Verschlüsselungssoftware immer häufiger eine Art Mietsoftware ein, die von neuen Banden im Netz als Service bereit gestellt wird. Das geht aus einem Bericht der IT-Sicherheitsfirma Palo Alto Networks hervor, der in Santa Clara veröffentlicht wurde.

Generationswechsel in der Ransomware-Szene

Die Sicherheitsforscher beobachteten einen Generationswechsel in der Ransomware-Szene. Große Gruppen wie REvil und Darkside ziehen sich demnach zurück oder benennen sich um, um der Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden und der Medien zu entgehen. Dafür würden neue Gruppen aktiv.

Ransomware-Attacken gelten derzeit als die größte Bedrohung im Cyberspace. Als Ransomware werden Schadprogramme bezeichnet, die bei den Opfern den Zugriff auf Daten und Systeme einschränken oder verhindern, indem sie beispielsweise alle Festplatten verschlüsseln. Für die Entschlüsselung verlangen die Angreifer ein Lösegeld (engl. "ransom").

Erpressungssoftware als Serviceleistung

Zu den neuen Gruppen, die Palo Alto Networks entdeckt hat, gehört "Avos Locker", die das kriminelle Geschäft als Mietservice betreiben ("Ransomware as a Service"). Zu der Dienstleistung der Gruppe, die im Netz mit einem blauen Käferlogo auftritt, gehört auch ein vermeintliches Servicecenter.

"Wie viele seiner Konkurrenten bietet Avos Locker technischen Support an, um den Opfern bei der Sanierung zu helfen, nachdem sie mit einer Verschlüsselungssoftware angegriffen wurde", heißt es in dem Bericht.

Ein IT-Fachmann installiert eine Software gegen Hacker-Angriffe.

Schutz vor Erpressungssoftware - Weltweite Hackerattacken: Was tun? 

Online-Kriminelle schlagen wieder einmal mit Erpressungssoftware zu. Auch Deutschland ist von der neuerlichen Attacke betroffen. Effektive Schutzmaßnahmen sind gefordert.

von Peter Welchering

Die neue Gruppe "Hive Ransomware" setze nicht nur auf die Verschlüsselung von wichtigen Daten der Opfer, sondern hat auch Erpressungstools entwickelt, um mit einer Veröffentlichung von sensiblen Daten Druck auf das Opfer auszuüben. Das Tool biete sogar die Option, die gestohlenen Daten in sozialen Medien zu teilen.

Biden diskutiert Cybersicherheit

Im Weißen Haus in Washington trifft sich nach Medienberichten am Mittwochnachmittag (Ortszeit) US-Präsident Joe Biden mit den Chefs der größten Technologieunternehmen der Welt, um über die Cybersicherheit des Landes zu diskutieren. Wie Bloomberg meldet, werden an der Runde unter anderen Apple-Chef Tim Cook, Microsoft-CEO Satya Nadella und Andy Jassy von Amazon teilnehmen.

In den USA hatten zuletzt Ransomware-Angriffe auf die Energieinfrastruktur Schlagzeilen gemacht, darunter eine der wichtigsten Benzinpipelines in den USA. Hinter diesen Angriffen werden vor allem in Russland ansässige Cyber-Hacking-Gruppen vermutet.

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