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Digitale Selbstverteidigung - Fünf Tipps zum Datenschutz

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Wenn Sie Ihre Daten schützen wollen, müssen Sie kein IT-Experte sein. Mit praktischen Programmen und simplen Tricks können sich auch Laien gegen alltägliche Überwachung wehren.

Digitale Daten
Digitale Daten mit "Digitaler Selbstverteidigung" besser schützen.
Quelle: imago

Ihre Suchanfragen, Freundesnetzwerke und Online-Einkäufe – aus all dem lässt sich viel herauslesen: Ihre Kaufbereitschaft etwa, aber auch Ihre politische Ausrichtung, Ihre sexuelle Orientierung oder Ihr Gesundheitszustand.

Für solche und andere Daten interessieren sich Unternehmen der Internet- und Werbewirtschaft, und auch Geheimdienste greifen gern nach Massen-Daten.

Digitale Selbstverteidigung gegen Ausspähung

"Digitale Selbstverteidigung" ist der Versuch, sich mit Tricks und technischen Mitteln vor Ausspähung zu schützen. Programme der Digitalen Selbstverteidigung sind meistens nicht-kommerziell und immer "Open Source".

Eine Zukunft, in der möglichst alles über Alexa läuft - das ist das Ziel des Onlineriesen Amazon. Bereits 60.000 Anwendungen sind mit ihr kompatibel. Doch die Allgegenwärtigkeit von Alexa könnte unsere Freiheit beeinflussen.

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Das bedeutet, dass der Quellcode (die Bauanleitung des jeweiligen Programms) öffentlich einsehbar ist. Externe IT-Profis können deshalb schauen, ob ein Programm tatsächlich "sauber" und sicher ist.

Ein Blick in den Werkzeugkasten der Digitalen Selbstverteidigung in fünf wichtigen Bereichen des digitalen Lebens:

1. Sicheres Passwort

Mit einem simplen Trick erzeugen Sie gleichermaßen sichere und gut merkbare Passwörter. Denken Sie sich einen Nonsens-Satz aus, beispielsweise folgenden: Der Zug fliegt, ganz klar, um Drei am Schiff vorbei. Die Anfangsbuchstaben, Ziffern und Zeichen des Satzes bilden ein hoch komplexes Passwort, das kaum zu knacken ist: "DZf,gk,u3aSv.".

Zusätzlich helfen Ihnen Passwort-Manager, das sind kleine, besonders geschützte Listen mit all Ihren Passwörtern, beim Jonglieren mit Passwörtern.

2. Browser im "Privaten Modus" öffnen

Der Browser Firefox bietet verschiedene hilfreiche Einstellungen zur Datenvermeidung. Sie können etwa festlegen, dass der Browser nach jeder Internet-Tour alle Cookies löscht.

Cookies sind Textdateien im Browser, über die Webseiten Sie wiedererkennen können. Wenn Sie sich Ihren Rechner mit anderen teilen, können Sie die gängigen Internet-Browser im "Privaten Modus" surfen. Dann werden automatisch alle Spuren über besuchte Webseiten gelöscht.

3. E-Mails verschlüsseln

Das PC-Programm Thunderbird verknüpfen Sie einmal mit Ihrer E-Mail-Adresse. Sie können neue E-Mails dann auf Ihren PC ziehen und bequem vom PC aus Mails lesen und verschicken.

Außerdem können Sie mit Thunderbird E-Mails verschlüsseln: Das Programm verwandelt Ihre Mail auf Ihrem Rechner in unlesbaren Zeichensalat, den nur der legitime Empfänger oder die legitime Empfängerin wieder entschlüsseln kann.

4. Daten-Übertragung von Smartphone unterbinden

Wenn Sie bei der Einrichtung Ihres Smartphones nicht genau hinschauen, überträgt das Gerät en masse private Daten an Apple (beim Betriebssystem iOS) oder Google (bei Android-Geräten). Das muss nicht sein. In den Android-Einstellungen können Sie Datenflüsse in drei Kategorien unterbinden: "Web- und App-Aktivitäten" (Daten aus Google-Diensten wie Google Maps), "Standortdaten" und "YouTube-Verlauf".

Bei iOS gehen private Daten an das Apple-Datenzentrum iCloud, etwa Ihre Standortdaten und Kontakte. Sie können die iCloud komplett abstellen oder die Übertragung einzelner Daten-Typen verbieten.

5. PC-Betriebssystem gegen Datenübertragung

PCs übertragen Unmengen an Daten an die Firmen hinter den tonangebenden Betriebssystemen Windows (Microsoft) oder MacOS (Apple). Ein Umstieg auf die datensparsamen, alternativen Betriebssysteme Linux Mint und Linux Ubuntu ist auch für Laien gut möglich.

Als Erstes laden Sie sich die aktuelle Betriebssystem-Version auf einen USB-Stick. Dann haben Sie drei Optionen:

  • Sie starten vom USB-Strick aus testweise das Linux-System auf Ihrem Rechner.
  • Sie ersetzen Ihr altes System komplett (Achtung: Dabei werden alle alten Daten gelöscht).
  • Sie installieren Linux "neben" Ihr altes System und können beim nächsten Hochfahren entscheiden, ob Ihr Rechner von Linux oder von Windows bzw. MacOS aus starten soll.
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