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Sexismus und Übergriffe im E-Sport

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#Metoo im Profi-Gaming - Sexismus und Übergriffe im E-Sport

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Eine Debatte über sexuelle Gewalt erschüttert das Profi-Gaming. Woche für Woche kommen neue Fälle hinzu. Die Szene ist in Aufruhr. Bekannte Persönlichkeiten beenden ihre Karriere.

FunPlus Phoenix -Spieler in Hangzhou
Auch bei großen Turnieren soll es zu Übergriffen gekommen sein. (Archivbild)
Quelle: dpa

In der Gaming-Branche brodelt es gewaltig. Angestoßen durch den Vorwurf der sexuellen Belästigung an einen Protagonisten der Szene berichten Hunderte Menschen über ihre Erfahrungen. Es geht um Sexismus, Machtmissbrauch, sexuelle Belästigung und Nötigung. #MeToo ist auch im Gaming angekommen.

Über diverse Spiele und Online-Fanszenen hinweg werden Dutzenden bekannten Persönlichkeiten Verfehlungen vorgeworfen. Mehrere von ihnen haben sich in Folge dessen aus der Szene zurückgezogen. Diverse Unternehmen kündigten Untersuchungen und Konsequenzen an.

Möglich macht das die Plattform "Dreams" für die Playstation. Damit kann jeder sein eigenes Game oder einen Animationsfilm erstellen. ZDF-Reporter Andreas Garbe hat es ausprobiert.

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"Sexismus und Übergrifflichkeiten sind leider trauriger Alltag"

Für Kristin Banse, die sich seit Juni beim eSport-Bund Deutschland (ESBD) als Präsidiumsmitglied für Diversität auch für die Sichtbarkeit von Frauen in der Szene einsetzt, sind die Vorwürfe keine große Überraschung. "Für viele Frauen im E-Sport sind Sexismus und Übergriffigkeiten leider trauriger Alltag", sagt Banse der Nachrichtenagentur dpa.

Dass nun so viele Fälle an die Öffentlichkeit kommen, liege eher daran, dass einige in der Szene lange weggeschaut und Probleme ignoriert hätten: "Viele Akteur*innen sprechen bereits seit Jahren darüber und machen auf die Thematik aufmerksam."

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Belästigung im Sprachchat lange ohne Konsequenzen

Dem Dota-2-Kommentator Grant "GranDGranT" Harris beispielsweise warfen mehrere Frauen sexuelle Übergriffe vor. Er entschuldigte sich über Twitter und kündigte seinen Rückzug aus der Szene an.

Doch das Problem beschränkt sich nicht auf die Profi-Szene. Auch Frauen, die in ihrer Freizeit Games spielen, sind von Sexismus betroffen. In vielen Onlinespielen werden Teams zufällig gebildet, für die Kommunikation gibt es integrierte Sprachchats. Immer wieder berichten Frauen davon, dass Belästigungen und Beleidigungen hier alltäglich sind.

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Streaming-Plattform Twitch steht in der Kritik

Auch Twitch, die mit Abstand größte Streamingplattform im Videospielmarkt, ist in den letzten Wochen zunehmend unter Kritik geraten. Twitch gab auf Twitter bekannt, zu verschiedenen Fällen interne Ermittlungen einzuleiten. Wie genau diese aussehen und gegen wen ermittelt wird, verrät die Amazon-Tochter allerdings nicht.

Geschäftsführer Emmett Shear schrieb in einer öffentlichen Stellungnahme, dass das Unternehmen sich bessern müsse. "Obwohl das Problem die ganze Szene betrifft, erkennen wir an, dass die Erfahrungen vieler Leute auf unserer Plattform nicht das waren, was wir anstreben." Auf konkrete Vorwürfe ging er jedoch nicht ein.

Auch Banse ist der Meinung, dass sich in der E-Sport-Szene etwas tun muss: "Grundlegend hat jede*r im E-Sport unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder körperlichen Gegebenheiten dieselben Chancen. Wir müssen uns aber stärker dafür einsetzen und Diskriminierungen entgegentreten - im Text- und Sprachchat sowie im analogen Leben."

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