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Von der Leyens Digitalstrategie - EU setzt auf "vertrauenswürdige" KI

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Die EU-Kommission will Europa zu einem weltweit führenden Standort für "vertrauenswürdige" Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) machen. Dazu plant sie eine Digitalreform.

Mit umfassenden Digitalreformen will die EU-Kommission Europa fit für den Wettbewerb bei Zukunftstechnologien mit den USA und China machen. Die am Mittwoch in Brüssel vorgestellten Pläne sehen unter anderem vor, dass Daten innerhalb der EU einfacher ausgetauscht werden können und so technische Innovation antreiben. Die EU-Kommissionschefin sagte bei der Vorstellung:

Ich möchte ein digitales Europa, das das beste Europas widerspiegelt: offen, fair, vielfältig, demokratisch und selbstbewusst.
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen

Deshalb soll Europa zum weltweit führenden Standort für "vertrauenswürdige" Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) werden. Dazu sollen zum einen die KI-Investitionen deutlich erhöht werden. Zugleich schlägt Von der Leyen aber auch staatliche Kontrollen besonders risikobehafteter KI-Anwendungen vor.

Schlüsseltechnologie etwa für Verkehr und Medizin

Künstliche Intelligenz stützt sich auf die Auswertung großer Datenmengen und maschinelles Lernen, bei dem Programme und Algorithmen sich selbst weiterentwickeln. KI gilt deshalb als Zukunftstechnologie etwa bei selbstfahrenden Autos oder in der Medizin, aber auch in der Strafverfolgung und Videoüberwachung. Die Technik bietet damit enorme wirtschaftliche Chancen, aber auch viele Risiken.

Um Europa für die Zukunftstechnik "fit" zu machen, will die Kommission einerseits mehr Geld in die Hand nehmen. Die Investitionen in Künstliche Intelligenz sollen nach ihren Plänen in diesem Jahrzehnt auf 20 Milliarden Euro pro Jahr steigen, nachdem sie 2016 rund 3,2 Milliarden Euro erreicht hatten. Gleichzeitig soll die Forschung zu KI besser grenzüberschreitend organisiert werden.

Kommission will die EU-Bürger befragen

Eine parallel veröffentlichte Datenstrategie soll Wirtschaft, Forschung und Verwaltung das Potenzial ständig wachsender Datenmengen erschließen, die für die Entwicklung von KI notwendig sind. Ziel sei "ein wirklicher Binnenmarkt für Daten", der persönliche und anonymisierte Informationen nach europäischen Standards schütze. Die verwendeten Daten dürften nicht zu tendenziösen Ergebnissen führen.

Um einen Überblick über die Vorstellungen von Gesellschaft und Wirtschaft zu KI zu bekommen, startet die Kommission bis Mitte Mai eine öffentliche Befragung. In einem dazu erstellten Weißbuch fragt die Behörde unter anderem, inwieweit die neue Technologie reguliert werden soll und unter welchen Bedingungen die in Europa in der Öffentlichkeit grundsätzlich verbotene Gesichtserkennung genutzt werden könnte.

Strenge Kontrollen für Hochrisiko-Anwendungen

Als Hochrisiko-Anwendungen bei KI stuft die Kommission den Einsatz in den Bereichen Medizin, Verkehr, Polizei und Justiz ein. Angesichts der Gefahr von Verletzungen, Todesfällen oder rechtlichen Konsequenzen müssten die Vorgehensweisen der eingesetzten Systeme "transparent, nachvollziehbar und unter menschlicher Kontrolle" bleiben, heißt es.

Die Kommission fordert deshalb, dass Behörden in der Lage sein müssten, solche Systeme zu überprüfen, "wie sie Kosmetika, Autos oder Spielzeuge kontrollieren." Bei weniger risikoreichen Systemen reiche dagegen "ein freiwilliges Kennzeichnungssystem", das zeige, dass vorgegebene Standards eingehalten werden.

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