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WhatsApp, Instagram und Co. - Viele Facebook-Dienste über Stunden offline

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Eine Welt ohne Insta und Co.: Für viele kaum noch vorzustellen - doch für Zehntausende Nutzer am Montagabend Realität. Nach einigen Stunden gab es erste Anzeichen der Entspannung.

Facebook - iPhone
Quelle: Fabian Sommer/dpa

Bei einem ungewöhnlich großen Ausfall sind am Montag gleich mehrere Dienste des Facebook-Konzerns auf breiter Front vom Netz gegangen. Neben der eigentlichen Facebook-Plattform waren auch der Chatdienst WhatsApp und die Foto-App Instagram für viele Nutzer stundenlang nicht zu erreichen, wie Störungsmeldungen auf Websites wie Downdetector zeigten.

Mehr als fünf Stunden nach Beginn des großflächigen Ausfalls von Facebook-Diensten mehrten sich die Hinweise, dass das Online-Netzwerk die Probleme in den Griff bekommen würde. Auch der Web-Dienstleister Kentik verzeichnete eine leichte Zunahme des lange kaum vorhandenen Datenverkehrs zu Facebook.

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Zehntausende Facebook-Nutzer abgeschnitten

Weltweit waren am Motagabend Zehntausende Internet-User von den Websites abgeschnitten gewesen. Auf der Site "Downdetector.com" wurde über mehr als 50.000 Vorfälle in Zusammenhang mit den populären Apps des Facebook-Konzerns berichtet.

Für einige Web-Experten sah es nach einem Problem mit dem DNS-Service aus. Dieser Dienst sorgt unter anderem dafür, dass mit Buchstaben eingetippte Website-Namen in die IP-Adressen übersetzt werden, damit diese angesteuert werden können.

Cyberattacke als Auslöser unwahrscheinlich

Zwei namentlich nicht genannte IT-Sicherheitsexperten von Facebook sagten der "New York Times", eine Cyberattacke als Auslöser der Probleme erscheine unwahrscheinlich. Denn die Technologie hinter den einzelnen Apps des Konzerns sei zu unterschiedlich, um sie mit einer Cyberattacke alle gleichzeitig offline zu bringen. Der Zeitung zufolge fiel auch das interne Kommunikationssystem bei Facebook aus.

Allein schon für den Austausch über den Ausfall schlug die Stunde von Twitter - und der Facebook-Konkurrent war sich dessen bewusst. "Hallo buchstäblich alle", twitterte der Account des Kurznachrichtendienstes.

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Verstopfen Versuche der Nutzer die Netze zusätzlich?

Der Technik-Chef des Cloud-Dienstleisters Cloudflare, John Graham-Cumming, verwies darauf, dass Nutzer und auch Software weiterhin versuchten, Facebook-Dienste anzusteuern. Das habe für einen massiven Anstieg der Auslastung anderer DNS-Dienste gesorgt, schrieb er bei Twitter.

Auf den Störungsplattformen meldeten Nutzer zum Teil Probleme auch mit anderen Online-Diensten, die sich jedoch zunächst nicht weiträumig bestätigten. So liefen beim großen Web-Dienstleister AWS von Amazon, auf den viele Start-ups und große Unternehmen zurückgreifen, laut der Status-Seite alle Angebote normal.

Problem: Zentralisierung der Netz-Infrastruktur

DNS-Störungen passieren immer wieder mal. So hatte eine davon im Juli dafür gesorgt, dass zahlreiche Websites zeitweise nicht erreichbar waren. Auslöser waren damals Probleme beim Web-Dienstleister Akamai. Die Zentralisierung der Netz-Infrastruktur bei großen Anbietern sorgt dafür, dass der Ausfall bei einer Firma gleich viele Dienste und Websites vom Netz reißen kann.

Auch Anfang Juni waren bereits zahlreiche Websites weltweit nach einer Störung beim Cloud-Dienst Fastly rund eine Stunde nicht erreichbar gewesen. Damals betroffen waren unter anderem die Seite der britischen Regierung, die Plattform Reddit sowie die Nachrichtenportale des "Guardian", der "New York Times", der "Financial Times" und der französischen Zeitung "Le Monde".

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