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Facebook-Whistleblowerin im ZDF - Haugen lobt Ende der Gesichtserkennung

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Facebook will seine Gesichtserkennungstechnik beenden. Für Whistleblowerin Frances Haugen ein "großartiges Zeichen". Das zeige, dass man Facebook in die Schranken weisen könne.

Sehen Sie hier einen Auszug aus dem ZDF-Interview mit Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen im englischen Originalton.

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Frances Haugen ist vielleicht die größte Gefahr für Facebook seit Jahren. Anfang Oktober sagt die ehemalige Facebook-Angestellte vor dem US-Senat aus und macht dem Konzern schwere Vorwürfe. Anhand interner Daten könne sie belegen, dass Facebook Profit wichtiger sei als das Wohl der User.

Jetzt ändert Facebook seine Strategie: Der Konzern kündigt an, künftig auf die umstrittene Gesichtserkennung zu verzichten. Mit dieser Technik kann Facebook Gesichter automatisch erkennen, etwa auf Fotos, die bei Facebook hochgeladen werden.

So erkennt der Konzern Menschen und verlinkt ihre Gesichter mit ihren Facebook-Profilen. Facebook verspricht, entsprechende Daten von einer Milliarde User zu löschen.

Nach einem stundenlagen Ausfall bei Instagram, WhatsApp und Facebook wegen Technik-Problemen gibt es Hohn und Spott, ausnahmsweise mal nicht auf, sondern über Facebook. Dazu kommen Vorwürfe, der Konzern stelle Profit über Sicherheit.

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Haugen: "Das ist der richtige Trend"

Für Haugen ist das "ein großartiges Zeichen", wie sie im ZDF-Interview sagt. "Das ist der richtige Trend. Es zeigt: Wenn wir zusammen Druck auf Facebook ausüben, können wir Großes erreichen." Ob Facebook diesen Schritt wegen ihrer Aussagen vor dem US-Senat gemacht hat, könne sie aber nicht sagen. "Es gibt viele Aktivisten, die seit langer Zeit daran arbeiten, Facebook verantwortungsbewusster zu machen."

Ganz anders aber beurteilt Haugen die jüngsten Expansionspläne des Konzerns. Mit "Metaversum" hatte Facebook eine digitale Welt vorgestellt und sich selbst in "Meta" umbenannt. "Meta ist sehr problematisch", so Haugen. Allein die Tatsache, dass Facebook 10.000 Mitarbeiter für eine neue Videospielplattform anstatt für mehr Sicherheit anstellen wolle, sei sehr gefährlich.

Eine klassische PR-Strategie ist: Wenn die Nachrichten schlecht sind, versuche die Story zu ändern.
Frances Haugen, Facebook-Whistleblowerin

Facebook wisse über negative Auswirkungen auf Jüngere Bescheid - dennoch setze das Unternehmen alles auf Wachstum statt besseren Schutz, so Whistleblowerin Frances Haugen.

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Haugen kritisiert Instagram: "Gefährlich"

Haugen kritisiert im ZDF auch die Facebook-Tochter Instagram. Nutzer würden gezielt immer tiefer in das soziale Netzwerk reingezogen, Haugen spricht von einem "rabbit hole". Instagram sei so programmiert, dass es bewusst die Schwächen der Nutzer ausnutze. Facebook wisse, dass Instagram für Teenager und andere Nutzer besonders gefährlich sei.

Bei Instagram geht es darum, Lebensentwürfe und Körper zu vergleichen.
Frances Haugen, Facebook-Whistleblowerin

Instagram versuche, Reaktionen hervorzurufen und ziehe Nutzer damit in eine extreme Richtung. Junge Frauen könnten so sogar zu Extremen wie Magersucht geführt werden. Das gelte auch für andere Themen wie Politik. Facebook wisse das seit Jahren aus internen Studien. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Studien, auf die sich Haugen berufe, seien aus dem Kontext gerissen worden.

Whistleblowerin Frances Haugen erhebt schwere Vorwürfe gegen die Facebook-Tochter Instagram. Der Algorithmus suche gezielt nach den wunden Punkten von Nutzern, sagt sie im ZDF (engl.).

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