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Prozess um App-Store - Nach "Fortnite"-Rauswurf: Epic gegen Apple

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Apples App-Store - ein illegales Monopol? So zumindest sieht es "Fortnite"-Entwickler Epic. Heute beginnt ein Prozess, der große Auswirkungen auf die Branche haben könnte.

Kind spielt Fortnite auf einem iPhone
Flog aus Apples App-Store, nachdem Epic die Bezahlvorgaben umgehen wollte: Computerspiel "Fortnite"
Quelle: imago/ZUMA Wire

Der Streit eskaliert vergangenen Sommer: "Fortnite"-Entwickler Epic will mit einem eigenen App-Store auf dem iPhone Provisionen umgehen, Technologieriese Apple wirft das populäre Spiel daraufhin von seiner Plattform. Heute beginnt in San Francisco der Prozess, der das App-Geschäft auf dem iPhone verändern könnte.

Darum geht es: Apple lässt auf seinen Mobilgeräten Downloads von Apps und Spielen nur aus dem eigenen App-Store zu, samt eigener Bezahlmethode Apple Pay. Von allen Käufen der Nutzer innerhalb einer App erhebt der Konzern eine Provision zwischen 15 und 30 Prozent von den Anbietern. Alles in allem ein Milliardengeschäft.

"Fortnite" flog aus dem App-Store

Games-Entwickler Epic wollte sich nicht mehr an die Vorgaben halten. Nachdem der Tech-Konzern Apple Ausnahmen von den Geschäftsbedingungen aber ablehnte, bauten die Epic-Entwickler in der App die vertraglich verbotene Möglichkeit ein, digitale Artikel auch direkt bei Epic zu kaufen. Dafür wurde im August eine versteckte Funktion in der Anwendung aktiviert. Noch am selben Tag warf Apple "Fortnite" unter Verweis auf den Regelverstoß und eine Vertragsverletzung aus dem App-Store. Epic reichte Klage ein.

Darin wirft der "Fortninte"-Entwickler Apple unfairen Wettbewerb vor. Die Begründung: Der Smartphone-Konzern habe ein Monopol auf den App-Vertrieb auf dem iPhone. Das Gerät sei aber inzwischen Teil der Gesellschaft, so dass Apple sich bereichern und die Konkurrenz ausschalten könne. Das Ziel der Klage: Apple soll gezwungen werden, auf dem iPhone App-Stores anderer Anbieter zuzulassen.

Apple argumentiert mit Sicherheit

Apple dagegen will, dass Anwendungen weiterhin nur über seinen App Store geladen werden können - das sei unter anderem notwendig, um die Nutzer vor Betrug und Software-Fehlern zu schützen, so die Begründung. Dafür seien fast 500 Mitarbeiter rund um die Welt im Einsatz.

Weiter kontert Apple, das iPhone nicht als eigenständigen Markt zu betrachten. Vielmehr gehe es um den Markt für Spiele insgesamt zusammen mit Konsolen und PCs. Apple stehe im Wettbewerb mit zahlreichen anderen Anbietern. So nutzten zwei Milliarden Smartphones nicht die Apple-Software, sondern meist Googles Android-System - tatsächlich reichte Epic wegen ähnlicher Vorwürfe auch gegen Google Klage.

Apple- und Epic-Chefs sagen aus

Wessen Argumentation Richterin Yvonne Gonzalez Rogers in dieser Frage folgt, könnte ein entscheidender Faktor für den Ausgang des Verfahrens werden. Zugleich ist davon auszugehen, dass die unterlegene Partei in Berufung gehen wird.

Sowohl Apple-Chef Tim Cook als auch Epic-Geschäftsführer Tim Sweeney werden vor dem Bundesgericht in Oakland aussagen. Es wird erwartet, dass der Prozess den ganzen Mai dauert. Mit einer Entscheidung wird erst in den darauf folgenden Wochen gerechnet.

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