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Start der Spielemesse Gamescom - Diskussion um strengere Spiele-Regulierung

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Millionen Deutsche spielen an Computer und Handy. Doch wo sich so viele versammeln, finden sich auch Hass und Hetze. Das Justizministerium fordert neue Gesetze im digitalen Raum.

Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse, spricht während einer Pressekonferenz zur Gamescom, aufgenommen am 23.08.2021
Mehr Netz als Köln: Die Gamescom 2021 findet digital statt.
Quelle: dpa

Die weltgrößte Spielemesse Gamescom startet. Kurz vor dem digitalen Start der Spielemesse hat das Bundesjustizministerium eine umfassende Regulierung von Spiele-Plattformen auf europäischer Ebene gefordert.

"Wo sich Millionen vor allem junge Menschen jeden Tag bewegen und miteinander kommunizieren, darf es keine blinden Flecken beim Schutz vor Straftaten geben", sagte Justizstaatssekretär Christian Kastrop dem "Handelsblatt". Auch für Spiele-Plattformen seien daher "verpflichtende Regeln und starke Verbraucherrechte" notwendig.

Justizministerium will strengere Regeln bei Spielen

Das Justizministerium will sich in den Verhandlungen zum "Digital Services Act", mit dem die EU die Geschäftspraktiken von Onlineplattformen regulieren will, für strengere Vorgaben starkmachen. "Spieleplattformen müssen von den künftigen europäischen Regeln erfasst sein, damit strafbare und jugendgefährdende Inhalte sehr schnell gelöscht werden", sagte Kastrop.

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Der Staatssekretär sieht dafür das deutsche Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) und das jüngst beschlossene Gesetzespaket gegen Hass und Hetze im Netz als "inhaltliches Vorbild", um das Gaming wirklich sicher zu machen. Das Ziel sei, Kinder und Jugendliche bestmöglich zu schützen.

Künast: Richtlinien hätte man "längst regeln können"

Grünen-Politikerin Renate Künast hält verbindliche Regeln für Spiele-Plattformen ebenfalls für dringend nötig. "Das hätte man übrigens in der kürzlichen NetzDG-Reform für Deutschland längst regeln können und müssen".

Das Gesetz hinke der Zeit hinterher, so Künast. Die Anfang Mai beschlossene Änderung des sogenannten Netzwerkdurchsetzungsgesetzes gegen Hass im Netz soll die Rechte von Nutzern stärken.

Straffällige Inhalte bei Games nur selten

Strafbewehrte Inhalte wie Hate Speech seien bei Games glücklicherweise sehr selten, sagte Felix Falk, Geschäftsführer des für die Spielebranche zuständigen Verbands Game. Diese fänden sich eher in sozialen Medien "und für solche Fälle greifen richtigerweise bereits verpflichtende Regeln sowie starke und gerade nochmals erweiterte Verbraucherrechte."

"Darüber hinaus gehen Games-Unternehmen auf verschiedenen Wegen freiwillig auch dagegen vor, wenn es in einzelnen Spielen zu beleidigender oder diskriminierender Kommunikation kommt", so Falk weiter. Dafür gebe es etwa Community-Manager, die Regeln durchsetzen und Verstöße sanktionieren.

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Spiel-Verbands-Chef: Behörden müssen Kompetenzen ausbauen

"Die Erfahrungen zeigen allerdings auch, dass die zuständigen Behörden ihre digitalen Kompetenzen dringend weiter ausbauen müssen, um auch ihrer Aufgabe gerecht werden zu können."

Die Gamescom beginnt an diesem Mittwochabend mit der Eröffnungsgala Opening Night Live. Die größte Spielemesse der Welt findet dieses Jahr nicht in den Kölner Messehallen, sondern in Form verschiedener Video-Livestreams im Netz statt.

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