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Explosive Stimmung in Nahost - Auto rast in Menschenmenge - 14 Verletzte

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In Jerusalem ist ein Auto in eine Menschenmenge gerast, es gibt 14 Verletzte. Das sei die "Antwort" auf den Nahost-Plan von US-Präsident Trump, so die radikalislamische Hamas.

Sicherheitskräfte inspizieren den Unglücksort in Jerusalem, aufgenommen am 06.02.2020
Sicherheitskräfte inspizieren den Unglücksort in Jerusalem.
Quelle: epa

Bei einem mutmaßlichen Anschlag in Jerusalem sind mindestens 14 Menschen verletzt worden. Ein "Terrorist" sei mit einem Auto in eine Gruppe Soldaten gerast, die im Zentrum Jerusalems einer "militärischen Aktivität" nachgegangen seien, teilte die israelische Armee mit. Zwölf Soldaten sowie zwei Zivilisten seien verletzt worden. Der Fahrer flüchtete. Die radikalislamische Hamas bezeichnete den Angriff als "Antwort" auf den Nahost-Plan von US-Präsident Donald Trump.

"Als Terroranschlag untersucht"

Der Vorfall ereignete sich gegen 02.00 Uhr in einem belebten Stadtviertel rund um den alten Bahnhof von Jerusalem. Radioberichten zufolge befanden sich die Soldaten auf dem Weg zu einer Einweihungszeremonie an der Klagemauer in Jerusalems Altstadt. Der Angreifer sei mit seinem Auto "in Richtung der Soldaten gerast". Israelische Soldaten suchten "derzeit den flüchtigen Fahrer", erklärte die Armee weiter. Polizeisprecher Micky Rosenfeld sagte, der Vorfall werde als "Terroranschlag untersucht".

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Nach Angaben der Armee wurden bei dem Vorfall zwölf Soldaten verletzt, einer davon schwer. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Ambulanzdienst Magen David sprach von insgesamt einem Schwerverletzten, zwölf leicht und einem "moderat" Verletzten. Zur möglichen politischen Motivation des Täters oder der Täterin wurde zunächst nichts bekannt. In der Vergangenheit hat es jedoch immer wieder von Palästinensern verübte Anschläge mit Autos auf israelische Soldaten oder Zivilisten gegeben. Die radikalislamische Hamas nannte den Angriff einen "Akt des Widerstands" und eine "zweckmäßige Antwort" der Palästinenser auf "Trumps Verkündung" seines Nahost-Plans. Auf ein Bekenntnis zu der Attacke verzichtete die Miliz jedoch.

Fast täglich militärische Auseinandersetzungen

Seit der Vorstellung von Trumps Nahost-Plan vor mehr als einer Woche gab es an der Grenze Israels zum Gazastreifen fast täglich militärische Auseinandersetzungen. Militante Palästinenser attackierten den Süden Israels mit Raketen, Mörsergranaten oder Brandballons, worauf Israel seinerseits mit Vergeltungsangriffen reagierte. Am Donnerstag wurde bei schweren Ausschreitungen zwischen Palästinensern und israelischen Streitkräften im von Israel besetzten Westjordanland ein 19-jähriger Palästinenser getötet. Er sei von israelischen Soldaten erschossen worden, berichteten palästinensische Medien.

Bereits am Mittwoch war in der im Westjordanland gelegenen Stadt Hebron ein 17-jähriger Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen worden. Nach Angaben der israelischen Armee handelte es sich bei dem Getöteten um einen "gewalttätigen Randalierer", der mit einem Molotow-Cocktail bewaffnet gewesen sei. Trumps Nahost-Plan sieht eine "realistische Zwei-Staaten-Lösung" mit Jerusalem als "ungeteilter Hauptstadt" Israels vor. Die Palästinenser sollen dem Plan zufolge unter Bedingungen die Möglichkeit erhalten, einen eigenen Staat zu gründen - allerdings ohne das strategisch und wirtschaftlich wichtige Jordantal im Westjordanland und ohne Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Die Palästinenser hatten Trumps Plan umgehend abgelehnt. Die radikalislamische Hamas im Gazastreifen kündigte an, sich "in allen Formen" gegen den Plan "zur Wehr zu setzen".

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