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Große Marktmacht : Kartellamt ermittelt gegen Apple

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Allein die iOS-Plattform unterstütze mehr als 250.000 Arbeitsplätze in Deutschland - sagt Apple. Doch missbraucht der Konzern seine Marktmacht? Das prüft nun das Bundeskartellamt.

Das Logo von Apple. Symbolbild
Das Logo von Apple.
Quelle: Matthias Schrader/AP/dpa/Archivbild

Das Bundeskartellamt nutzt seine neuen Möglichkeiten zum Vorgehen gegen große Digital-Plattformen nun auch für Ermittlungen gegen Apple. "Wir werden jetzt prüfen, ob Apple rund um das iPhone mit dem proprietären Betriebssystem iOS ein digitales Ökosystem über mehrere Märkte errichtet hat", kündigte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt an.

Apple: Offener Dialog

Das Bundeskartellamt kann seit Januar leichter gegen große Digitalunternehmen vorgehen, die eine "überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb" haben.

Die Behörde prüft auf dieser Grundlage bereits Facebook, Amazon und Google. "Wir freuen uns darauf, unseren Ansatz mit dem Bundeskartellamt zu diskutieren und einen offenen Dialog über alle Bedenken zu führen", hieß es am Montag in einer Reaktion von Apple auf die Ermittlungen. Der Konzern sei "stolz darauf, ein Motor für Innovation und Arbeitsplätze zu sein". Allein die iOS-Plattform unterstütze mehr als 250.000 Arbeitsplätze in Deutschland.

EU-Kommission hat App-Store schon im Blick

Das Bundeskartellamt verweist darauf, dass Apple neben iPhones auch Tablets, Computer und tragbare Geräte wie eine Computer-Uhr sowie diverse Dienste bis hin zu Musik- und Video-Streaming anbietet. "Ein Schwerpunkt der Ermittlungen wird auf dem Betrieb des App Stores liegen, da er Apple vielfach befähigt, Einfluss auf die Geschäftstätigkeit Dritter zu nehmen", betonte Mundt.

Apples App-Store-System wird bereits von der EU-Kommission untersucht, die dem Konzern unfairen Wettbewerb mit anderen Anbietern von Musikstreaming-Diensten vorwirft. Dabei steht unter anderem die Abgabe von 15 bis 30 Prozent auf im App Store erzielte Digital-Erlöse im Mittelpunkt.

Mit einem neuen Update fragen iPhones beim Öffnen von Apps, ob Tracking zugelassen werden soll. Damit eskaliert ein Streit zwischen Facebook-Chef Zuckerberg und Apple-Chef Cook.

Beitragslänge:
14 min
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Vorinstallation von Apple-Apps als Selbstbevorzugung?

Das Kartellamt stellte auch weitere Ermittlungen gegen Apple nach Beschwerden über "potenziell wettbewerbsgefährdende Praktiken" in Aussicht. Dabei geht es zum einen darum, dass Apple Nutzern im Frühjahr die Möglichkeit gab, App-Entwicklern die Nachverfolgung ihrer Aktivitäten über verschiedene Apps und Dienste hinweg zu verbieten.

Zum anderen werde die Vorinstallation ausschließlich eigener Apps in Beschwerden als mögliche Selbstbevorzugung angeprangert.

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