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Studie zur Mobilität der Zukunft - Wie Berlin 1,5 Milliarden Euro sparen könnte

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Selbstfahrende Autos haben einer Studie zufolge erhebliches Potenzial, den Verkehr zu entlasten - aber nicht alle Arten von Städten profitieren gleichermaßen davon.

Selbstfahrendes Auto von der Firma Waymo. Symbolbild
Sieht so die Mobilität der Zukunft aus? Ein selbstfahrendes Auto der Firma Waymo.
Quelle: Andrej Sokolow/dpa

Selbstfahrende Autos oder doch lieber E-Bikes, Elektro-Tretroller und ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr? In einer typischen deutschen Großstadt wie Berlin, München oder Hamburg sind letztgenannte wohl die effizientere Lösung. Das ergab eine Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group und der Unversität St. Gallen.

In dicht gedrängten Megacities wie New York oder Shanghai versprächen dagegen autonome Robo-Taxis für bis zu 15 Personen den größten Effekt.

Flächengewinne durch Mobilitätskonzepte

Die Auswirkungen der neuen Mobilitätskonzepte wären nach Einschätzung der Experten erheblich. Die Menschen in München könnten nutzbare Flächen in der Größenordnung eines halben Englischen Gartens gewinnen, Hamburger könnten ihre jährlichen Transportausgaben um rund 1,1 Milliarden Euro reduzieren.

Archiv: Ein Robotaxi am 06.12.2019 in China
In China sind bereits Robo-Taxis unterwegs.
Quelle: picture alliance/Xinhua

Für Berliner läge die Einsparung bei 1,5 Milliarden Euro. In New York könnten durch Parkplätze belegte Flächen in sechsfacher Größe des Central Parks frei werden.

Ausbreitung selbstfahrender Autos wird noch dauern

Die Forscher untersuchten die Verkehrsmuster in Städten und simulierten Milliarden von Fahrten mit verschiedenen Beförderungsformen. Sie gehen davon aus, dass die Ausbreitung selbstfahrender Autos zwei Jahrzehnte dauern kann - plädieren aber dafür, dass Städte sich frühzeitig darauf einstellen.

So sollten die Behörden in Städten wie New York Anreize für die Einführung von Robo-Shuttles statt der weniger effizienten Robotaxis für bis zu fünf Personen oder Robo-Pods für zwei Insassen schaffen. Die Robo-Pods würden zunächst in allen Arten von Städten die Verkehrsbelastung noch vergrößern, ergab die Analyse.

Roboshuttle
So könnte ein Robo-Shuttle aussehen (Konzept von Renault).
Quelle: picture alliance / Cover Images

Berlin: Viele kurze Fahrten auf der letzten Meile

Die Studie ordnete deutsche Großstädte wie Berlin in der Kategorie "kompaktes Mittelgewicht" ein. Hier müssten die Planer zuallererst dafür sorgen, dass weniger Autos in den Zentren unterwegs seien, argumentierten die Forscher.

Da es viele kurze Fahrten auf der sogenannten letzten Meile gebe, sei Mikromobilität die effizienteste Lösung.

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