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Milliardenklage gegen Google in Amerika

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Wegen Zugriff auf Nutzerdaten - Milliardenklage gegen Google in Amerika

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Viele Google-Nutzer beschweren sich, dass der Internetgigant Privatsphäre-Einstellungen missachtet. Nun droht dem US-Konzern eine Sammelklage in Milliardenhöhe.

Blick auf das Gebäude des Google-Entwicklungszentrums. Symbolbild
Blick auf das Gebäude des Google-Entwicklungszentrums. Symbolbild
Quelle: Marc Müller/dpa

Der Internetgigant Google muss sich in den USA wegen Missachtung von Privatsphäre-Einstellungen auf eine mögliche Sammelklage im Volumen von mindestens fünf Milliarden Dollar einstellen. Laut der Beschwerde, die beim Bundesgericht in San Jose (Kalifornien) eingereicht wurde, soll das Unternehmen über Google Analytics, Google Ad Manager und andere Anwendungen sowie Website-Plug-Ins und Smartphone-Apps Daten von Internet-Nutzern sammeln, obwohl diese die Einstellungen auf "privat" gesetzt haben.

Vorwurf: Unberechtigter Zugriff auf private Nutzerdaten

Google dürfe sich nicht an der verdeckten und nicht autorisierten Sammlung von Daten von praktisch jedem Amerikaner mit einem Computer oder Telefon beteiligen, hieß es in der Anklage.

Google-Sprecher Jose Castaneda kündigte an, das Unternehmen werde energisch gegen die Vorwürfe vorgehen. "Wir geben jedes Mal klar an, wenn man eine neue Inkognito-Registerkarte öffnet, dass Websites möglicherweise über die Browser-Aktivitäten Informationen sammeln", sagte er.

Greift Google Daten von Freunden, Hobbys, Lieblingsessen ab?

In der Anklageschrift hieß es, durch die Informationen über die Surfgewohnheiten der Nutzer könne Google Rückschlüsse auf Freunde, Hobbys, Lieblingsessen, Einkaufsgewohnheiten ziehen - auch über die

intimsten und potenziell peinlichen Dinge,

die die Nutzer online suchten.

Inkognito-Modus im Blick

Google ist mit den Daten in der Lage, individuell angepasste Werbung zu schalten. Die Sammelklage umfasse "Millionen" von Google-Nutzern, die seit dem 1. Juni 2016 im Inkognito-Modus im Internet stöberten und auf deren Daten Google dennoch zugriff. Mindestens 5.000 US-Dollar Schadenersatz fordert jeder Nutzer aus Verstößen gegen Abhörschutzgesetze des Bundes und die kalifornischen Datenschutzgesetze.

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