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Studie zur Corona-Krise - Soziales Leben immer mehr online

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Die Corona-Krise zwang viele Menschen, zu Hause zu bleiben. Der einfachste Weg, Kontakte aufrechtzuerhalten, war das Internet. Das zeigt auch eine neue Studie.

Verschiedene Apps auf einem Smartphone. Symbolbild
Die Hälfte der Befragten verbrachte auch die Freizeit im Internet während der Corona-Krise.
Quelle: Fabian Sommer/dpa

Das Sozialleben der Menschen in Deutschland findet zunehmend im Internet statt. Laut der Postbank Digitalstudie 2021 pflegten 74 Prozent in der Corona-Krise ihre Kontakte online. "Moderne Technologien sind aktuell für viele ein Segen", erklärte Thomas Brosch, Leiter des Digital Vertriebs.

Digitales Treffen statt persönlicher Begegnung

Die Hälfte der Befragten gab darin an, in der Corona-Krise auch ihre Freizeit im Internet zu verbringen - sie besuchten etwa Online-Sportkurse oder Musikveranstaltungen. Auch im persönlichen Freundeskreis und der Familie ersetzten demnach digitale Treffen immer öfter persönliche Begegnungen: 43 Prozent der Befragten gaben an, dass die digitalen treffen bereits ein festes Ritual geworden seien.

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Unter den 18- bis 39-Jährigen haben sich demnach sogar 59 Prozent an den virtuellen Kontakt gewöhnt. "Für eine Minderheit ist das Internet derzeit aber auch ein Fluch, denn wer mit der Technik überfordert ist und sich nicht auskennt, fühlt sich schnell sozial abgehängt", erklärte Brosch weiter. "Deshalb ist es wichtig, auch für diese Zielgruppe ein leicht zugängliches Angebot bereitzustellen."

Viele fühlen sich sozial abgehängt

Fast jeder Dritte gab in der Umfrage zudem an, sich mit Apps und anderen Programmen zu wenig auszukennen, um an Treffen teilzunehmen. Ein knappes Viertel der Befragten fühlte sich während der Pandemie sozial abgehängt, weil sie zu Hause nicht über die notwendigen technischen Voraussetzungen verfügten. Davon betroffen sind demnach nicht nur ältere Menschen.

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Auch unter den 40-Jährigen fühlten sich 40 Prozent sozial abgehängt. Veraltete Geräte und langsame Internetverbindungen machten die Teilnahme am sozialen Leben im Internet für viele Menschen zur Herausforderung. Ein weiterer Effekt der Pandemie: Immer mehr Menschen lesen Nachrichten im Internet. Der Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage sei während der Pandemie für 43 Prozent der Befragten zum täglichen Ritual geworden.

Plan: Internetnutzung noch ausweiten

35 Prozent der befragten weiteten ihr Surfverhalten während der Pandemie aus. Elf Prozent der Befragten gaben an, das Internet künftig noch intensiver nutzen zu wollen - und jeder Zweite dieser Internet-Enthusiasten wünschte sich im kommenden Jahr noch mehr Nachrichten aus dem Internet.

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Für die Postbank Digitalstudie 2021 wurden im Januar und Februar 2021 rund 3.000 Menschen in Deutschland befragt. Mit der Untersuchung will die Postbank herausfinden, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Lebensbereichen der Bundesbürger in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen.

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