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Kein Anschluss unter diesem Mail-Postfach

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Sync-App der Telekom - Kein Anschluss unter diesem Mail-Postfach

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Automatisch Mails aufs Tablet oder Smartphone zu bekommen, wird für einige Telekom-Kunden ab heute schwierig. Denn sie können die neue Synchronisierungs-App nicht nutzen.

E-Mail App auf einem Smartphone
Die Telekom unterstützt ab heute keine Exchange-Konten mehr zur Mail-Synchronisation auf Tablets und Smartphones.
Quelle: dpa

Schnell mal auf dem Smartphone oder Tablet eine Mail abrufen und beantworten - das gehört inzwischen zum Alltag. Doch bei einigen Kunden der Deutschen Telekom AG funktioniert das mit ihrem gewohnten Tablet oder Mobiltelefon ab dem 15. September nicht mehr.

Keine Abwärtskompatibilität der Sync-App

Die Telekom unterstützt nämlich ab diesem Dienstag keine Exchange-Konten mehr zur Mail-Synchronisation auf Tablets und Smartphones. Sie bietet stattdessen eine Synchronisierungs-App an. Das hat sie den betroffenen Kunden und Mail-Nutzern auch mitgeteilt und begründet.

"Aufgrund von System-Änderungen werden Ihnen ab dem 15. September auf Ihrem Android-Gerät keine neuen Mails, Kontakte und Kalendereinträge aus Ihrem Telekom-Mail-Postfach angezeigt", las ein Kunde aus Stuttgart. Er hatte die empfohlene Telekom-Seite aufgerufen, um die App herunterzuladen und dann weiter seine Mails am Tablet bearbeiten zu können. Das klappte aber nicht. Denn die in Aussicht gestellte App war für sein Samsung Tablet E nicht verfügbar.

Telekom: Gerät zu alt für digitale Zeiten

Der Kundenservice verwies ihn an die Telekom-Computerhilfe. Die allerdings konnte ihm auch nicht helfen. Nach gut dreiwöchigen Telefonkontakten mit der Telekom wurde ihm dann mitgeteilt, sein Gerät sei einfach zu alt für diese modernen digitalen Zeiten.

In einem Selbsttest mit einem Tablet E von Samsung, Kaufjahr 2016, konnte das Problem nachvollzogen worden. Allerdings dauerte der Klärungsprozess mit der Telekom in diesem Fall nur zwei Tage. Tatsächlich bestätigte denn auch die Pressestelle der Deutschen Telekom AG: "Die SyncPlus App ist u.a. mit Smartphones/ Tablets mit Android ab Version 5.0 (Lollipop) nutzbar."

Ohne schnelles Internet geht in einer modernen Gesellschaft nichts mehr. Doch Deutschland hinkt beim Breitbandausbau hinterher. In der Corona-Krise wird das vielen schmerzlich bewusst.

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Das gilt übrigens für iPads und iPhones ähnlich. Dort setzt die Synchronisierungs-App mindestens iOS 12 als Betriebssystem voraus. Auf einem Test-Tablet mit dem Kaufdatum 2014 war ein Android 4.4.4 installiert. Die Synchronisierungs-App der Telekom ist da nicht entsprechend abwärtskompatibel. Eine Aufrüstung auf eine neuere Android-Version ist mit diesem Tablet von der Herstellerin nicht vorgesehen. Der Kundenberater der Telekom riet deshalb auch zu einem Tablet.

Das aber ist so gar nicht im Sinne der Nachhaltigkeit. Ein funktionierendes Tablet als Elektroschrott auf den Müll zu geben, nur weil die Mail-Synchronisierung nicht mehr funktioniert, das ist bitter.

Es gibt eine Hintertür

In der Tat gibt es aber eine Hintertür. Die E-Mail kann nämlich weiterhin als Web-Mail über den Browser abgerufen werden. Das ist etwas aufwendiger als die automatische Synchronisierung, weil der Browser aufgerufen und die Webadresse des Maildienstes eingetippt werden muss. Mit dem Test-Tablet funktionierte dieser Ausweg allerdings auch erst, nachdem der Chrome-Browser auf den aktuellsten Stand gebracht worden war.

Und es stellte sich weiterhin heraus: Sollte die übliche Adresse für den Webmail-Service der Telekom Probleme machen oder das Login-Feld nach Aufruf der Seite gar nicht zur Verfügung stehen, kann über die Telekom-Adresse ausgewichen werden. Siehe Video zur Telekom Synchronisierungs-App:

Eine Hilfeanleitung zur E-Mail-Synchronisierung für Telekom-Kunden.

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So kann dann mit etwas mehr Aufwand das "alte", aber bewährte Tablet oder Smartphone selbst mit einer älteren Android- oder iOS-Version weiterhin genutzt werden.

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