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Daten bekannter Gamer öffentlich - Großes Leak bei Streaming-Plattform Twitch

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Die bei Gamern beliebte Streaming-Plattform Twitch wurde geleakt. Unbekannte stellten riesige Mengen interner Dokumente online. Auch die Umsatz-Daten aller Nutzer sind betroffen.

Twitch
Der Streaming-Dienst Twitch wurde Opfer eines Daten-Leaks
Quelle: picture alliance / NurPhoto

Für viele Gamer ist Twitch eines der wichtigsten Angebote im Netz. Auf der Streaming-Plattform übertragen die meisten Profi-Spieler ihre Partien, fast alle großen Wettkämpfe finden dort statt. Jeden Tag schalten Millionen Nutzer ein.

Jetzt sind Nutzerdaten von einem gigantischen Leak betroffen. Unbekannte haben am Dienstagabend in dem berüchtigten Onlineforum "4chan" einen Download-Link zu insgesamt 125 Gigabyte an Twitch-Daten gepostet.

Darunter: der vollständige Source-Code der Seite, interne Entwicklungsdokumente und ein noch unveröffentlichter Online-Store für Videospiele.

Einkommen bekannter Streamer einsehbar

Besonders sensibel: Das Leak umfasst auch die Summen, die Twitch jeden Monat seinen Streamern als Beteiligung an den Werbeeinnahmen auszahlt. Dem Leak zufolge sind das bei den Superstars der Branche 100.000 US-Dollar und mehr jeden Monat - nun ist ein wichtiger Teil ihres Einkommens öffentlich einsehbar.

Twitch wuchs während der Corona-Pandemie rasant an - laut der Webseite "TwitchTracker" soll es im September 2021 rund 7,4 Millionen aktive Streaming-Kanäle gegeben haben. Die meisten davon betreiben ihn als Hobby, doch auch ihre Umsatz-Daten könnten nun betroffen und öffentlich einsehbar sein.

Twitch gehört seit 2014 zum Amazon-Konzern. Amazon zahlte für die Übernahme damals 970 Millionen US-Dollar und investierte seitdem viel Geld, um den Dienst noch bekannter zu machen.

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Twitch bestätigt Vorfall, Details weiter unklar

Twitch selbst bestätigte am Mittwochnachmittag über Twitter einen unrechtmäßigen Datenzugriff. "Unsere Teams arbeiten mit Nachdruck daran, den Umfang festzustellen. Wir werden die Community darüber informieren, sobald weitere Informationen verfügbar sind", so das Twitch-Statement.

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Zu möglicherweise betroffenen Nutzerdaten äußerte sich der Plattformbetreiber nicht. Zunächst hatten die Gaming-Fachmedien "Video Games Chronicle" und "The Verge" die Echtheit der Daten verifiziert.

Twitch ist sich des Zugriffs bewusst (…) und vermutet, dass die Daten noch am Montag beschafft worden sein könnten.
Anonymer Twitch-Mitarbeiter gegenüber "Video Games Chronicle"

Der Hintergrund des ungewöhnlich umfangreichen Leaks ist bislang unklar. "Die Community ist eine toxische Jauchegrube", heißt es in dem anonymen Bekennerschreiben auf "4chan". Man wolle mit der Veröffentlichung "für mehr Wettbewerb im Online-Streaming-Markt sorgen".

Es bewegt sich etwas in der Gaming-Szene: Immer mehr Frauen treten an die Öffentlichkeit und berichten von ihren Sexismuserfahrungen in der Branche. Initiativen für mehr Vielfalt sollen dem ein Ende setzen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Twitch stand schon häufiger in der Kritik

Bereits in der Vergangenheit stand Twitch bei Teilen seiner Nutzerschaft unter Kritik, vor allem wegen des Umgangs mit Hasskommentaren und freizügigen Inhalten auf der Plattform. Dabei wurde Twitch von verschiedenen Seiten sowohl für angebliche Untätigkeit wie auch für überzogen empfundenes Eingreifen kritisiert.

Bislang ist nicht geklärt, ob die Angreifer auch Zugriff auf Passwörter und Daten von Kreditkarten oder Zahlungsdienstleistern haben. Es ist ratsam, dass Twitch-Nutzer ihre Zugangsdaten ändern und wenn möglich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten.

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Videolänge
6 min
von Torsten Kleinz
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