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Nutzer müssen sich entscheiden - Soll ich den neuen WhatsApp-AGBs zustimmen?

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Wer WhatsApp künftig noch nutzen will, muss den neuen AGBs zustimmen: Noch mehr Daten sollen mit Facebook geteilt werden. Was müssen Nutzer jetzt wissen?

Icon von whatsapp
WhatsApp ist Teil des Facebook-Imperiums.
Quelle: dpa

Über zwei Milliarden Nutzer hat WhatsApp weltweit. Sie alle werden in diesen Tagen beim Öffnen der App aufgefordert, den neuen Nutzungsbedingungen zuzustimmen. Tut man das nicht bis zum 8. Februar, kann man WhatsApp nicht mehr nutzen. Um die neuen AGBs gibt es viel Verwirrung - hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was beinhalten die neuen AGBs?

WhatsApp gehört zu Facebook - und in den neuen Nutzungsbedingungen wird vor allem geregelt, wie Daten an Facebook gehen und wie sie dort verwendet werden dürfen. "WhatsApp arbeitet auch mit den anderen Facebook-Unternehmen zusammen und teilt Informationen mit diesen, damit sie uns dabei helfen können, unsere Dienste zu betreiben (...) und zu vermarkten", heißt es in den Nutzungsbedingungen, die für den europäischen Raum gelten.

Das war bisher jedoch auch schon so: In den seit 2018 geltenden Bestimmungen für den europäischen Raum heißt es, "als Teil der Facebook-Unternehmen erhält WhatsApp Informationen von den Facebook-Unternehmen und teilt auch Informationen mit diesen." 

Whatsapp Nutzungsbedingungen
Diesen Screen bekommen Whatsapp-Nutzer dieser Tage angezeigt - wer den neuen Nutzungsbedingungen nicht zustimmt, kann den Dienst bald nicht mehr nutzen.

Werden die Daten bei Facebook für Werbung verwendet?

Der Mutterkonzern bekommt keine Daten aus WhatsApp-Profilen, um die Werbung bei Facebook zu optimieren. Denn genau das wird in einer weiteren Bestimmung der neuen Datenschutzrichtlinie ausgeschlossen, zumindest in Europa: "Keine der Informationen, die WhatsApp auf dieser Grundlage weitergibt, dürfen für die eigenen Zwecke der Facebook-Unternehmen verwendet werden", heißt es.

Auch ein WhatApp-Sprecher teilte dem "Spiegel" mit, dass keine Nutzerdaten aus der europäischen Region mit Facebook geteilt werden, um diese Daten zur Verbesserung von Anzeigen zu nutzen.

Wenn sich kaum was ändert - warum die ganze Aufregung?

WhatsApp hat zwei verschiedene Versionen der künftig geltenden Datenschutzbestimmungen veröffentlicht: Eine für Nutzer in Europa, eine für den Rest der Welt. Europäer sind mit den hier geltenden Datenschutzgesetzen besser geschützt, für sie scheint sich nicht viel zu ändern.

Die US-Kartellbehörde und fast alle US-Bundesstaaten klagen gegen Facebook. Sie werfen dem Konzern unfairen Wettbewerb vor. Facebook soll Whatsapp und Instagram verkaufen.

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Für Nutzer außerhalb Europas sind die neuen Regelungen, was den Datenaustausch betrifft, allerdings weitergehend: Sie konnten sich in den bisher geltenden Bestimmungen dagegen entscheiden, dass WhatsApp bestimmte Nutzer-Informationen zu Werbezwecken mit Facebook teilt, damit also Facebook Werbung optimieren kann. Diese Auswahlmöglichkeit wird nun abgeschafft.

Welche Daten werden denn weitergegeben?

Zunächst einmal ist interessant, welche Daten WhatsApp überhaupt erhebt - und das sind sehr viele. WhatsApp bekommt unter anderem folgende Informationen:

  • was für ein Handy verwendet wird,
  • was für ein Betriebssystem verwendet wird
  • wie der Batteriestand ist
  • über das Mobilfunknetz
  • die eigene Telefonnummer
  • Kontakte aus dem Adressbuch des Handys
  • Profilbilder
  • Standortinformationen und viele weitere Daten mehr.

Welche dieser Daten konkret an Facebook-Unternehmen weitergegeben werden, darüber schweigt sich WhatsApp aus. Auch auf einer allgemeinen Informationsseite heißt es nur schwammig, "unter Umständen teilen wir Informationen über dich innerhalb unserer Unternehmensgruppe, um verschiedene Aktivitäten zu erleichtern, zu unterstützen und zu integrieren".

Die Nachrichten selbst kann WhatsApp durch die Verschlüsselung nicht mitlesen. Sie gelangen nach dem Absenden zunächst verschlüssel auf den WhatsApp-Server, dort werden sie nach Angaben von WhatsApp gelöscht, sobald sie dem Empfänger zugestellt wurden.

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Facebook seine Stellung beim Sammeln von Daten missbräuchlich ausnutzt. Petra Gerster zeigt im Erklärraum, woher die Daten kommen.

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WhatsApp-Alternativen im Überblick

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