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ARD/ZDF-Onlinestudie - Medien werden im Netz stärker genutzt

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Instagram, Whatsapp, Online-News: Internetmedien haben während der Corona-Pandemie weiter an Bedeutung gewonnen. Das geht aus der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie hervor.

Baden-Württemberg, Friedrichshafen: Eine Frau liegt mit einem iPad im Bett. Archivbild
Regelmäßig befragen ZDF und ARD die Bevölkerung nach ihrer Internetnutzung.
Quelle: dpa

Seit 25 Jahren analysieren ZDF und ARD jährlich das Online-Nutzungsverhalten der Menschen in Deutschland. Ein Blick auf die Daten zeigt: Auch das Jahr 2021 steht unter starkem Einfluss der Corona-Pandemie, die Menschen sind weiter mehr online.

Die fünf wichtigsten Erkenntnisse der Befragung* im Überblick:

  1. Die Nutzung von Onlinemedien wächst

  • 2021 nutzten die Menschen in Deutschland Medien im Internet durchschnittlich 136 Minuten pro Tag.
  • Damit konsumierte die Bevölkerung 16 Minuten länger Online-Medien als noch 2020.
  • Laut Studie nutzen 67 Millionen der Menschen in Deutschland derzeit generell das Internet - rund eine Million mehr Menschen als vergangenes Jahr.
  • Waren vor 25 Jahren nur 6,5 Prozent der Deutschen online, waren es 2021 fast 94 Prozent der Menschen in Deutschland.
  • Aufgeschlüsselt nach Altersgruppen nutzen 100 Prozent der unter 50-Jährigen, 95 Prozent der Gruppe zwischen 50 und 69 Jahren und 77 Prozent der ab 70-Jährigen das Internet.

  1. Bedeutung von Online-Berichterstattung durch Corona gestiegen

  • Für 35 Prozent, also mehr als ein Drittel der Befragungspersonen, sind Online-Artikel oder Online-Berichte in den letzten 12 Monaten wichtiger geworden.
  • Diese sind somit fast gleichauf mit dem Chatten per Messenger-Diensten, was für 34 Prozent an Bedeutung gewonnen hat.
  • Videoangebote wie Mediatheken und Streamingdienste sind während der Corona-Zeit für 29 Prozent wichtiger geworden.
  • Social Media beurteilten fast 24 Prozent als wichtiger - fast jeder Vierte.
  • Im Bereich der linearen Medien sind das Fernsehen und Radio für rund jede*n Sechste*n wichtiger geworden (jeweils 17%).

  1. Mehr Menschen wieder von unterwegs online

  • Deutlich macht sich die Corona-Pandemie auch in der Unterwegsnutzung (Nutzung des Internets unterwegs einmal in der Woche oder häufiger) bemerkbar:
  • Im ersten Shutdown 2020 sank die Unterwegsnutzung im Vergleich zu 2019 von 58 auf 55 Prozent.
  • 2021 erreicht sie mit 60 Prozent mehr als vor der Krise, dem höchsten Wert überhaupt, was unter anderem auf die gelockerteten Regeln im Befragungszeitraum zrückzuführen ist.
  • Die größten Zuwächse in der Unterwegsnutzung fanden in der Altersgrupp ab 70 statt (9 Prozent mehr als noch 2019).

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Wie sehr wird die Mobilität im Shutdown eingeschränkt? Bewegungsdaten des Robert-Koch-Instituts geben darüber Aufschluss. Ein Überblick.

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1 min
von Nina Niebergall

  1. Instagram punktet bei Jüngeren

  • Bei der Nutzung von Social Media liegt Facebook in der Gruppe der Erwachsenen vorne. 28 Prozent der Menschen ab 14 nutzen das Soziale Netzwerk mindestens einmal wöchentlich.
  • Schaut man auf die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen, liegt Instagram unangefochten mit 73 Prozent auf Platz 1 der meistgenutzten Sozialen Netzwerke: Fast drei Viertel aller Menschen in dieser Altersgruppe nutzen das Netzwerk demnach mindestens einmal die Woche.
  • In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen werden sonst regelmäßig Snapchat (44 Prozent), Facebook (35 Prozent), Tiktok (32 Prozent), Twich (19 Prozent) und Twitter (9 Prozent) verwendet.

[Whistleblowerin Frances Haugen erhebt schwere Vorwürfe gegen Facebook-Tochter Instagram, mehr dazu im Video:]

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2 min
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  1. Whatsapp bleibt Spitzenreiter bei Messengern

  • 71 Prozent nutzen täglich Messenger-Dienste, bei den Jüngeren sind es sogar 93 Prozent.
  • Gleichzeitig herrscht bei den Messengerdiensten nach wie vor eine hohe Konzentration auf WhatsApp, das mit 70 Prozent das an weitem meistgenutzte Angebot ist.
  • Erst mit großem Abstand folgen Telegram, Signal und Threema, die auf maximal 3 Prozent tägliche Nutzung kommen.

* Zur Befragung: Die Befragung wurde im Auftrag von ZDF und ARD vom Forschungsinstitut "GIM – Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH" durchgeführt. Die Telefoninterviews wurden über eine Zufallsstichprobe in sieben Wochen zwischen dem 9. März und dem 24. April durchgeführt. Die 1.502 Fälle wurden nach Außenvorgaben aus der Media-Analyse gewichtet und mit dem Datenbestand der Studie ARD/ZDF-Massenkommunikation Trends vom Fusionsspezialisten Ankordata zusammengeführt.

Deckblatt ZDF-Langzeitstudie Mediennutzung Corona-zeiten

Das Unternehmen - Mediennutzung u. Lebenswelt in Corona-Zeiten 

Eine ZDF-Langzeitstudie zum Einfluss der Corona-Pandemie auf Mediennutzung und Lebenswelt in Corona-Zeiten

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