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drehscheibe vom 6. August 2021

Videolänge:
48 min
Datum:
06.08.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 06.11.2021

UN-Weltnaturerbe der Menschheit, Lebensraum von teils bedrohten Tier- und Pflanzenarten, aber auch Arbeitsplatz vieler Küstenbewohner und Magnet für Millionen von Touristen jährlich.

Mit gut 4000 Quadratkilometern Fläche ist der "Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" der größte in Deutschland. Im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie steht die Mehrheit der Küstenbewohner "ihrem" Nationalpark inzwischen positiv gegenüber.

Das war nicht immer so. Die 81-jährige Erika Kolle erinnert sich noch gut an die Demos und Mahnfeuer gegen die Nationalpark-Pläne zum Wattenmeer vor 40 Jahren. "All diese Naturschutzauflagen - wir hatten Angst um unsere Existenz", erinnert sich die alte Dame. Ihr Enkel Erik führt heute das Familienhotel und Restaurant in vierter Generation und ist stolz darauf, 2020 mit neuem Energiekonzept, Nachhaltigkeit im Hotelbetrieb und ausschließlich regional-saisonaler Küche im 100 Jahre alten Restaurant zum offiziellen Nationalpark-Partner ernannt worden zu sein. Auch seinem Vater Karl-Heinz Kolle war das schon lange ein Anliegen: "Wir leben nicht im Nationalpark, wir leben den Nationalpark." Und Oma Erika gefällt das inzwischen ebenfalls sehr gut.

Robben und Seehunde sind die Besuchermagneten im Watt, rund 12 000 von ihnen leben an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Jedes Jahr werden an Urlaubsorten verletzte oder kranke Tiere am Strand gefunden. Um diese Tiere kümmern sich speziell geschulte ehrenamtliche "Seehundjäger" wie Hotelier Karl-Heinz Kolle. Sie sammeln die verletzten Tiere ein und bringen sie in die nächstgelegene Seehundstation, wo man die Nationalpark-Maskottchen gesund pflegt und wieder auswildert.

Neben ehrenamtlich engagierten Bürgern arbeiten aber auch 16 hauptamtliche Nationalpark-Ranger im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer. Der 43-jährige Christian Piening wuchs an der Küste auf und kehrte – heimwehgetrieben – nach dem Studium wieder hierher zurück. Als Ranger besteht seine Hauptaufgabe darin, das Bewusstsein für Naturschutz bei Anwohnern und Touristen zu stärken. Das ist nicht immer leicht. "Aber wer das Wattenmeer einmal richtig erlebt hat, versteht meistens auch, wie wichtig es ist, dieses Naturparadien mit über 700 Pflanzen- und 250 Tierarten zu bewahren."

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