Ein Blick aus fremden Augen

Wie Ausländer in Deutschland leben

Der australische Journalist und Moderator Ben Fajzullin lebt seit mittlerweile zehn Jahren hier. Für ihn ist Deutschland ein Zuhause geworden. Aber wie geht es anderen Ausländern? Um das herauszufinden, trifft er fünf junge Migranten aus China, Australien, Indien, Spanien und Italien. Beim Essen sind die kulturellen Unterschiede besonders groß und gerade dabei lässt es sich besonders gut über das alte und das neue Zuhause reden.

Donatellas Tiramisu

Donatella Bona ist Kinderkrankenschwester und kommt aus Mailand. Mit ihrem deutschen Mann und ihren vier Kindern lebt sie in Brandenburg. Als Austauschschülerin kam sie nach Deutschland und war sofort in ihren späteren Mann verliebt. Bei ihm dauerte es etwas länger, aber als sie dann später wiederkam, funkte es. Heute versucht die 31-Jährige das Beste aus beiden Kulturen zu vereinen. Doch die Küche ist ihre italienische Insel. Und von dort bringt sie ihren Kollegen gerne das "echte" Tiramisu mit – ein Geheimrezept aus ihrer Familie!

Miguels Tortilla Española

Miguel Torrubia macht eine Ausbildung als Elektroniker bei einem Stromkonzern. Der 24-Jährige kam aus Aracena in Andalusien nach Hannover. Die größte Schwierigkeit ist für ihn zurzeit, die deutsche Sprache zu lernen. Im Job hat er das spanische Handbuch einfach immer griffbereit und die Kollegen helfen auch gerne weiter. Miguel mag deutsche Musik und deutsches Bier – aber er vermisst das spanische Essen. Seine Mitbewohner im Wohnheim verwöhnt er deshalb oft mit seiner spanischen Tortilla.

Mengmeis Dumplings

Mengmei Zhu wohnt in Frankfurt am Main 8.046 Kilometer von ihrer chinesischen Heimat entfernt. Die Projektmanagerin findet die strikte Trennung von Berufs- und Privatleben in Deutschland besonders befremdlich. Das machte es ihr am Anfang schwer, Freunde zu finden. Doch mittlerweile hat sie einige gute Freunde gefunden und geht mit ihnen gerne in Karaoke-Bars. Danach gibt’s bei Mengmei zu Hause noch chinesische Teigtaschen (Dumplings). Dabei können alle zusammen anpacken und genießen.

Ruchis Chapati

Für Ruchi Manchanda bedeutet Essen eine tiefe Verbindung zu ihrer Heimat Indien. Sie liebt die Gerüche und die vielen Gewürze. Für Ben zaubert die IT-Qualitätsmanagerin nach Feierabend ein vegetarisches Abendessen und zeigt ihm, wie man das indische Fladenbrot Chapati zubereitet. Ruchi hat in Heidelberg mittlerweile ihr Zuhause und ihre große Liebe gefunden. Das Paar hat im vergangenen Jahr in Indien und jetzt auch in Deutschland geheiratet. Ruchi verbindet am liebsten beide Kulturen, denn so wird ihr Leben noch bunter, wie sie sagt.

Zacs veganer Bananenkuchen

Zac Largiaders Heimatort Noosa in Australien ist 15.611 Kilometer von Berlin entfernt. Dem jungen Schauspieler fällt es schwer, Kontakt zu Familie und Freunden zu halten. Denn einer schläft immer. Wegen der Zeitverschiebung verpasst er so auch mal Geburtstage in der Familie. Ein bisschen Heimat holt sich Zac mit einem veganen Bananenkuchen, nach einem Rezept seines Vaters, in die Berliner Küche. Sein großer Traum für sein neues Leben in der deutschen Hauptstadt: den Durchbruch auf den Berliner Theaterbühnen zu schaffen!

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