Der richtige Durchblick

Tipps für den Besuch beim Augenoptiker

Zwei von drei Deutschen tragen eine Brille: Manche, weil es modern ist, die meisten jedoch, weil sie schlecht sehen. Liegt keine Augenkrankheit vor, kann man den Sehtest beim Augenoptiker machen lassen. Doch die Ergebnisse überzeugen nicht immer.

Fragen nach der Gesundheit

Oft wird mit alter technischer Ausrüstung gearbeitet, die Augenoptiker sind nicht ausreichend geschult oder versuchen nur, eine teure Brille zu verkaufen. Deshalb sollten Sie wissen, woran man einen guten Augenoptiker erkennt.
Achten Sie vor allem darauf, ob der Optiker sich genügend Zeit für die Augenprüfung und ein Beratungsgespräch nimmt. Zu einer umfassenden Beratung gehören zunächst Fragen nach der Gesundheit: Liegen Krankheiten wie Diabetes vor, die die Sehkraft beeinträchtigen können? Leidet der Kunde unter Kopf- oder Rückenschmerzen? Hat er brennende oder tränenende Augen?

Wichtig ist es auch zu klären, für welche Zwecke die Brille gebraucht wird: Sport, Bildschirmarbeit oder Autofahren. Die Antworten machen es dem Augenoptiker leichter, die genauen Bedürfnisse des Kunden einschätzen zu können.

Gute technische Ausrüstung


Auf das Gespräch folgt der Sehtest. Für eine exakte Messung sollte der Optiker über eine gute technische Ausrüstung verfügen. Mit modernen Geräten ist eine Raumabdunkelung - von manchen Optikern vorgenommen - völlig unnötig. Nach Ansicht von Horst Dauer, Geschäftsfüher des Bundesverbandes deutscher Augenoptiker ist sie sogar störend, denn sie beeinflusst das Ergebnis der Messung.

"Das normale Sehen findet bei Tage statt und wenn Sie die Bedingungen verändern, schleichen sich Fehler ein." sagt Dauter. Bei der Augenprüfung sollte der Augenoptiker außerdem ausreichend Zeit zum Vergleich unterschiedlicher Seheindrücke geben.

Informationen über Vor- und Nachteile


Die Entscheidung bei der Wahl der Gläser sollte der Augenoptiker durch Informationen zu Vor- und Nachteilen unterstützen. Glas neigt zwar zu weniger Kratzern, ist dafür aber auch schwerer. Autofahrer sollten Kunststoff wählen, da durch den Airbag im Falle eines Unfalls Verletzungsgefahr besteht. Der angemessene Grundpreis für eine Brillenlinse liegt bei 30 bis 50 Euro.

Bitte um Auftragsbeleg

Eine Entspiegelung gehört mittlerweile zum Standard, eine Tönung ist laut Horst Dauter jedoch überflüssig: "Lichtempfindlichkeit hat eine Ursache und dieser Ursache sollte auf den Grund gegangen werden." Aus ästhethischen Gründen spreche aber nichts gegen eine Tönung.Wichtig: Bitten Sie bei jeder Bestellung um einen Auftragsbeleg, der Leistungen und Einzelpreise enthält. So können Sie die Kosten einzeln nachvollziehen.

Die Fassung muss immer individuell angepasst werden. Bei Abholung sollte der Augenoptiker sich die Zeit nehmen, den Seheindruck und die Anpassung zu überprüfen. Testen Sie selbst den Sitz auf der Nase und hinter den Ohren. Sie können sich Ihre Brille auch später jederzeit in allen Geschäften ordentlich einrichten lassen. Falls Sie mit der Brille gar nicht zurechtkommen, nutzen Sie die angebotenen Garantieleistungen und reklamieren Sie.

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