Frau gesteht Tötung von acht Babys

Ihr 47 Jahre alter Ehemann habe nichts von den Schwangerschaften und den Kindstötungen gewusst, sagte die Frau weiter. Der Vater versicherte ebenfalls, er habe die Schwangerschaften nicht bemerkt. Er blieb zunächst auf freiem Fuß.

Paar am Dienstag festgenommen

Das Paar war am Dienstag in seinem Haus in dem Dorf Villers-au-Tertre festgenommen worden, nachdem die Polizei seit Samstag die sterblichen Überreste von acht Neugeborenen gefunden hatte. Die Leichen waren im Haus der Verdächtigten sowie im Garten eines anderen Hauses verscharrt, wo früher die Eltern der Mutter gewohnt hatten. Es handelt sich um den schwersten Fall von Kindesmord in Frankreich seit gut 30 Jahren.

Die Nachbarn des Paares reagierten am Donnerstag fassungslos. Das Paar sei "freundlich, zuvorkommend und höflich", sagte eine Nachbarin. Der Mann arbeite im Baugewerbe, die Frau sei Krankenpflegerin. Der 47-Jährige sei schon seit mehreren Jahren Mitglied im Gemeinderat, berichtete Bürgermeister Patrick Mercier. "Er ist ein respektabler Bürger." Dem Bürgermeister zufolge ist die Frau stark übergewichtig. Daher seien möglicherweise Schwangerschaften nicht aufgefallen. "Niemand hat etwas bemerkt." Das Paar hat zwei erwachsene Töchter und ein Enkelkind.

Ähnliche Fälle von Kindstötungen

Ähnliche Fälle von Kindstötungen haben in Frankreich wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. Im Juni vergangenen Jahres wurde eine 41 Jahre alte Französin zu acht Jahren Haft verurteilt, weil sie zwischen 1999 und 2003 drei Babys nach der Geburt getötet und die Leichen in Gefriertruhen versteckt hatte. Sie sagte vor Gericht aus, sie habe sich die Schwangerschaften selbst nicht eingestanden, ihr Mann habe davon nichts bemerkt.

Warum Babys getötet werdenIm Oktober 2007 waren in der Ortschaft Valognes im Nordwesten Frankreichs in einem Keller die Leichen von sechs Neugeborenen gefunden worden. Die heute 38 Jahre alte Mutter gestand, die Kinder zwischen 2000 und 2007 getötet zu haben. Eine Erklärung für ihre grausamen Taten konnte auch sie vor Gericht nicht liefern: "Ich würde es gerne selbst verstehen, aber ich kann es nicht."

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