Frau sendet Stimmen ihrer Mörder an Polizei

Bevölkerung um Mithilfe gebeten - Rund 50.000 Euro Belohnung ausgesetzt

Kurz vor ihrer Erschießung hat eine 39-jährige Frau in Düsseldorf die Stimmen ihrer Mörder per Notruf an die Polizei übermittelt. Sie und ihr 82-jähriger Vater waren am 17. Juni 2010 getötet worden. Jetzt konnte die Polizei die Stimmen entzerren.

Die Yoga-Lehrerin und ihr Vater waren am Donnerstag, 17. Juni, in einer Wohnung in der Altenbrückstraße 43 in Düsseldorf-Hassels mit Kopfschüssen getötet worden. Die Tatzeit lag zwischen 8.35 und 8.45 Uhr.

Täter waren unmaskiert

Die ebenfalls anwesende 81-jährige Ehefrau und Mutter der Ermordeten überlebte unverletzt. Sie war kurz vor der Tat in ein Nebenzimmer gesperrt worden. Ihren Angaben zufolge soll es sich bei den unmaskierten Tätern um zwei männliche Personen gehandelt haben, wobei mindestens einer eine Schusswaffe mit einem Schalldämpfer mitgeführt haben soll.

Stimmen der Mörder mit Handy aufgenommen

Die Polizei rätselt noch immer über das Motiv für die Tat. Die Mörder hatten in der Wohnung der Opfer nicht nach Wertsachen gesucht, ein Versteck mit Bargeld, Edelmetallbarren und Wertpapieren im Gesamtwert von 150.000 Euro blieb unangetastet.

Zeugen zeichnen Phantombilder

Ein Zeuge bemerkte etwa zum Tatzeitpunkt zwei männliche Personen in unmittelbarer Nähe der Altenbrückstraße 43. Mit seiner Unterstützung wurden die beiden Phantombilder erstellt, die Ähnlichkeit mit dem Erscheinungsbild der Täter haben sollen.

Stimmen der Täter auf dem Handy

Im Rahmen der Ermittlungen wurde auf dem Handy der ermordeten 39-jährigen ein Gespräch festgestellt, das von den Tätern offensichtlich nicht bemerkt wurde und bei dem Stimmfragmente der Täter aufgezeichnet werden konnten. Die Frau hatte den Notruf 110 gewählt und die Verbindung gehalten, ohne sich melden zu können. Der Beamte in der Leitstelle hatte nur Rauschen und Gemurmel vernommen. Erst nach Wochen stießen die Ermittler bei der genauen Untersuchung des Mitschnitts auf die Stimmen der Täter.

Belohnung ausgesetzt

Von der Opferfamilie wurden für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter und deren rechtskräftiger Verurteilung führen, eine Belohnung in Höhe von 50.000 Euro ausgelobt, seitens der Staatsanwaltschaft Düsseldorf eine Belohnung in Höhe von 1.500 Euro.

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