Sehnsuchtsland Schweden

Schweden hat vieles, worum wir Deutsche es beneiden: Ein schickes Königshaus, viel Gespür für Design, unendlich viele Wälder und Seen. Ein Sehnsuchtsland in das es so manchen Deutschen zieht. hallo deutschland besucht deutsche Auswanderer in ihrer neuen Heimat und erzählt ihre Geschichten. Am 11. Juli um 17.10 Uhr im ZDF. Schalten Sie ein!

Jährlich wandern über 3.000 Deutsche nach Schweden aus. Darunter auch Frank Moryäner, Anke Junghans, Deborah Kupfer und Schwedin Annikki Schaeferdiek, die sich nach sechs langen Jahren in Deutschland erneut für ihr Herkunftsland entschieden hat. Sie alle haben eine neue Heimat gefunden im malerischen Schweden.

Vom Erzgebirge nach Nordschweden

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Anke Junghans lebt mit ihrer Familie 1.000 Kilometer von Stockholm entfernt. Vor einem Jahr sind sie aus dem Erzgebirge weggezogen. Anke Junghans ist zwar keine Pädagogin, aber immer wenn an der Schule ihrer Kinder ein Lehrer ausfällt, springt sie nun als Aushilfslehrerin ein. Nebenbei unterstützt sie ihren Mann. Sven verkauft Motorgeräte übers Internet. Das hat er bereits in Deutschland gemacht. Es gibt schon Dinge, die Familie Junghans in Nordschweden vermisst: "Zum Beispiel Senf, Bratwurst oder Leberwurst und Puddingpulver, das sind alles Sachen, die sucht man hier vergebens."

Von Frankfurt nach Stockholm

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Annikki Schaeferdiek ist Schwedin, lebte aber sechs Jahre lang in Deutschland. Dann überzeugte sie ihren deutschen Mann, nach Schweden auszuwandern. Heute sind sie glücklich über diese Entscheidung. "Wir finden Stockholm eine wunderbare Stadt zum Wohnen. Hier ist alles viel ruhiger als in Deutschland", sagt Annikki. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Hauptstadt. Dort hat sie auch eine Firma für Modeschmuck gegründet - gemeinsam mit ihrer Schwester Emma. Geschäftsfrau, Mutter und Ehefrau: In Schweden bekommt die 43-Jährige das alles unter einen Hut.

Vom Münsterland nach Lappland

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Die Arbeitsbedingungen für Mediziner sind in Schweden weitaus besser als in Deutschland. Für Frank Moryäner ein Argument, nach Schweden auszuwandern. Seit fünf Jahren arbeitet er jetzt bereits als Arzt in Lappland. In Asele leitet er die Krankenstation. In Deutschland hätte er kaum Zeit, sich mit seinen Patienten zu unterhalten, in Schweden ist das anders. Genauso wie die Arbeitszeiten: "Hier haben wir eine 40-Stundenwoche. Ich arbeite täglich von 8 bis 17 Uhr. Dann haben wir hier noch Bereitschaftsdienste. Man kann sich aber aussuchen, ob man die machen will oder nicht."

Von Köln nach Stockholm

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Ebenfalls ausgewandert ist Deborah Kupfer. Die Studentin aus Köln wohnt seit fast zwei Jahren in Stockholm - in einer kleinen, aber feinen Altbauwohnung. Deborah studiert Industriedesign und ist damit in Schweden genau richtig. Gerade präsentiert sie in einer Ausstellung ihr Masterarbeitsthema. Ihre Idee: Leihfahrräder sollen Teil des öffentlichen Nahverkehrs werden. Bald ist ihr Studium beendet. Nach Deutschland möchte Deborah nicht zurück. Sie hofft, dass sie einen Job in Schweden findet und bleiben kann.

Natürlich leben auch die Schweden nicht im Paradies, und von so manch idealisierter Vorstellung muss man sich verabschieden, doch ein bisschen heiler scheint die Welt dort immer noch zu sein.

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