Zehntausende zur Trauerfeier erwartet

Die Kirche ist weitgehend reserviert für Angehörige, Verletzte und Rettungskräfte.

Sauerland nimmt nicht teil

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wird Worte des Gedenkens sprechen. Erwartet werden die Spitzen des Staates mit Bundespräsident Christian Wulff, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU), gegen den wegen der Katastrophe Rücktrittsforderungen erhoben werden, kommt nicht zu der Veranstaltung. Die seit dem Unglück in Nordrhein-Westfalen angeordnete Trauerbeflaggung dauert bis einschließlich Samstag.

Geleitet wird der Gottesdienst von den ranghöchsten Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche in der Region, Präses Nikolaus Schneider und dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck. "An der Gestaltung sind unter anderem Einsatzkräfte der Rettungsdienste und der Polizei beteiligt", gab das evangelische Landeskirchenamt bekannt. Wegen des erwarteten großen Zulaufs von Trauergästen wird der Gedenkgottesdienst parallel auch auf Großleinwänden in und vor der MSV-Arena sowie in zwölf Kirchen Duisburgs zu sehen sein.

25 Menschen noch in Klinik

Fast eine Woche nach der Katastrophe bei der Love-Parade in Duisburg werden noch 25 Opfer in Krankenhäusern behandelt. Dies sagte eine Sprecherin der Kölner Polizei am Freitag. Bei einer Massenpanik auf der Techno-Party waren am vergangenen Samstag 21 Menschen getötet und mehr als 500 Menschen verletzt worden.


Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, sagte die Sprecherin. Die Kölner Polizei habe 60 Beamte in der Ermittlungskommission zusammengezogen. Sie werteten eine Flut von Informationen aus, darunter auch zahlreiche Fotos und Videos. Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt gegen Unbekannt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Köperverletzung. Die Ermittlungen dürften Monate dauern.

Seit der Katastrophe kommen in Duisburg immer wieder Scharen von Menschen zu dem Unglücksort, stellen Kerzen auf und legen Blumen nieder. Viele empören sich über das Verhalten der Stadtspitze. Dem Veranstalter werden gravierende Mängel bei der Organisation vorgeworfen.

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