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Historische Pleite für deutsche Biathletinnen

Weltcup in Hochfilzen

Die deutschen Biathletinnen sind mit einer historischen Klatsche in den Weltcup in Hochfilzen gestartet. Im Sprint landete keine von ihnen unter den Top 40. Bei den Männer war Benedikt Doll als Elfter bester Deutscher.

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So schlecht waren die deutschen Biathletinnen noch nie - und das Debakel war für den Sportchef vergleichbar mit einer Fußball-Klatsche gegen den kleinen Nachbarn. "Das fühlt sich an wie ein 0:4 gegen Österreich", sagte Bernd Eisenbichler nach dem Sprint-Wettkampf am Freitag.

Schlechtes Material und zu viele Schießfehler

Als 41.war Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann beim Sieg der Italienerin Dorothea Wierer noch die beste Deutsche. "Es war ein schlechtes Ergebnis von der ganzen Mannschaft. Wir werden analysieren, woran es gelegen hat. Aber wir werden mit Sicherheit nicht Aktionismus betreiben", sagte Eisenbichler. Platz zwei hinter Wierer sicherte sich Ingrid Landmark Tandrevold aus Norwegen vor der Russin Swetlana Mironowa.

Das deutsche Team leistete sich viel zu viele Schießfehler und klagte über ungewöhnlich schlechtes Material. "Die Skier sind nicht gut gerutscht", sagte Herrmann im ZDF-Interview. Vanessa Hinz musste sich mit Rang 42 begnügen. Noch weiter hinten landeten Anna Weidel (Platz 49), Franziska Hildebrand (50), Franziska Preuß (54) und Karolin Horchler (64).

In der Verfolgung droht die nächste Pleite

Aufgrund der hohen Hypothek droht den deutschen Biathletinnen im Verfolger über zehn Kilometer am Sonntag (12 Uhr/ARD) die nächste Pleite. "Es geht nur um Schadensbegrenzung. Wir müssen Vollgas vom ersten Meter geben", sagte Herrmann, die allerdings ohnehin die größeren Hoffnungen in die Staffel setzt.

Wen die Trainer für das Rennen über 4x6 km in die Loipe schicken werden, ist gar nicht so einfach - da alle auf einem ähnlich schwachen Niveau auftraten. "Aber wenigstens geht es hier von Null los", sagte Herrmann, "das bietet uns eine Chance, neu anzugreifen."

Seriensieger Johannes Thingnes Bö

Die deutschen Männer warten derweil weiter auf ihren ersten Podestplatz des Winters, zeigten in Hochfilzen aber zumindest einen leichten Aufwärtstrend. Benedikt Doll (40,7 Sekunden zurück) belegte im Sprint über zehn Kilometer nach zwei Strafrunden Rang elf.

An der Spitze bot sich das gewohnte Bild: Der Norweger Johannes Thingnes Bö holte sich trotz einer Strafrunde seinen zweiten Sieg im dritten Saisonrennen. Hinter dem Gesamtweltcupsieger, der in der vergangenen Saison mit 16 Erfolgen einen Rekord aufgestellt hatte, komplettierten der Franzose Simon Desthieux (1/+7,8) und der Russe Alexander Loginow (0/+14,6) das Podest.

Quelle: dpa/SID

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