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Wölfinnen holen Pokal nach Elfmeterkrimi

Frauen-DFB-Pokalfinale: VfL Wolfsburg - FC Bayern München

Pernille Harder (l) und Anna Blaesse bejubeln den Wolfsburger Sieg

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben zum fünften Mal den DFB-Pokal gewonnen. Der deutsche Meister sicherte sich im Endspiel gegen Bayern München mit einem 3:2 im Elfmeterschießen das Double und den vierten Pokal-Triumph in Serie.

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Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden. Vor 17.692 Zuschauern verwandelte Caroline Hansen den entscheidenden Versuch gegen Torhüterin Almuth Schult. Am Donnerstag hat der VfL im Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon in Kiew die Chance auf das zweite Triple nach 2013.

Starke Torfrauen

VfL-Nationaltorhüterin Almuth Schult parierte zwei Elfmeter, die Münchnerin Kristin Demann schoss zudem an die Latte. Die Bayern-Torfrau Manuela Zinsberger hielt ebenfalls zwei Elfmeter. "Ich hatte heute einen guten Tag. Ich bin froh, dass wir heute das notwendige Glück hatten", sagte Schult in der ARD. Die Zuschauer sahen bei der neunten Final-Auflage in Köln eine überwiegend ausgeglichene Partie, die mit einer von Taktik geprägten Abtastphase begann. Beiden Teams war der große Respekt gegenüber dem jeweils mit Nationalspielerinnen nur so gespickten Gegner anzumerken. Ein von DFB-Torhüterin Schult abgewehrter Schuss von Bayerns Schwedin Fridolina Rolfö bildete die erste Torchance (14.).

Danach nahm das Spiel allerdings Fahrt auf, zunächst mit Vorteilen für den Herausforderer aus München. Beim Gestocher nach einer Ecke klärte Schult in höchster Not gegen die aufgerückte Carina Wenninger (18.), beim Gegenangriff parierte Bayern-Keeperin Zinsberger gegen die davongesprintete Caroline Hansen. Nur zwei Minuten später lenkte Schult einen satten Distanzschuss von Nicole Rolser (21.) mit den Fingerspitzen über die Latte.

Münchens Abwehr nicht zu knacken

Ohne die am Oberschenkel verletzte Alexandra Popp, die noch auf eine rechtzeitige Genesung bis zum Königsklassen-Endspiel hofft, bekamen die Wolfsburgerinnen in dieser Phase erstaunlich wenig Zugriff auf das Spiel. Die Bayern erschwerten den VfL-Spielaufbau aber auch mit hoher Laufbereitschaft und gutem Zweikampfverhalten. Kurz vor der Pause jedoch hatte die Polin Ewa Pajor (43.) nach einem Aussetzer von Münchens Kapitänin Melanie Behringer die große Chance zur Führung für den Meister. Doch mit einer weiteren starken Parade verhinderte Österreichs Nationaltorhüterin Zinsberger den Rückstand erneut.

Nach dem Seitenwechsel kamen beide Teams in unveränderter Formation aus der Kabine. Gegen das mitunter robuste Pressing der Münchnerinnen, die in der Liga als Tabellenzweiter die erneute Champions-League-Qualifikation im Visier haben, tat sich Wolfsburg weiterhin schwer. Im letzten Drittel fehlte zudem die Präzision. Nach einer Flanke von Lara Dickenmann verpassten so Pajor und Hansen aus bester Einschussposition dicht vor dem Tor knapp den Ball (58.). Vor den Augen von Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch und der zukünftigen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg blieben zwingende Torchancen im zweiten Durchgang allerdings Mangelware.

Laudehr-Comeback nach fünf Monaten

In der Verlängerung gab bei den Bayern Nationalspielerin Simone Laudehr fünf Monate nach einer Fuß-OP ihr Comeback. Tormöglichkeiten gab es aber nur selten, immer wieder mussten die von Krämpfen geplagten Spielerinnen behandelt werden. Die Entscheidung fiel im ersten Elfmeterschießen in einem Frauen-Endspiel seit 2007.

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