BVB souverän weiter - Mainz müht sich gegen Kiel

Fußball - DFB-Pokal

Maximilian Philipp, Alexander Isak, Gonzalo Castro und Marcel Schmelzer

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Titelverteidiger Borussia Dortmund hat sich in der zweiten Runde des DFB-Pokals keine Blöße gegeben. Beim Drittligisten 1. FC Magdeburg gewann der BVB 5:0 (1:0). Auch Frankfurt, Gladbach, Leverkusen und Schalke sind weiter. Mainz musste nachsitzen.

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Schweinfurt - Eintracht Frankfurt 0:4

Vorjahresfinalist Eintracht Frankfurt überwand auch die zweite Hürde im diesjährigen Wettbewerb sicher. Der Bundesligist siegte vor allem dank Torjäger Sebastien Haller beim Viertligisten FC Schweinfurt 05 mit 4:0 (1:0). Vor 15.060 Zuschauern im ausverkauften Willy-Sachs-Stadion erzielte der sieben Millionen Euro teure Franzose die ersten beiden Treffer (14./58. Minute). Es waren die Pflichtspieltore sechs und sieben für den 23 Jahre alten Angreifer.

Mittelfeldspieler Marius Wolf (63.) und der eingewechselte Danny Blum (85.) legten nach. Der Außenseiter aus Schweinfurt hielt anfangs durchaus gut mit. Frankfurts Torwart Lukas Hradecky musste in der 49. Minute mit einer Parade gegen Marius Willsch das 1:1 verhindern.

Mainz - Kiel 3:2 n.V.

Suat Serdar und David Kinsombi
Mit viel Mühe gewinnt Mainz gegen Kiel. Quelle: dpa

Mit reichlich Mühe beendete Mainz 05 den Höhenflug von Holstein Kiel und revanchierte sich bei den Störchen für die Pokalpleite von 2011. Knapp sechs Jahre nach der Schlappe beim damaligen Regionalligisten (0:2) gewann der Bundesligist mit 3:2 (2:2, 1:0) nach Verlängerung. Der Däne Viktor Fischer (22./67.) und Daniel Brosinski (101.) trafen für die Mainzer, die zum ersten Mal seit 2012 wieder im Achtelfinale stehen. Die Rheinhessen verloren allerdings ihren Schlussmann. Rene Adler verletzte sich bei seiner Rettungstat am Oberschenkel und musste ausgewechselt werden. Für Adler, dessen Einsatz am Freitag in der Liga im Rhein-Main-Derby gegen Eintracht Frankfurt fraglich erscheint, kam Robin Zentner.

Der Zweitliga-Aufsteiger aus Kiel kassierte nach vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage - daran änderten auch die Tore von Kingsley Schindler (54.) und Dominick Drexler (75.) jeweils per Foulelfmeter nichts. Zum Ende der regulären Spielzeit sowie in der Verlängerung ließen die Gäste gleich mehrere hochkarätige Chancen liegen.

Magdeburg - Dortmund 0:5

Borussia Dortmund beendete auch dank Jung-Star Alexander Isak seine Mini-Krise. Das 18 Jahre alte Top-Talent traf beim 5:0 (1:0)-Sieg beim 1. FC Magdeburg und sorgte mit dafür, dass der BVB nach zuvor drei sieglosen Spielen ins Achtelfinale einzug. Die weiteren Tore erzielten Gonzalo Castro (41.), Andrej Jarmolenko (73.), Marc Bartra (78.) und Shinji Kagawa (90.). "Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Wir wussten, dass es hier schwierig wird, weil Magdeburg auch von Beginn viel Druck gemacht hat", sagte Dortmunds Trainer Peter Bosz.

Isak, der für den verletzten Pierre-Emerick Aubameyang ins Team gerückt war und sein Startelf-Debüt gab, hatte seinen großen Auftritt kurz nach der Halbzeit. Nach einem Zuspiel von Maximilan Philipp behielt der schlaksige Angreifer die Nerven und schob aus acht Metern ein (46.). Das 1:0 von Castro hatte Isak bereits vorbereitet. Der Schwede mit afrikanischen Wurzeln war im letzten Winter für 8,6 Millionen Euro nach Dortmund gekommen und galt als eines der meist umworbenen Sturmtalente Europa.

Fürth - Ingolstadt 1:3

Der FC Ingolstadt erreichte zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte das Achtelfinale. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl bezwang den fränkischen Zweitligarivalen Greuther Fürth mit 3:1 (0:0). Youngster David Raum (46.) schoss den Tabellenvorletzten Fürth in Führung. Fast im direkten Gegenzug glich Almog Cohen (48. Foulelfmeter) aus. Ausgerechnet der frühere Fürther und Joker Stefan Lex (83.) sowie noch Alfredo Morales (87.) machten kurz vor Ende den Auswärtserfolg perfekt.

Die Schanzer hatten aber auch Glück, dass in der ersten Halbzeit nach einer Ecke von Levent Aycicek ein Kopfballtreffer von Mario Maloca (32.) wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben wurde.

Düsseldorf - Gladbach 0:1

v.l. Benito Raman, Mickael Cuisance und Marcel Sobottka
Gladbach gewinnt das Derby in Düsseldorf Quelle: dpa

Borussia Mönchengladbach stoppte in einem umkämpften Westderby die Siegesserie von Zweitliga-Tabellenführer Fortuna Düsseldorf. Der Bundesliga-Achte gewann drei Tage nach der 1:5-Pleite gegen Bayer Leverkusen mit 1:0 (0:0) bei den Düsseldorfern, die zuvor in der 2. Liga fünf Siege nacheinander geschafft hatten. "Wir haben heute alles reingeworfen. Die Zuschauer haben uns hochgehalten, aber es hat leider nicht gereicht", sagte Düsseldorfs Kapitän Oliver Fink.

Im vierten Pokal-Duell mit Fortuna war es der erste Sieg für den Nachbarn aus Mönchengladbach. Vor 52.500 Zuschauern in der ausverkauften Esprit- Arena erzielte Thorgan Hazard (52.) den Siegtreffer für die Gäste. Die Riesen-Chance zum Ausgleich für die Fortuna vergab Niko Gießelmann, der einen Foulelfmeter an den Pfosten setzte (73.). Alles in allem fehlte den Gastgebern aber die offensive Durchschlagskraft.

Wehen Wiesbaden - Schalke 1:3

Auch ohne den geschonten Erfolgsgaranten Leon Goretzka gab sich der Schalke 04 keine Blöße und zog souverän ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Der Tabellenfünfte der Bundesliga darf nach dem glanzlosen, aber verdienten 3:1 (2:0) in der zweiten Runde beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden weiter von seinem sechsten Cuptriumph träumen - es wäre der erste seit 2011.

Vor 11.373 Zuschauern in der erstmals seit über acht Jahren ausverkauften Arena stellten Franco Di Santo mit seinem ersten Tor seit 599 Tagen (36.) und Guido Burgstaller (40.) die Weichen für den Favoriten mit einem Doppelschlag auf Sieg. Dem Wehener Alf Mintzel (54.) unterlief nach dem Wechsel zu allen Überfluss noch ein Eigentor. Der eingewechselte David Blacha (75.) erzielte den Endstand.

Leverkusen - Union Berlin 4:1

Auch Bayer Leverkusen nahm die knifflige Hürde Union Berlin vom Ergebnis her deutlich. Beim 4:1-Erfolg hatten die Rheinländer aber durchaus ihre Mühe mit den von mehr als 3000 Fans angefeuerten "Eisernen". Nationalspieler Julian Brandt (36.), der Argentinier Lucas Alario (58.), Wendell (89.) mit einem unberechtigten Foulelfmeter und Charles Aranguiz (90.+2) erzielten die Tore für die Werkself.

Dennis Daube (46.) hatte zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen. Der Berliner Stephan Fürstner sah in der Nachspielzeit noch Gelb-Rot. "Wir sind vom Ergebnis her sehr zufrieden. Allerdings hätten wir schon früher den Sack zumachen müssen. Es ist schön, dass wir uns in den letzten Spielen den Frust von der Seele geschossen haben", sagte Brandt.

Paderborn - Bochum 2:0

Eine kleine Überraschung schaffte derweil der SC Paderborn. Der Tabellenführer der 3. Liga setzte sich gegen den klassenhöheren VfL Bochum mit 2:0 (1:0) durch und setzte seinen Lauf auch im Cup-Wettbewerb fort. Topscorer Sven Michel (7.) und Massih Wassey (85.) sorgten in einer sehenswerten Partie für den verdienten Heimsieg. Der SCP steht nach 13 Jahren erstmals wieder im Pokal-Achtelfinale.

Der VfL wiederum muss nach der Entlassung von Trainer Ismail Atalan und dem Ärger um die Suspendierung des ehemaligen Kapitäns Felix Bastians, der in der 68. Minute einen Handelfmeter neben das Tor schoss, den nächsten Rückschlag hinnehmen. Zwei Minuten nach Bastians' Missgeschick sah Bochums Jan Gyamerah die Gelb-Rote Karte. "Wir bekommen den Elfmeter, den muss ich einfach reinmachen. Das nehme ich auf meine Kappe. Das ist bitter für die Mannschaft, sonst geht das Spiel anders aus. Wir müssen jetzt als Mannschaft zusammenbleiben", sagte Bastians.

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