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Mannheim stößt München vom Thron

Eishockey | DEL-Finale

Die Adler Mannheim sind Deutscher Eishockey-Meister. Mit einem 5:4 nach Verlängerung haben sie in der Best-of-Seven-Serie gegen den EHC Red Bull München den fünften Sieg gelandet. Der EHC verpasste damit den vierten Titel in Folge.

Videolänge:
1 min
Datum:
26.04.2019

Es ist der achte Meistertitel für Mannheim. Allerdings mussten die Adler nach einer 3:0-Führung noch zittern: Thomas Lakin schoss die Gastgeber vor 13.600 Zuschauern in der SAP Arena erst in der 14. Minute der Verlängerung zum entscheidenden vierten Sieg.

"Am Ende haben wir es verdient"

Sie haben es verdient zu gewinnen.
Münchens Trainer Don Jackson

"München hat wirklich stark gespielt, deshalb standen die seit drei Jahren vorne", sagte Mannheims Olympia-Kapitän Marcel Goc bei Sport1: "Wir waren zwischendurch zu sicher und zu passiv, aber am Ende haben wir es verdient. Wir haben einen langen Weg hinter uns, es lief nicht immer so, wie wir uns das vorgestellt haben. Jetzt bin ich sehr stolz auf die Jungs. Hauptsache, wir haben das Spiel gewonnen."

Münchens Trainer Don Jackson gratulierte den Mannheimern: "Sie haben es verdient zu gewinnen."

Starke Moral des EHC

Zunächst war alles nach Plan gelaufen: Marcel Goc, Kapitän der Silberhelden bei Olympia 2018, brachte sein Team mit seinem ersten Play-off-Treffer in Führung, dann bereitete er das 2:0 durch Cody Lampl mustergültig vor. Matthias Plachta erhöhte zu Beginn des zweiten Drittels. Zunächst verkürzte Trevor Parks in Überzahl für die Gäste, dann schien das Spiel nach dem 4:2 durch Tommi Huhtala entschieden.

Die Adler, die nach der unglücklichen 1:2-Heimniederlage nach Verlängerung zum Auftakt die Finalserie mit drei Siegen und 11:1 Toren an sich gerissen hatten, spielten phasenweise wie im Rausch und hätten noch deutlicher führen können.

Happy End für Mannheim

Dann jedoch kämpften sich die Münchner durch Tore von Andreas Eder, Patrick Hager und Yasin Ehliz zurück. Den ersatzgeschwächten Münchnern, denen fünf Stammspieler verletzt fehlten, waren die Strapazen der vorangegangenen Play-off-Runden gar nicht anzumerken: Das Team von Rekordtrainer Don Jackson hatte 330 Minuten mehr spielen müssen, um ins Finale einzuziehen.

Mit dem Anschluss zum 1:3 endete dann aber eine knapp zweistündige Durststrecke in der Finalserie ohne eigenen Treffer. Andreas Eder unterstrich, dass die Gäste sich nicht aufgaben - auch nicht nach dem 1:4. Die beiden Olympia-Medaillengewinner Hager und Ehliz sorgten tatsächlich für den Ausgleich. Das Happy End aber hatte Mannheim. Am Ende reichte es nicht mehr, das Spiel zu drehen.

mit Material von sid, dpa

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