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Politik zwischen Postkartenmotiven

Nachrichten | heute plus - Politik zwischen Postkartenmotiven

Im kleinen Ort La Malbaie bereiten sich die Anwohner auf die Ankunft der Regierungschefs vor. Im nahe gelegenen Quebec befürchtet die Polizei Ausschreitungen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 07.06.2019, 22:16

Mehr Idylle geht kaum: mehr Abgeschiedenheit auch nicht.  La Malbaie am St. Lorenzstrom hat 15.000 Einwohner - und ist ab morgen Treffpunkt für den G7-Gipfel.

Am Zaun ist Schluss für alle Unbefugten, das Tagungshotel ist weiträumig abgeschirmt.  Bis hierher und nicht weiter geht es für Demonstranten - sollten sie denn überhaupt den weiten Weg auf sich nehmen.

"Bis jetzt rechnen wir nicht wirklich damit, dass hier jemand demonstrieren will", sagt Jean Juneau von der der Royal Canadian Mountain Police. "Aber jeder ist willkommen, das ist freies Gebiet. Hier kann jeder seine Meinung frei äußern."

Trotz aller kanadischen Entspanntheit sind tausende von Polizisten und Spezialkräften im Einsatz und sollen für Sicherheit sorgen - zu Wasser, zu Land und auch aus der Luft.

Anhwohner nehmen den Gipfel gelassen

Und die Einwohner? Die sehen vor allem das Positive, das solch ein Gipfel für ihren Ort mit sich bringt. So auch Xavier Cavard, Besitzer einer Pension in La Malbaie: "Für uns hat das hauptsächlich einen positiven Effekt. Wir haben unsere Zimmer langfristig an Leute vermietet, die für den Gipfel arbeiten."

Lisette Savard sieht das ähnlich. "Dass Trudeau den Gipfel hier in unsere Region gebracht hat, ist ein Abenteur", findet die Anwohnerin aus La Malbaie.

Auch Jacqueline Chiasson hat kein Problem, dass der Gipfel quasi vor ihrer Haustür stattfindet: "Die Leute in Malbaie sind offen. Wir werden keine Probleme verursachen. Die, die das machen, kommen von außen. Und wir müssen damit umgehen - so gut wir können."

Polizei fürchtet Proteste in Québec

Wenn es Proteste geben sollte, dann wohl eher in Québec. Die Stadt liegt 150 Kilometer entfernt vom eigentlichen Tagungsort. Hier ist Pressezentrum des Gipfels - Aufmerksamkeit scheint somit sicher.

In der Innenstadt verbarrikadieren sich Geschäfte und Restaurants. Die Besitzer befürchten Randale und Ausschreitungen bei der ersten Demo, die für heute Abend angekündig ist: "Die Stadt hat uns gesagt, wir müssen unsere Geschäfte selbst schützen", so Pierre Rouleau, Besitzer eines örtlichen Buchladens. "Für ihre eigenen Gebäude hat die Stadt Schutzzäune mit Stacheldraht errichtet. Um uns haben sie sich nicht gekümmert."

Die Mächtigen der Welt sind in Quebec nur als Pappfiguren vertreten. Gegegen soziale Ungleichheit und für Gendergerechtigkeit wirbt die Hilfsorganisation Oxfam. Donald Trump wischt Staub - das bleibt wohl eine Utopie.

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